Thursday, 30 March 2017

Auction 16th - 18th century paintings

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Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen
Detailabbildung: Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen
Detailabbildung: Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen
Detailabbildung: Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen
Detailabbildung: Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen

225
Kleiner Klappaltar-Triptychon mit Darstellung des Pfingstwunders und der Heiligen Luitgard von Wittchen

Öl auf Holz.
Höhe: 57 cm.
Breite: 41 cm.
In ausgeklapptem Zustand: 82 cm.

Catalogue price € 50.000 - 70.000 Catalogue price€ 50.000 - 70.000  $ 56,999 - 79,800
£ 44,500 - 62,300
元 390,500 - 546,700
₽ 3,580,500 - 5,012,700

 

Das auf Holztafeln gemalte Triptychon zeigt sich im geschlossenen Zustand hochrechteckig mit eingezogenem Dreiecksgiebel. Die Außenseiten der Türen, nahezu in Grisaille gemalt, zeigen illusionistische von links beleuchtete Nischen. Denkmalhaft links auf einem Sockel die Gestalt des Heiligen Franziskus mit Kreuz, rechts die Heilige Luitgard von Wittichen (1291-1348). Die Klostergründerin mit Äbtissinstab und Monstranz. Lediglich Gesichter, Füße und Hände sind in Inkarnat gemalt. Im geöffneten Zustand ist die Mitteltafel thematisch dem Pfingstwunder gewidmet: Maria auf einem Renaissance-Marmorthron mit bekrönender Muschel sitzend, die Hände gefaltet. Seitlich die zwölf Apostel, die vorderen in kniender Haltung, sämtlich nach oben blickend - hin zu der Taube des Heiligen Geistes von der aus Flammenstrahlen über die gesammte Figurengruppe niedergehen. Die Thronlehne mit goldenen Dekorationsaufsätzen bekrönt, im Hintergrund gemalte Marmorinkrustation eines Raumes. Am Unterrand ein nahezu rosa-beige farbener ausgerollter Rotulus, der wohl ehemals eine Aufschrift trug. Die Innenseite des linken Flügels zeigt den Heiligen Michael in Rüstung stehend in eleganter Haltung. Er hält die Kreuzlanze sowie Waage in der linken Hand, in deren Schale sich zwei sterbliche Seelen in Gestalt kleiner Menschen befinden. Im Hintergrund Landschaft mit Ausblick zu einem See. Die rechte Tafel zeigt die Heilige Magdalena mit Salbgefäß, ebenfalls vor Landschaft sowie rechts am Bildrand anschließende perspektivisch nach hinten sich verjüngende Palastarchitektur, die dem Gegenflügel entspricht. Die Mitteltafel von schmalem Kehlenrähmchen eingefasst. Die kunsttypografische Zuordnung des Altares geschieht einzig durch die Identifizierung der rechten Außenfigur als Klostergründerin Luitgard von Wittichen, die 1324 einen Franziskanerinnenorden gründete. Dies erklärt auch die Darstellung des Heiligen Franziskus auf der Gegenseite. Die Malerei hat deutliche italienische Einflüsse, wie dies für die Entstehungszeit um 1520/30 auch nicht unüblich ist. Rest. (1091882) (11)


Small folding triptych with the depiction of The Miracle of Pentecost and Saint Luitgard of Wittichen
Oil on panel.
Height: 57 cm.
Width: 41 cm.
Triptych opened: 82 cm.

When closed, this triptych comprises portrait format panels surmounted by a triangular pediment. The outside of the doors is painted almost in grisaille and shows illusionistic niches illuminated from the left. Painted in a statuesque manner the left niche shows Saint Francis with the Cross, while Saint Luitgard of Wittichen (1291 – 1348) is depicted on the right. When opened the central panel shows The Miracle of Pentecost. The inside of the left wing shows Saint Michael in armour while Saint Mary Magdalene with an ointment jar is show on the right. A stylistic and topographical attribution of this altar can only be based on the depiction of the outside figure on the right: Luitgard von Wittichen founded a Franciscan monastery in 1324 in the Black Forest in Germany, which also explains the depiction of Saint Francis on the opposite side. The painting shows strong Italian influences, which is plausible for a creation period of ca. 1520/30. Restored.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.