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München, den 20. November 2025

Pressevorbericht zu der Versteigerung am 04. Dezember 2025 bei Hampel Fine Art Auctions München

Mit seiner Weihnachtsauktion am 4. Dezember bringt das Münchner Auktionshaus Hampel fünf Kataloge voller hochkarätiger Objekte aus verschiedensten Fachbereichen an den Start. Besonders kraftvoll präsentiert sich erneut der Bereich der Altmeistergemälde sowie die Sparte Impressionisten/ Moderne Kunst, in der sich zahlreiche Highlights und herausragende Positionen bündeln.

Ihren Start findet die Auktion mit Katalog 1, in dem Möbel, Einrichtungsgegenstände, Uhren sowie Skulpturen und Kunsthandwerk zu finden sind. Die mit Expertisen belegte Neuwieder Barock-Kommode aus dem Umkreis des Abraham Roentgen von ca. 1760 besticht durch die extrem fein durchbrochene Bronzekunst, die präzise farbnuancierten Intarsien und die technisch hochkomplexe Schlossmechanik (€ 40.000 - € 60.000). Bemerkenswert ist die prunkvolle Pendule von Jean Fol im signierten Osmond-Gehäuse, ein charakteristisches Werk des „Goût Grec“, abgebildet in der maßgeblichen Literatur (€ 10.000 - € 15.000). Die außergewöhnlich große Salonuhr von Julien Leroy in fein vergoldeter Bronze und Marmor ist für die Rundumansicht geschaffen und mit einer seltenen Kalender-Komplikation wie auch mit einem Salamander als Zeitzeiger versehen (€ 18.000 - € 22.000). Neben der bedeutenden nordspanischen „Sedes Sapientiae“-Skulptur des 14. Jahrhunderts – einer thronenden Madonna mit Jesuskind – von strenger und zugleich sanfter Präsenz (€ 15.000 - € 25.000) beeindruckt das Georg Petel zugeschriebene große und vollrund geschnitzte Elfenbein-Kruzifix mit seiner intensiven Ausdruckskraft dank plastischer Tränen, verkrampfter Finger und organisch geführten Lendentuchs – ein Stück von musealer Bedeutung (€ 18.000 - € 24.000).

 

Unter den hochqualitativen Altmeistern in den Katalogen 2 und 3 besticht Andrea del Sartos „Madonna mit Kind und dem jungen Johannes“ (um 1517) durch seinen kontrastreichen Duktus und das konturierte Sfumato, eng verwandt mit Fassungen in der Villa Borghese, Rom, und einer Zeichnung del Sartos in der National Gallery, Washington, dokumentiert in Literatur (Freedberg 1963, Sherman 1965) und Expertise (Dr. Elisabeth Pilliod, Camden) (€ 600.000 - € 900.000). Als weiteres Highlight präsentiert sich das flämische Meisterwerk „Die fünf Sinne“ von Jan Brueghel d. J. mit Peeter van Avont, ein prächtig ausgestattetes Interieur mit symbolträchtiger Figurenstaffage, belegt durch Gutachten von Dr. Klaus Ertz und Literatur (€ 120.000 - € 180.000). Weiter stehen zum Verkauf Bartolomé Esteban Murillos mit Gutachten untermauertes Frühwerk „Maria mit gefalteten Händen“ mit zartem Tenebroso-Stil und Fokus auf die Schönheit des Madonnengesichts (€ 50.000 - € 70.000), sowie Francesco Guardis lebendige Genredarstellung „Der junge Winzer oder der schalkhafte Traubendieb“ (um 1750) mit Expertise von Dario Succi (€ 80.000 - € 100.000). Beeindruckende Venezianische Veduten finden sich mit „Blick vom Palazzo Vendramin Calergi bis San Geremia“ (18. Jh.), Canalettos Schüler William James zugeschrieben (€ 80.000 - € 120.000), sowie mit „Regatta auf dem Canal Grande“ (17. Jh.) von Josef Heintz d. J., das dramatische Bewegung, festlich geschmückte Paläste und perspektivisch angelegte Szenen meisterhaft vereint (€ 90.000 - € 120.000).

 

Impressionisten, Moderne und Werke des 19.–21. Jahrhunderts werden in Katalog 4 präsentiert; darunter finden sich zwei stilistisch unterschiedliche, gleichwohl ausdrucksstarke Porträts: Paula Modersohn-Beckers „Kopf einer alten Frau mit schwarzem Kopftuch“, um 1904 (€ 250.000 - € 350.000), und Max Liebermanns Selbstbildnis von 1922 (€ 80.000 - € 100.000), beide belegt in Literatur und Ausstellungspraxis. Ein Highlight der Auktion ist Emil Noldes Aquarell „Meer im Abendlicht mit qualmendem Dampfer“ (1945–47), das Himmel und Meer in expressiver Farbintensität verschränkt und über das schwimmende „Wunder der Technik“ das ambivalente Verhältnis von Mensch, Maschine und Natur anspricht – ein bis heute aktuelles Thema (€ 60.000 - € 80.000). Unter den stimmungsvollen Genrebildern und Tierdarstellungen stechen die „Nächtliche Kahnfahrt bei Fackelschein“ von Carl Friedrich Moritz Müller, auch genannt „Feuermüller“ (€ 15.000 - € 25.000), Adolph von Menzels Aquarell „Soll ich öffnen?“ von 1867 (€ 100.000 - € 150.000) sowie Alexander Koesters Ölbild „Im Schatten“ mit weißen Enten unter Weiden als besonders eindrucksvolle Werke hervor (€ 15.000 - € 25.000). Vertreten sind auch ikonische Werke der Postmoderne und Gegenwart, etwa Hermann Nitschs aktionistisches „Schüttbild“ (1998), mit expressiver, blutdurchtränkter Leinwand (€ 70.000 - € 90.000) sowie Keith Harings dynamische Grafik „Bellende Hunde“ von 1983 (€ 20.000 - € 40.000).

Im abschließenden Katalog 5 stehen einige der herausragenden Schmuckobjekte, Armbanduhren und Accessoires zum Verkauf. Exemplarisch seien ein Perl-Diamantcollier von Cartier (€ 8.000 - € 12.000), eine Rolex „Datejust“ aus Stahl/Gold (€ 6.000 - € 8.000) sowie eine Hermès Birkin 30 Himalaya Blanc (€ 80.000 - € 90.000) erwähnt. Zum Abschluss der Auktion kommen knapp 700 dekorative Lose aus den verschiedensten Fachbereichen zum Aufruf, die zu attraktiven Preisen ersteigert werden können.

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