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München, den 24. September 2008

Nachbericht zur Herbst-Auktion am 19. September

In der gut besuchten Herbstversteigerung am 19. September 2008 bei Hampel Kunstauktionen in München gab es beste Ergebnisse für Möbel italienischer Herkunft und ausgesuchte Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts. Als Bieter engagierten sich vor allem Italiener und Russen, ferner ein in Griechenland beheimateter Sammler. Für große Freude im Haus sorgten insbesondere die guten Verkäufe im Bereich Möbel, ein Indiz dafür, dass hochwertige und elegante Objekte des 18. Jahrhunderts auch in unseren Tagen noch immer sehr „en vogue“ und auf dem internationalen Kunstmarkt gesucht sind.

Möbel

Das beste Ergebnis galt dem italienischen, auf das 18. Jahrhundert datierten Aufsatzsekretär, der bei 54.000 Euro zugeschlagen wurde. Nach einem spannenden Bietgefecht ging er zurück in sein Ursprungsland (Kat. 17, Taxe 18.000-22.000 Euro). Von einem italienischen Privatsammler wurden drei der begehrten Lose im Bereich Möbel übernommen. Dieser erwarb das Paar französische Beistellkommoden aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Gebot von 15.000 Euro (Kat. 21, Taxe 12.000-14.000 Euro) und im Anschluss das Paar italienische Wandhängekonsolen mit den dazugehörigen Wandspiegeln aus dem gleichen Jahrhundert für einen Hammerpreis von 34.000 Euro (Kat. 23, Taxe 10.000-12.000 Euro).Später blieb er beim Aufruf des Satzes von acht frühklassizistischen Armlehnstühlen (Kat. 86) hartnäckig. Diese waren mit der moderaten Schätzung von 20.000-22.000 Euro in der Offerte. Der Kunde hob sie, gegen zahlreiche andere italienische Interessenten, schließlich auf einen Hammerpreis von 53.000 Euro. Auch Handel aus den USA steigerte erfolgreich im Bereich italienischer Möbel mit. Das Paar italienischer Rokoko-Sessel (Kat. 25, Taxe 4.800 - 6.000 Euro), gefertigt in Venedig im 18. Jahrhundert, ging für das Dreifache seiner unteren Schätzung, für 14.000 Euro, nach Amerika, nachdem italienische Kunden aus dem Bietgefecht ausgestiegen waren. Ferner traten Sammler aus dem deutschsprachigen Raum als erfolgreiche Käufer im Möbel-Segment auf. Ein Kunde aus Österreich erwarb das Zylinder-Bureau in der Art von Adam Weisweiler aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für sein Gebot von 32.000 Euro (Kat. 76, Taxe 35.000-40.000 Euro). Einem deutschen Sammler war der große Jagdschrank in naturbelassenem Weichholz, 18. Jahrhundert, ein Gebot von 18.000 Euro wert (Kat. 162, Taxe 12.000-14.000 Euro).

 

Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts

In der Gemälde-Partie gingen entscheidende Lose an einen Unternehmer in Griechenland. Dieser ersteigerte die mehrfigurige Szene „Erster Musikunterricht" von Johann Eleazar Zeisig (Kat. 211, Taxe 35.000-38.000) bei 44.000 Euro. Auch das Gemäldepaar in biedermeierlicher Feinmalerei mit den Porträts des Heidelberger Mediziners und Chemikers Prof. Leopold Gmelin und seiner Gattin von Johan Jacob Schlesinger fand sein Gefallen. Für sein Gebot von 38.000 Euro erhielt er schließlich den Zuschlag (Kat. 357, Taxe 32.000-35.000 Euro). Das Porträt mit einer Dame im Dreiviertelbildnis und einem Mädchen von Caspar Netscher entlockte dem gleichen Kunden 27.000 Euro ohne Aufgeld (Kat. 202, Taxe 25.000-28.000 Euro).

Gegen zahlreiche italienische Interessenten konnte sich ein russischer Kunde behaupten, als das auf 15.000-18.000 Euro geschätzte, großformatige Ölgemälde aufgerufen wurde, in dem der oberitalienische Meister des 17. Jahrhunderts das „Gastmahl der Kleopatra" festhielt. Die vielfigurige, sehr bewegte und prunkvolle Szene war ihm ein Gebot von 50.000 Euro wert (Kat. 192). Für eine kräftige Preissteigerung sorgte auch das großformatige Gemälde von Paul von Franken mit einer Szenerie in kaukasischer Flusslandschaft (Kat. 392). Bieter aus ganz Europa rangen um das günstig mit einer Taxe von 4.000-6.000 Euro bezifferte Werk, das schließlich deutscher Handel übernahm: Der Hammer ging bei 30.000 Euro nieder.

 

Skulpturen und Kunsthandwerk

Zum Abschluss der Auktion sorgten zwei interessante Globen für lebendige Stimmung im Saal. Dies waren ein jeweils mit Kupferstichen belegter Erd- und ein Himmelsglobus. Die Globen trugen die Ortsbezeichnung „Roma" und die Datierung „1638", ferner die Herstellerbezeichnung „Gio(vanni) Batta del Rossi Milanese in Piazza Navona Roma". Ein niederländischer Kunsthändler übernahm sie zum mehr als fünffachen der unteren Schätzung bei 46.000 Euro ohne Aufgeld (Kat. 653, Taxe 8.000-10.000 Euro)

 

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