Presse-Informationen

München, den 20. November 2006

Vorbericht Dezember-Auktionen 2006

Mit fünf Spezialauktionen, begleitet von einer gleichen Anzahl Katalogen, beschließt Hampel Kunstauktionen in München das Auktionsjahr 2006. Möbel, Gemälde Alter Meister, Russische Kunst aus einer europäischen Privatsammlung sind u.a. die Themen des ersten, die allgemeine Kunstauktion und eine Sammlung Spazierstöcke die des zweiten Auktionstages.

Gemälde Alter Meister

Einen Höhepunkt der Auktionen bilden die Gemälde Alter Meister aus einer deutschen Privatsammlung, die lange Zeit in bedeutenden Museen als Dauerleihgaben zu sehen waren und zum Teil 1993 von Ekkehard Mai im Katalog „Das Kabinett des Sammlers" veröffentlicht wurden. Gemälde berühmter Vertreter der niederländischen, flämischen und französischen Malerei des Barock konnten aus dieser Kollektion für die Auktion gewonnen werden und versprechen einen glänzenden Ausgang des Auktionsjahres bei Hampel Kunstauktionen. Zu der Offerte gehören Gemälde von Godfried Schalcken, Philips Wouwerman, Isaac van Ostade, Jan Brueghel d.J., Jacob Isaacsz. Swanenburgh und Francois-Hubert Drouais.  
Von Godfried Schalcken gibt es eine „Kunstbetrachtung bei Kerzenlicht" in Öl auf Leinwand mit einer ausschnitthaft beleuchteten, intimen Szene, die ein junges Paar beim Betrachten einer knienden Venusstatuette zeigt (160.000 Euro). Von Isaac van Ostade stammt das „Bauerninterieur mit spielenden Kindern" in Öl auf Holz, dass zu einer Serie von Interieurdarstellungen gehört, die der Maler zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn im Jahr 1641 geschaffen hat. Die Provenienzkette des Gemäldes ist beachtlich, außerdem hatte es als Leihgabe lange seinen festen Platz in der Gemäldegalerie Alter Meister der Staatlichen Museen in Kassel (150.000 Euro). Ebenfalls in den Staatlichen Museen in Kassel war „Die Versuchung des Heiligen Antonius" in Öl auf Holz des Leidener Malers Jacob Isaacsz. Swanenburgh beheimatet, die für ein Gebot von 40.000 Euro den Besitzer wechseln soll. Aus der Privatsammlung stammt außerdem das feine, auf 1768 datierte Porträt des siebenjährigen Marquis de Briges von Francois-Hubert Drouais, das mit einem Schätzpreis von 50.000 Euro ausgewiesen ist (Öl/Lwd.).  
Aus gleicher Privatsammlung wurden Hampel Kunstauktionen weitere Gemälde anvertraut. Zu diesen gehören eine figurenreiche Szene mit einer höfischen Gesellschaft zu Pferd vor einem barocken Palais mit bewegter Himmelskulisse von Philips Wouwerman. Das Gemälde mit dem Titel „Aufbruch zur Falkenjagd" ist im Werkzeichnis von Birgit Schumacher nachgewiesen und abgebildet (180.000 Euro). „Der Blumenkorb und Tazza" von Jan Brueghel d.J. mit einer Expertise von Dr. Klaus Ertz soll ein Gebot von 200.000 Euro entlocken.  
Mit dieser Offerte verspricht die Partie der Alten Meister zu einem besonders lebhaften und erfolgreichen Auktionsabschnitt innerhalb der Versteigerungen im Dezember zu werden.   

Spezialauktion Russische Kunst

Zu den weiteren Höhepunkten am 8. Dezember zählt die Spezialauktion mit russischer Kunst, deren wertvollste Lose aus der russischen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts stammen. 80 der bedeutendsten Stücke kamen geschlossen aus einer europäischen Sammlung ins Haus und wurden nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung in die Auktion genommen. Die gebotene Dichte qualitätvoller und derzeit vom Markt sehr gefragter Gemälde verspricht schon im Vorfeld große Nachfrage, vor allem auch auf Seiten der großzügigen und international engagierten russischen Kundschaft.  
Zwei der Glanzstücke gingen aus dem Atelier von Nathaljia Gontscharova hervor. Gontscharova hatte schon früh Kontakte zur Pariser Kunstszene und entwickelte in Kenntnis der internationalen Avantgarde-Malerei ihren eigenen, in der Farbigkeit expressiven, in der Formgebung kubistischen Stil. Ab 1915 ließ sie sich ganz in der Seine-Metropole nieder, wo sie 1962 verstarb. Ihr „Porträt einer Frau" in einem Café ist in dem für die Künstlerin typischen, expressionistischen Farbkanon gehalten, zeigt im Sujet aber genauso die Wurzeln ihrer Malerei in der Pariser Kunst nach der Jahrhundertwende (Öl/Lwd., signiert, 310.000 Euro). Auf eine Schätzung von 210.000 Euro beläuft sich Nathaljia Gontscharovas´ Interieur mit einem Pärchen an einem Caféhaustisch, das nicht ohne die Kenntnis der Malerei der Fauves entstand („At the table", Öl/Lwd.)
Russische Avantgarde des 20. Jahrhunderts repräsentieren auch Ilja Iwanowitsch Maschkow und M. Lagionov mit Arbeiten, deren Wert im mehrfachen sechsstelligen Bereich liegt. Von Maschkow steht ein kubistisch aufgefasster Frauenakt zu Gebot (Öl/Lwd., 310.000 Euro), von Lagionov im Zeichen der Vorliebe der russischen Avantgardisten für rurale Motive, die malerische Umsetzung eines Truthahns (Öl/Lwd., 210.000 Euro). Weitere herausragende Lose dieser Partie stammen von Natan Isaevich Altman (125.000 Euro), Vladimir Vassilievich Lebedv (83.000 Euro), Abram E. Arkhipov (73.000 Euro), Boris Izrailevich Anisfeld (63.000 Euro), Egorovich Makovskij (65.000 Euro), Sergej Konstantinowitsch Sarjanko (125.000 Euro), David Shterenberg (125.000 Euro) und Valentin Alexandrovich Serov (63.000 Euro).  Am Samstag, den 9. Dezember 2006, wartet eine Spezialauktion „Spazierstöcke" auf ihr Publikum. Die vom 18. bis zum 20. Jahrhundert gefertigten Stöcke stammen aus süddeutscher Privathand und wurden in 40 Jahren passionierter Sammelleidenschaft zusammengetragen. Materialien wie Elfenbein, Cloisonnée, Silber und Gold, Glas und Porzellan, Malachit und Halbedelsteine wurden für ihre Ausgestaltung kunstvoll eingesetzt (100-1.200 Euro). 

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