Samstag, 8. Dezember 2007

Auktion Uhren

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Hochbedeutende waagrechte Tischuhr mit Stundenrepetition und Wecker von dem Meister Johan Simon Betzmayr, in originalem Lederetui und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Danzig, ca. 1750
Detailabbildung: Hochbedeutende waagrechte Tischuhr mit Stundenrepetition und Wecker von dem Meister Johan Simon Betzmayr, in originalem Lederetui und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Danzig, ca. 1750
Detailabbildung: Hochbedeutende waagrechte Tischuhr mit Stundenrepetition und Wecker von dem Meister Johan Simon Betzmayr, in originalem Lederetui und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Danzig, ca. 1750
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Detailabbildung: Hochbedeutende waagrechte Tischuhr mit Stundenrepetition und Wecker von dem Meister Johan Simon Betzmayr, in originalem Lederetui und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Danzig, ca. 1750

1904
Hochbedeutende waagrechte Tischuhr mit Stundenrepetition und Wecker von dem Meister Johan Simon Betzmayr, in originalem Lederetui und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Danzig, ca. 1750

Katalogpreis € 220.000 - 260.000 Katalogpreis€ 220.000 - 260.000  $ 246,400 - 291,200
£ 198,000 - 234,000
元 1,751,200 - 2,069,600
₽ 17,516,400 - 20,701,200

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DAS UHRENGEHÄUSE
Feuervergoldete, sechseckige, waagerechte Tisch­uhr auf drei schneckenförmigen Füßen stehend, die durch einen konkaven Schwung nach oben in Rollungen auslaufen. Zwischen den Füßen drei runde, sich nach unten verjüngende Zierelemente hängend. Der untere Gehäuse­fuß passig gebogt und profiliert von konkav auf konvex übergehend. Ähnlich ge­arbeitet der obere überstehende Gehäuseabschluß. Die Wandung des Gehäuses mit sechs Sichtfenstern zum Werk. Die barocken Einfas­sungen mit gebläuten Schrauben gehalten. Zwischen den Sicht­fenstern auf den sechs Kanten aufgelegte VertikalMaskarone, eben­falls durch je zwei gebläute Schrauben gehalten. Auf einer der sechs Seiten des Gehäuses ein massives Scharnier für den aufklappbaren Boden. Am Boden ein Bügel zur Halterung der Silber­gußglocke.

DAS ZIFFERBLATT
In Silber gearbeitetes Champlevé-Zifferblatt mit römischen Ziffern für die Stunden und arabischen Ziffern für die Minuten auf Repoussé Fond. Zwischen den römischen Ziffern in Rotgoldrosetten rote Granat­steine eingebettet. Die Wecker-Einstellscheibe mit arabischen Ziffern von 1-12. Bei der „9“ der Repetitionsknopf. Die Zeiger aus Rotgold in ihrer symmetrischen und asymmetrischen Aus­arbeitung mit roten Granat­steinen unter­schied­licher Größe und Schliffform eingesetzt. Das Zifferblatt ist an sechs Seiten mit Einrahmungen von Blüten- und Blatt­motiven erhaben aus Silber heraus­gearbeitet.

DAS REISE-ETUI
Als Reisetischuhr ist für die Uhr ein Schutz­etui aus marokin­rotem Leder, der Form der Uhr entsprechend, gearbeitet worden, das auf allen sechs rechteckigen Feldern Gold­prägedekor mit Bordüren und Blütendekor auf­weist. Der Deckel weist sechs abge­win­kelte, sich nach oben verjüngen­de Felder mit Goldpräge­dekor auf. Die Oberseite des Etuideckels ist versehen mit einem Vergrößerungsglas in einem runden, gravierten Rah­men. In diesem Rahmen sind die Stege einge­las­sen, die dem asymmetrisch gearbeiteten Rokoko-Henkel Halt bieten. Als Abschluß des Henkels nach oben eine Rocaille.
Die vordere Seite des Etuis ist mit einem großen Schlüs­sel­­schild versehen. Darin das kleine Schlüs­sel­­loch für den origi­na­len, kleinen Schlüssel. Auf der gegen­über­­liegen­den Seite ein charakteristisches, barockes, mehrfach gebogtes Scharnier.
Das Etui ist im Inneren mit feinstem, rot eingefärb­tem, originalem Hirsch­leder ver­sehen, das die 250 Jahre alten Spuren der drei schnecken­förm­igen Füße er­kennen lässt.

DAS UHRWERK
Teilweise feuervergoldetes Gehwerk mit Schnecke und Kette, teilweise feuervergoldete Feder­­haus­vorspannung mit Sperrrad und Sperr­kegel. Das Schlag­­werkfeder­haus ist eingeschraubt mit Schachbrett­gravur, ebenso das Weckerfeder­haus. Das Stundenrechen­schlag­werk mit Vorlauf und Repetitionsknopf.

Das Räderwerk des Schlag­­­werks mit Endtrieb, um den Geschwindigkeits­ablauf einzustellen. Schlag­werk­hammer aus feuerver­golde­ter Bronze mit gravier­tem Maskaron. Unruhkloben mit Akanthusblatt­ornamen­ten. Regulier­platte von 1-6 aus Messing. Die Abdeckplatte mit glei­chen Orna­menten wie am Unruhkloben mit Maskaron. Ein­gravierter Einstellzeiger. Der Unruhreif aus Messing mit einer mehrwindigen Spirale. Als Deck­lager im Zentrum ein Sackloch. Der Weckerhammer aus Stahl, hochglanz­poliert mit Spiral­hem­mung. Die Rückplatine signiert mit „Jo: Simon Betzmaÿr Dantzig“.

DER ZUSTAND
„Herzlichen Dank für die Möglichkeit, Ihr Schatzhaus und die fabelhafte Tischuhr sehen zu dürfen. Vor 30 Jahren hätte ich Sie inständig gebeten, dieses großartige Stück in meinem Buch »Die deutsche Räderuhr« abbilden zu dürfen – Selten, zu selten begegnet man diese mint condition (Laut Langenscheid: „ein Zustand wie neu“).“ Dr. Klaus Maurice
Die Uhr befindet sich in einem her­vor­ragenden Erhaltungs­zustand. Sowohl das brillierende feuervergoldete Gehäuse, die roten Granat­steine, das wie neu erschein­en­de Marokin­leder-­Etui mit dekorativer Goldprägung als auch das Werk der Uhr sind in einem fast un­berührten Zustand. Diese wunderschöne und elegante Uhr scheint sowohl innen wie außen komplett unverändert und original zu sein, was für ein ca. 250-Jahre altes Kunstobjekt von dieser hohen Qualität und Zierlichkeit höchst ungewöhlich ist.

Höhe der Uhr: 9 cm
Durchmesser der Uhr: 11,5 cm

Höhe des Etuis: 11,5 cm
Höhe des Etuis mit aufgestelltem Bügel: 18 cm
Durchmesser des Etuis: 15 cm
Durchmesser des Vergrößerungsglases: 8,4 cm


PROVENIENZ
Seit dem 18. Jahrhundert in hochadeligem Besitz. Im 20. Jahrhundert in der Sammlung Ernest Dreyfus. Seit 1975 im Besitz von Dr. David R. Rockola, Chicago, Illinois / USA.

LITERATUR
Abeler, Jürgen: Meister der Uhrmacherkunst, Wup­pertal 1977, S. 72 und 86: Johan Simon Betzmayr, Danzig. „Sechs­eckige Tischuhr, 18. Jahrhundert im Wroclaw Museum“ (Wroclaw: ehemals Breslau in Schlesien).

Baillie, G.H.: Watchmakers and Clockmakers of the World, Vol.I, London, S. 26: Betzmayr, Johan Simon, Danzig, ca. 1750, „silv. trav. clock“.

Für eine weitere Tischuhr von Simon Betzmayr, Danzig, vgl.: Wiestawa Siedlecka, Polskie Zegary, Warschau 1976, S. 73 und Abbildung 48.(680131)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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