Thursday, 30 March 2017

Auction Sculpture and works of art

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Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares

Lot 125 / Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares

Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares Detailabbildung: Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares

125
Mondsichelmadonna mit dem Kind vom Meister des Kefermarkter Altares

Höhe: 140 cm.
Um 1490/ 1500.

Catalogue price € 80.000 - 120.000

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Die bedeutende museale Schnitzfigur in dreiviertel Lebensgröße geschnitzt, an der Rückseite abgeflacht. Der schlanke Körper in S-bogiger Haltung aufgefasst auf einem mitgeschnitzten Felsensockel mit Fuß über der Mondsichel, zwischen zwei Engelsfiguren stehend. Das Zepter in der vorgestreckten rechten Hand, in der linken Armbeuge das Jesuskind, das mit nach rechts geneigtem Köpfchen den Blick dem Betrachter zuwendet. Gleichzeitig hält es ihm einen Apfel entgegen, das rechte Händchen mit Zeigefinger nach oben gerichtet. Wie der Apfel als Symbol des Sündenfalls, so sind die X-förmig überkreuzten Beinchen in der Entstehungszeit des Kunstwerkes als Symbolik für die Herrschaft Christi verstanden worden. Das Kleid der Maria hoch gegürtet und braun gefasst, darüber zieht sich diagonal verlaufend die breite dekorierte Borte. Das in reichen Schüssel- und Krüppelfalten geschnitzte Manteltuch, das nach unten hin bogig abschließt, kompositorisch der Biegung des Halbmondes entsprechend.

Die langen welligen Haarsträhnen ziehen an der rechten Körperseite über die Schulter bis zur Armbeuge herab, an der linken verlaufen sie zum Rücken. Das Haupt mit betont hoher Stirn, bekrönt durch einen Kronreif mit Zacken gebildet aus Akanthusblättern. Die Augenlider fein und gratig geschnitten, der Mund geschlossen, zwischen leicht geröteten Wangen. Das kleine Kinn leicht betont. Entsprechend fein geschnitzt auch das Gesicht des Kindes, gerahmt von krausen eng anliegenden Locken. Die original Fassung weitgehend erhalten und eingestimmt. Rechte Hand der Maria, Zepter und Krone erg. Nur geringe Verluste der Fassung durch Bestoßungen.
Die Madonnenfigur wurde schon früh in das Werk des mit seinen Lebensdaten unbekannten Meisters des Kefermarkter Altares (tätig in Passau (?)), viertes Viertel 15. Jahrhundert) eingeordnet. Er ist bekannt geworden durch den Altar der Kirche in der Mühlviertler Marktgemeinde Kefermarkt, nähe Freistadt, der zu den bedeutendsten Schnitzaltären der Spätgotik zählt. Vergleichbar mit dem Pacher Altar in Sankt Wolfgang sowie dem Marienaltar von Veit Stoß in Krakau.

Aus der Literatur können zur vorliegenden Figur zum Vergleich herangezogen werden: Die Marienfigur im Altar von Schönbach, Ende 15. Jahrhundert, der Madonnenfigur in Eggendorf/ Oberösterreich Schlosskapelle, Ende 15. Jahrhundert, sowie einer thronenden Madonna um 1480 aus Schloss Eggenberg bei Graz (Kempten, Alpenländische Galerie). Ferner wird in der Literatur, die dort auch abgebildete Madonna mit der „Eggendorfer Maria“ als eng verwandt gesehen mit Vergleichshinweis auf die spielenden „Putten“, der Petruskonsole des Kefermarkter Altares.

Literatur:
Die vorliegende Madonnenfigur ist besprochen und abgebildet in: Lothar Schultes (Hrsg), Der Meister des Kefermarkter Altars, Linz 1993 (Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Folge 1), S. 57, Abbildung 101a.
Zum Meister von Kefermarkt siehe: Rainer Kahsnitz, Die großen Schnitzaltäre. Spätgotik in Süddeutschland, Österreich, Südtirol, München 2005, S. 164-179. (10918136)


Madonna on the Crescent Moon with the Christ Child by the Master of the Kefermarkt Altar
Height: 140 cm.
ca. 1490/ 1500.

This important museum quality carved figure of three-quarter lifesize is hollowed at the back. The original

polychromy is largely preserved and with retouches. The right hand of the Madonna, sceptre and crown are replaced. Minor polychromy losses and blemishes.
This Madonna figure was attributed to the Master of the Kefermarkt Altar early on. His dates of birth and death are unknown but he was active in Passau (?) during the fourth quarter of the 15th century. The artist became known due to his altarpiece for the church of Kefermarkt, a free market town in Austria that is considered one of the most important carved altars of the Late Gothic period. It is comparable to the Pacher

Altarpiece in St Wolfgang in Austria and the St Mary’s altar by Veit Stoss in Krakow. The following works can be used for comparison from research literature: the Madonna of the Altar of Schönbach, end of the 15th century, the Madonna of Eggendorf/ Upper Austria, Palace Chapel, late 15th century and the Enthroned Madonna ca. 1480 at Eggenberg Palace near Graz (Kempten, Alpenländische Galerie). Research also considers the Madonna offered for sale in this lot as closely related to the Madonna of Eggendorf especially when comparing the playing putti with those in the Petrus console of the Kefermarkt altar.

Literature:
The sculpture on offer in this lot is discussed and illustrated in:
L. Schultes (ed.), Der Meister des Kefermarkter Altars, Linz 1993 (Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Folge 1), p. 57, ill. 101a.
Regarding the Master of the Kefermarkt Altar see:
R. Kahsnitz, Die großen Schnitzaltäre. Spätgotik in Süddeutschland, Österreich, Südtirol, Munich 2005, pp. 164-179.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.