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Gemälde 16. - 18. Jahrhundert
Donnerstag, 19. September 2013

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Luca Giordano, 1634 Neapel - 1705 ebenda
Detailabbildung: Luca Giordano, 1634 Neapel - 1705 ebenda
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Detailabbildung: Luca Giordano, 1634 Neapel - 1705 ebenda

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Luca Giordano,
1634 Neapel - 1705 ebenda

Genannt Fa Presto (auf Grund seiner von seinem Vater diktierten Schnelligkeit die Werke zu schaffen). War Schüler von Ribera, wirkte nach seiner väterlichen Lehre in Rom unter Pietro da Cortona, wurde alsbald durch zahllose Aufträge geehrt, um die italienischen Paläste mit Fresken und Ölbildern auszustatten. In flotter, schneller Malweise geübt, war er daher in der Lage, mehr Werke zu schaffen als seine Kollegen. 1690 wurde er nach Spanien berufen, wo er unter Karl II 13 Jahre wirkte und zum Ritter ernannt wurde. In dieser Zeit entstanden seine besten Arbeiten in der Kirche San Lorenzo in Escorial. In seinem alle Themenbereiche tangierenden Werk findet sich auch eine Reihe von Philosophenportraits, in die das vorliegende Bild einzuordnen ist.

Katalogpreis € 50.000 - 60.000 Katalogpreis€ 50.000 - 60.000  $ 55,000 - 66,000
£ 45,000 - 54,000
元 358,500 - 430,200
₽ 4,165,000 - 4,998,000

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GRABLEGUNG CHRISTI

Öl auf Leinwand.
181 x 128 cm.
Rechts unten signiert "Jordanus f".

Die dicht an den Betrachter herangerückte Szene zeigt den Moment, in dem der leblose Körper Christi vor seinem Felsengrab umgebettet wird. Zwei ältere, bärtige Männer - möglicherweise sind Josef von Arimathäa und Nikodemus gemeint - stützen den Körper, der beinahe in Sitzhaltung wiedergegeben ist. Das weiße Leinentuch ist von seinem muskulösen Körper herabgeglitten, allein ein dunkles Lendentuch bedeckt den Leichnam. Das in den Nacken fallende Haupt ist von einem Strahlenkranz umgeben, wodurch sich das Gesicht mit den friedlich-ruhigen Zügen vor dem grossen, dunklen Sarkophag im Hintergrund abhebt. Der biblischen Überlieferung folgend, sind Maria, Maria Magdalena und weitere Frauen zugegen und beobachten, wo sich das Grab befindet. Zu Füßen Christi kniet Maria Magdalena mit tränenüberströmten Gesicht. In tiefer Trauer und Erschütterung hält sie zärtlich die Fesseln Christi in ihren Händen. Ihr langes, blond gelocktes Haar fällt bis zu ihren Schultern, ein feiner Nimbusring leuchtet über ihrem Haupt. Hinter ihr steht Maria, den Körper in schwere Draperien gehüllt. Ihre Gestalt beugt sich leicht nach vorne herunter, dem Leichnam ihres Sohnes entgegen. Ihr im Profil wiedergegebenes Gesicht ist von Trauer und emotionaler Erschöpfung gezeichnet. Zwei weitere Marien sind rechts hinter ihr auf Höhe des steinernen Sarkophags vor den Felsen wiedergegeben. Dem Geschehen wohnen zahlreiche Putti und Cherubimen bei, die die Szene nach oben abschließen und ihre Hände im Gebet gefaltet haben, oder in Richtung des göttlichen Lichts weisen, das aus der oberen rechten Ecke in das Bild fällt. Dieses göttliche Licht wird von den anwesenden Personen nicht wahrgenommen, sie sind vollkommen auf Christi Gestalt konzentriert. Einzig das Gesicht Christi richtet sich den Engeln entgegen, bereits in Andeutung auf seine Auferstehung. In meisterlicher Weise ist das streifende Licht über die Personen im Vordergrund gelegt und vermittelt eine ungeheure Plastizität und Tiefe.

Expertise:
Beiliegend eine Expertise von Mario Malcangi vom 22. August 1994 sowie ein handschriftliches Gutachten von Prof. Sergio Dondi. Malcangi rückt das Werk zeitlich in die Nähe der Entstehung der Kreuzigung und Anbetung der Hirten in der Chiesa Dell'Annunziata, Gaeta, von Luco Giordano - also um 1690/ 92 - eine Zeit größter Produktivität des Künstlers. (940032)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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