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Gemälde Alte Meister
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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William James, tätig 1730 – 1780, zug.

207
William James,
tätig 1730 – 1780, zug.

DIE MOLE MIT DEM DOGENPALAST AM BECKEN VON SAN MARCO UND DEM BUCENTAUR Prunkschiff, UM 1760Öl auf Leinwand.
56 x 91 cm.

Katalogpreis€ 90.000 - 120.000 Katalogpreis € 90.000 - 120.000  $ 89,100 - 118,800
£ 81,000 - 108,000
元 631,800 - 842,400
₽ 5,463,000 - 7,284,000

 

Gut ausgewogene Komposition mit niedrigem Horizont, sodass auch der hinter dem Dogenpalast aufstrebende Campanile noch genug Raum zum oberen Bildrand hat. Im Vordergrund mehrere Gondeln und das Staatsschiff des Dogen, der Bucentaur. William James war zwischen 1746 und 1771 als Vedutist tätig; die einzigen Informationen über seine künstlerische Persönlichkeit finden sich in Edward Edwards‘ Anecdotes of Painters von 1808, in dem James als „Schüler“ oder Mitarbeiter von Canaletto während dessen Aufenthalt in England zwischen 1746 und 1755 erwähnt wird. Sein künstlerischer Werdegang wurde teilweise durch eine Reihe von Londoner Ansichten rekonstruiert, die sich im Besitz des Ashmolean Museums in Oxford und der British Royal Collections befinden. Im Text des oben genannten Edwards findet sich jedoch die einzige Erwähnung seiner Malerei venezianischer Sujets, die der Biograf selbst als stark mit Canaletto verwandt ansieht. Die Zuschreibung einiger Ansichten, die auf den internationalen Markt gelangten, an William James und vor allem das Vorhandensein einiger Leinwände, auf denen sein Name vollständig auf einer an den Originalrahmen angebrachten Plakette steht, lassen auf eine reiche Produktion von Stadtpanoramen schließen, die im Allgemeinen dem malerischen Repertoire von Antonio Canal entnommen sind, Werke, die es dem englischen Maler ermöglichten, zu den "vedutisti di Venezia" (Vedutenmalern von Venedig) gezählt zu werden, obwohl seine biografische Abfolge keinen Hinweis auf einen möglichen Aufenthalt in der Lagunenstadt gibt.
James war einer der bekanntesten Schüler Canalettos, der den Geschmack der venezianischen Stätten indirekt aufnahm, indem er die Werke betrachtete, die der Meister mit nach England gebracht hatte, und indem er an seiner Seite arbeitete, als er die große Nachfrage seiner Auftraggeber nach Ansichten der von ihnen so geliebten Lagunenstadt befriedigte. Werke seiner Hand kamen ins Victoria und Albert Museum, in den Kensington-Palast sowie ins Ashmolean Museum in Oxford.
Biografische Angaben über den Künstler sind weitgehend unbekannt, er war jedoch zwischen etwa 1755 und 1775 in London tätig. Wie in Edward Edwards’ „Anedoctes of Painters“, das 1808 posthum veröffentlicht wurde, bestätigt wird, war William James ein Assistent oder Schüler von Giovanni Antonio Canal (1697-1768), genannt Canaletto, während des langen Aufenthalts des venezianischen Malers in London, der – abgesehen von einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1751 – zehn Jahre lang von 1746 bis 1756 dauerte. William James war im London des 18. Jahrhunderts ein hochgeschätzter Künstler: Einige seiner Londoner Ansichten wurden zwischen 1767 und 1771 auf der jährlichen Ausstellung der Society of Artists ausgestellt: In der Ausstellung von 1767 wurden zwei Gemälde präsentiert, die das westliche Ende der Westminster Bridge darstellten. (†)

Anmerkung:
Überreste des letzten im Dienst befindlichen Burcentaur, der jedoch erst 1728 gebaut wurde, befinden sich im Arsenale in Venedig und maß einst – um eine Größenvorstellung zu geben – 43,8 × 7,3 × 8,4 m. (13414514) (13)



William James,
active 1730 – 1780, attributed

PIER WITH DOGE'S PALACE AT THE SAN MARCO BASIN AND BUCENTAUR, the magnificent ship, CA. 1760
Oil on canvas.
56 x 91 cm.

Well-balanced composition with a low horizon, so that the campanile rising behind the Doge’s Palace still has enough space to the upper edge of the painting. There are several gondolas and the doge’s ship of state, the Bucentaur in the foreground. William James was active as a veduta painter between 1746 and 1771; the only information about him as an artist is found in Edward Edwards’ Anecdotes of Painters of 1808, which mentions James as a “student” or collaborator with Canaletto during his stay in England between 1746 and 1755. His artistic career has been partially reconstructed through a series of London vedutas held by the Ashmolean Museum, Oxford, and the British Royal Collections. Edwards’ text, however, is the only one that mentions his painting of Venetian subjects, which the biographer himself regards as closely related to Canaletto. The attribution to William James of some vedutas that reached the international market and, above all, the presence of some canvases on which his name is written in full on a plaque affixed to the original frames, suggest an ample production of urban panoramas, generally taken from Antonio Canal’s image repertoire. His works enabled the English painter to be counted among the “vedutisti di Venezia” (Venetian veduta painters), although his biography gives no indication of a possible stay in the lagoon city. James was one of Canaletto’s most famous students, absorbing the ambience of the Venetian sites indirectly by studying the works the master had brought to England and by working alongside him when he met the great demand from his patrons for vedutas of the lagoon city they loved so much. (†)

Notes:
Remains of the last Bucentaur in service, which was not built until 1728, are held at the Arsenale in Venice and to give an idea of proportions it once measured 43.8 × 7.3 × 8.4 m.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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