Presse-Informationen

München, den 16. Juni 2020

Vorbericht zu der Versteigerung am 2. und 3. Juli 2020

Mit bemerkenswerter Ware kann das Münchner Auktionshaus Hampel seine kommende Juni-/ Juli-Auktion ankündigen. Etwa 1300 Lots werden in sechs Katalogen präsentiert und kommen am 2. und 3. Juli unter den Hammer. Ein besonderer Fokus der Auktion liegt neben dem Angebot exzellenter Altmeistergemälde auf der Versteigerung einer Sammlung Moderne mit Werken des Blauen Reiters und zahlreichen Arbeiten von Gabriele Münter sowie weiteren bedeutenden Künstlern dieser Zeit.

Katalog 1 beinhaltet zahlreiche Lots aus den Fachbereichen Möbel & Einrichtung, Uhren, Skulpturen & Kunsthandwerk sowie Gemälde des 19. Jahrhunderts. Darunter befinden sich der 38 cm hohe Kopf eines Kindes in weißem Marmor aus dem Römischen Reich, 1. Jahrhundert n. Chr. (Taxe: € 15.000 - € 20.000) sowie eine in Sandstein gearbeitete Maria mit dem Kind, die wohl im französischen Troyes um 1350 – 1400 entstanden ist (Taxe: € 35.000 - € 45.000). Daneben hat die Kunsthandwerkssparte eine aufwändige Renaissance-Schatulle mit Portraittondo der Heiligen Adelheid von Burgund, wohl in Frankreich oder Deutschland im 16. Jahrhundert gefertigt, (Taxe: € 20.000 - € 30.000) und einen imposanten, 240 cm hohen Narwalzahn des 19. Jahrhunderts (Schätzpreis: € 15.000 - € 20.000) zu bieten.

Bei einem besonders erwähnenswerten Möbelstück handelt es sich um ein reich verziertes William III-Lackkabinett auf vergoldetem Stand mit Monogramm und Provenienzvermerk „Ascott Lodge“, das den Einfluss des großen Designers Daniel Marot erkennen lässt (€ 70.000 - € 90.000). Nicht minder schön ist ein Guéridon, der eine mit großem Spiegeltondo aus Sèvres-Porzellan belegte Deckplatte trägt und für € 18.000 - € 24.000 angeboten wird. Weiterhin kommen eine „Chevalier“ signierte, französische Lackkommode mit Vernis Martin (€ 40.000 - € 60.000), eine fein intarsierte, dreischübige Straßburger Kommode mit allseitiger Würfelintarsienmarketerie der Zeit um 1760 (€ 12.000 - € 15.000) sowie ein französisches Bureau Mazarin mit Eichenholzkorpus und reichem Boulle-Beschlag auf hinterlegtem Schildpatt für € 38.000 - € 42.000 zum Aufruf.

Von den Gemälden des 19. Jahrhunderts soll exemplarisch die in Öl auf Leinwand gemalte Ansicht Venedigs mit Blick vom Canal Grande auf die Rialtobrücke von der Hand des venezianischen Vedutenmalers Vincenzo Chilone, der eine Bestätigung von Prof. Magani beiliegt, genannt werden (Taxe: € 80.000 - € 100.000).  

In Katalog 2 ist ein umfangreiches Angebot an moderner Kunst aus einer Sammlungsauflösung zu finden. Zum Verkauf stehen zahlreiche Arbeiten von Gabriele Münter, darunter das signierte „Stillleben mit schwarzer Schale, um 1911“ in Öl auf Leinwand (€ 140.000 - € 160.000), das zahlreich in der Literatur publizierte und auf Ausstellungen präsentierte „Grüne Häuschen, 1912“ in Öl auf Karton (€ 180.000 - € 220.000), „Lampe mit Kerze grün, 1910“ in Öl auf Karton mit Signatur und Datierung (€ 150.000 - € 200.000) sowie das signierte Gemälde „See am Abend, 1914“ in Öl auf Karton (€ 250.000 - € 300.000).

Von Wassily Kandinsky kann die „Vasilevskoe, 1903“ betitelte, signierte und im Werkverzeichnis aufgeführte Arbeit in Öl auf Karton für € 280.000 - € 400.000 ersteigert werden. Alexej von Jawlenskys signiertes „Mädchen mit blauen Augen und dunklem Mund, um 1916“ in Öl und Bleistift auf Papier wurde auf € 250.000 - € 350.000 taxiert.

Arbeiten großer französischer Künstler werden wie folgt versteigert: Edgar Degas‘ „Fillette portant des fleurs dans son tablier“ in Öl auf Leinwand (Taxe: € 420.000 - € 500.000), Georges Braques signiertes Gemälde „Fruits, cruche et pipe“ in Öl auf Holz mit zahlreicher Erwähnung in der Literatur (€ 140.000 - € 180.000), Bernard Buffets „Soleils“ in Öl auf Leinwand mit Signatur und Datierung (€ 120.000 - € 150.000), Pierre-Auguste Renoirs im Werkverzeichnis befindliches „Portrait de femme, um 1905“ in Öl auf Leinwand (€ 350.000 - € 450.000).

Von der Hand Pablo Picassos kommen einige für sein Schaffen typische, große Keramikplatten mit unterschiedlichen Darstellungen für € 12.000 - € 18.000 zum Aufruf.

Darüber hinaus warten einige äußerst schöne moderne Bronzeplastiken auf neue Eigentümer: Neben Georg Kolbes „Kleiner Sitzender“ aus dem Jahr 1923 (Taxe: € 20.000 - € 30.000) befinden sich auch Ernst Barlachs „Das Wiedersehen (Thomas und Christus)“ (Taxe: € 50.000 – € 60.000) sowie Aristide Maillols Bronzen „Femme à l’écharpe“ von 1919/20 und „La pensée“ aus dem Jahr 1930 (Taxe: jeweils € 100.000 - € 150.000) in der Offerte.

Die Kataloge III und IV sind reich bestückt mit über 350 Altmeistergemälden, wovon nachfolgend die herausragenden Lots genannt werden sollen: bedeutende Arbeiten der italienischen Malerei werden repräsentiert durch Jacopo del Sellaios (auch genannt Jacopo di Arcangelo‘) „Maria mit dem Kind, dem Erzengel Gabriel und dem Täuferknaben“ in Tempera auf Holz mit beiliegender Expertise von Prof. Andrea De Marchi aus dem Jahr 2017 (Schätzpreis: € 180.000 - € 250.000) und Antonio Joli de Dipis „Palacio Real de Aranjuez mit Parkanlage“ in Öl auf Leinwand (Taxe: € 120.000 - € 200.000).

Signierte Ölgemälde von der Hand namhafter französischer Künstler finden sich mit dem „Kampf zwischen einem Barbet und einem Rohrdommel“ von Jean-Baptiste Oudry (Taxe: € 60.000 - € 80.000) und Charles François Lacroix de Marseilles „Zwei mediterranen Ansichten im Abendlicht mit Schiffen, Personen und Architekturstaffage“ (€ 175.000 - € 250.000) in der Offerte.

Auch zahlreiche Werke der flämischen Malerei stehen zum Verkauf, darunter Frans Snyders „Früchtestillleben mit erlegten Vögeln“ in Öl auf Holz (€ 35.000 - € 45.000), das Gemälde „Maria mit dem Kinde inmitten eines Blütenkranzes“ in Öl auf Holz von Jan Brueghel d.J. und der Werkstatt  Peter Paul Rubens mit begleitender Expertise von Dr. Klaus Ertz (Taxe: € 80.000 - € 120.000) sowie „Die Anbetung Christi“ von der Hand eines flämischen Meisters des ausgehenden 15. Jahrhunderts (€ 60.000 - € 80.000).

Der darauffolgende Katalog V enthält eine Sammlung Golddosen und Miniaturen sowie russische Kunst. Hier stechen eine Genfer Dose in Goldgelb mit transluzidem und opakem Email der Zeit um 1790 (Taxe: € 17.000 - € 25.000) und eine mit Meistermarke von Charles Collins & Son versehene Hanauer Dose des beginnenden 19. Jahrhunderts in Gold à deux couleurs mit Emailfeld (Taxe: € 24.000 - € 28.000) hervor.

Im letzten Katalog werden neben Bronzen, afrikanischer Kunst und islamischer Keramik auch dekorative Varia-Objekte offeriert. Eine aus Nigeria stammende, in Holz geschnitzte Idoma-Helmmaske des 20. Jahrhunderts kann für € 7.000 - € 10.000 erworben werden. Weiterhin kommen eine in der Literatur aufgeführte, aus Gabun stammende Okuyi-Maske (Taxe: € 15.000 - € 25.000) sowie eine weiße Punu-Maske der Zeit vor 1920 aus Holz mit umfangreicher Provenienz- und Literaturangabe (Taxe: € 30.000 - € 50.000) zum Aufruf.

Unter den dekorativen Einrichtungsgegenstände findet sich ein imposanter Deckenlüster mit Kristallbehang, der der Berliner Firma Werner & Mieth um 1810 zugeschrieben werden kann (Taxe: € 30.000 - € 35.000), ein in Italien oder Frankreich im 19. Jahrhundert gefertigter Porzellanlüster mit zentral in einem Korblüster sitzender Papageienfigur (Taxe: € 4.000 - € 5.000) und ein großer silberner Tafelaufsatz mit Meistermarke „Lale“ wohl aus Spanien, 19. Jahrhundert (€ 5.000 - € 6.000). Als schmückende Garten- oder Parkelemente eigenen sich ein 270 cm hoher, in Pietra di Vicenza gearbeiteter Herkules Farnese, der dem Original im Nationalen Antikenmuseum in Neapel nachempfunden ist (Taxe: € 22.000 - € 25.000) sowie eine Sammlung von sechs Marmorsäulen von jeweils 250 cm Höhe (€ 14.000 - € 18.000).

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