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Old Master Paintings - Part I
Thursday, 23 September 2021

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Giovanni Paolo Panini und Werkstatt, 1691 Piacenza – 1765 Rom

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Giovanni Paolo Panini und Werkstatt,
1691 Piacenza – 1765 Rom

Gemäldepaar
ANTIKE TEMPELSĂ„ULEN MIT FIGURENSTAFFAGEĂ–l auf Leinwand. Doubliert.
Je 90 x 45 cm.
Eines der beiden Gemälde rechts unten monogrammiert „I.P.P.“.

Catalogue price€ 40.000 - 60.000 Catalogue price € 40.000 - 60.000  $ 48,000 - 72,000
ÂŁ 36,000 - 54,000
元 302,400 - 453,600
₽ 3,406,800 - 5,110,200

 

Beigegeben in Kopie ein Gutachten von Prof. Giancarlo Sestieri, Rom, 1. Juli 2021, mit zahlreichen Vergleichsbeispielen und dem Verweis auf die Autorschaft der gesamten Bilderfindung von Panini und die ausfĂĽhrende Mitwirkung seiner Werkstatt.

Die beiden als Gegenstücke gemalten, betont hochformatigen Bilder präsentieren sich als typische Grand Tour-Rom-Erinnerungen für das entsprechende Sammlerklientel aus der adeligen oder großbürgerlichen Gesellschaft. Auch Panini und seine Werkstatt hatten für diese Anliegen und Interessen gearbeitet.
Im Nebeneinander der beiden Gemälde stehen die Tempelsäulen jeweils links bzw. rechts im Bild. Der Freiraum zeigt weiter hinten befindliche Bauten, über denen der Wolkenhimmel Raum finden kann. In der links zu positionierenden Ansicht ein Triumphbogen, zwischen den Säulen die Cestius-Pyramide. Im Gegenstück ist links der Säulen ein ruinöser Rundtempel gezeigt. Die Versatzstücke beziehen sich überwiegend auf die Ruinen des Forums in Rom, vor allem die Säulen des Jupitertempels, aber auch auf weiter entfernt liegenden Bauten.
Bereichert werden die Darstellungen jeweils mit Staffagefiguren. Dabei fällt auf, dass es sich um interessierte Gruppen handelt, die sich mit den antiken Artefakten dozierend oder belehrend beschäftigen, was auch dem Erinnerungsinteresse der Grand Tour entsprach. So ist im linken Bild eine weiß gekleidete Predigerfigur vor Zuhörern zu sehen, was auf die frühchristliche Ära verweisen soll. Dagegen stehen im rechten Bild drei Männer im Turban vor einem antiken Relief. Wohl als dezenter Hinweis auf das Interesse auch fremdländischer Besucher Roms, die nun mit der Bilderkultur des Westens konfrontiert werden.
Die Einzelmotive der beiden Gemälde finden sich im Werk Paninis mehrfach. Auch die Komposition mit niedrigeren neben höherziehenden Gebäuden, um Ausblicke zu schaffen, ist ein typisches Merkmal der Bilder Paninis und seiner Werkstatt. Von besonderem Reiz sind hier allerdings zudem die Darstellungen durch zwei extrem hochformatige Pendants, was im Oeuvre Paninis nur selten vorkommt. A. R.

Literatur:
In der Expertise zitiert: Ferdinando Arisi, Gian Paolo Panini e i fasti della Roma del '700, Rom 1986. (1280373) (2) (11)


Giovanni Paolo Panini and workshop,
1691 Piacenza – 1765 Rome
A pair of paintings
ANTIQUE TEMPLE COLUMNS WITH FIGURAL STAFFAGE
Oil on canvas. Relined.
90 x 45 cm each.

One painting monogrammed lower right “I.P.P.”.

Accompanied by a copy of an expert´s report by Professor Giancarlo Sestieri, Rome, dated 1 July 2021.

Literature:
Cited in expert´s report: F. Arisi, Gian Paolo Panini e i fasti della Roma del'700, Rome, 1986.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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