Thursday, 7 December 2017

Auction 15th - 18th century paintings

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Jusepe de Ribera, genannt lo Spagnoletto , 1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel

Lot 363 / Jusepe de Ribera, genannt lo Spagnoletto , 1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel

Detailabbildung: Jusepe de Ribera, genannt lo Spagnoletto , 1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel Detailabbildung: Jusepe de Ribera, genannt lo Spagnoletto , 1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel Detailabbildung: Jusepe de Ribera, genannt lo Spagnoletto , 1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel

363
Jusepe de Ribera, genannt "lo Spagnoletto",
1588 Jàtiva/ Valencia – 1651 Neapel

BILDNIS DES GRIECHISCHEN PHILOSOPHEN DEMOKRIT Öl auf Leinwand. Doubliert.
116 x 91 cm.

Catalogue price € 80.000 - 120.000

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Der griechische Philosoph (um 460-371 v.Chr.) verfasste Schriften zur Astronomie, Mathematik, Physik und Logik. Als solchen hatte der Maler ihn auch hier im Dreiviertelbildnis dargestellt, in einfachem braunen Kuttenmantel, nach rechts an einem Tisch, vor einem Globus stehend. Daneben einige alte Folianten, die von der Buchrückseite her gesehen werden. Vor bräunlich dunklem Hintergrund wird das Gesicht mit kurzem grauen struppigen Haar und Bart leuchtend zur Wirkung gebracht, der faszinative Blick gilt dem Betrachter. Die linke Hand auf den Globus gelegt, die rechte hält einen Zirkel. Die Forschung hat das Bildnis dem Philosophen Demokrit zugewiesen, obschon eigentlich traditionell lächelnd wiedergegeben, wird hier seine ernstere Beschäftigung mit den Naturwissenschaften hervorgehoben, was ganz in den Geist der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts gehört. Von Ribera sind bekanntlich mehrere Portraitbildnisse mehrheitlich von älteren Personen bekannt, darunter auch zwei weitere Philosophenbildnisse, eines ebenfalls als Demokrit gedeutet, während weitere bislang namenlos geblieben sind. Das Gemälde – in tadelosem Zustand – kann durch die prominente Bildthematik, aber auch durch die feine Ausführung im Gegensatz zu den vielen kleineren Männerbildnissen zu den Hauptwerken des Künstlers gezählt werden.

Bevor Ribera nach Neapel ging, studierte er bei Francesco Ribalta in Valencia, in Rom setzte er sich mit den Werken Raffaels und der Carraccis auseinander. In Parma und Modena mit denen von Correggio, später stand er stark unter dem Einfluss von Caravaggio. Die Qualität seiner Bilder erhob ihn zum Hofmaler des Herzogs von Osuna, Vizekönig von Neapel, 1644 zum Ritter des Christusordens durch den Papst. 1630 war er bereits Mitglied der Accademia di San Luca in Rom. Neben Caravaggio zählt er zu den bedeutendsten Naturalisten der neapolitanischen Malerei, mit Betonung des Chiaroscuro.

Literatur:
Publiziert in: Vincenco Pacelli, Intorno ad un Democrito di Giuseppe Ribera, mit Stellungnahmen von Christian Mueller, Kunstmuseum Solothurn, Luciano Pedicini, Nicola Spinosa u.a., Gianluca Forgione (Hrsg.), Edition Paparo, 2011 mit ganzseitigem farbigen Titelbild des vorliegenden Gemäldes. (1130972) (5) (11)

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