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Thursday, 19 September 2013

Auction 16th - 18th Century Paintings

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 Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz
Detailabbildung:  Il Bronzino , Agnolo di Cosimo Tori, 1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz

561
"Il Bronzino", Agnolo di Cosimo Tori,
1503 Moticelli/ Florenz – 1572 Florenz

DIE VERKÜNDIGUNG Öl auf Holz.
120 x 130 cm.

Catalogue price € 1.000.000 - 1.500.000 Catalogue price€ 1.000.000 - 1.500.000  $ 1,110,000 - 1,665,000
£ 840,000 - 1,260,000
元 7,810,000 - 11,715,000
₽ 70,690,000 - 106,035,000

 

In manieristischer, jedoch heller Farbigkeit vorgeführtes Thema der Verkündigung, auf nahezu quadratischem Bildträger. Themengemäß ist der Bildaufbau in zwei kompositionelle Elemente gegliedert: Rechts steht die jugendliche Maria an einem Pult, der Körper nach rechts gewandt, mit dem Oberkörper und Kopf wendet sich die Figur nach links dem auf Wolken erscheinenden Engel entgegen, der den linken Bildteil dominiert. Die beiden Figuren bewusst in räumliche Distanz gesetzt. Maria hat ihre linke Hand auf ein Buch gelegt, das auf dem Pultmöbel liegt, ihre rechte Hand mit Finger erhoben. Der Blick der Maria ist gesenkt mit demütig bescheidenem Gesichtsausdruck, nahezu dem Boden entgegengerichtet, wobei der Maler hier bewusst offen lassen will, ob die Engelserscheinung naturalistisch wahrgenommen oder als Vision von der jugendlichen Maria erfahren wird. Das hellbraune, nahezu blonde, mittelgescheitelte Haar mit durchziehenden Bändern zu einem Gebinde geflochten, das über den Kopf zieht. Die gedrehte Körperhaltung, aber auch das aus sich selbst heraus leuchtende, helle Rot des Kleides sind typische Merkmale des manieristischen Stils der Zeit. Mit künstlerischer Raffinesse hat der Maler die hell aufleuchtende Gewandfarbe durch den Umriss des dahinterliegenden Manteltuches noch einmal besonders zur Wirkung gebracht. Der Eleganz der Haltung, entspricht auch die zarte Fußspitze der Madonna mit leicht gespreizten Zehen, eine Haltung die nahezu tänzerisch erscheint. Auch die Engelsfigur links trägt ein orange/ rosafarbenes Manteltuch, das wie in der Malerei des Manierismus üblich, aus sich selbst heraus zu leuchten scheint. Die rechte Hand des Engels zum Gruß-Gestus erhoben, in der linken gesenkten Hand hält er den Lilienstängel. Die hochgestellten Flügel ziehen zur linken oberen Bildecke und leiten in eine diagonale Linienkomposition ein, die über die Engelsfigur, den Körper, das Knie sowie die Wolkenbank zur Mitte rechts unten zieht. Die Distanz der beiden Figuren wird noch einmal durch den großen, halbrunden, von oben hereindringenden Lichtschein betont, der die ansonsten graue Rückwand überstrahlt und aus dem am oberen Bildrand die Taube des Heiligen Geistes erscheint. Die Körperformen, vor allem auch Gesicht, Arme und Hände werden hier noch mit einer erkennbaren Linienführung begrenzt, wie sie aus der Maltradition der florentinischen Renaissance resultiert.

Expertise:
Dem Gemälde ist eine Expertise des namhaften Erkenners und Gutachters Federico Zeri (1921 - 1998) beigegeben, Gründer des nach ihm benannten Bildarchivs. Im Gutachten führt der Experte vor, dass von dem vorliegenden Gemälde eine weitere weniger bedeutende Kopie existiert (43 x 30 cm), die 1991 im Kunsthandel aufgetreten ist. Das Gutachten datiert das Gemälde zwischen 1565 und 1570. Ein weiteres Bildbeispiel mit gleichem Bildthema und Komposition in geringeren Bildmaßen (57 x 43,5) ebenfalls auf Holz, befindet sich in der Galerie der Uffizien in Florenz (Inventarnummer 1547) unter dem Namen Giovanni Bizzelli. Der Uffizien-Katalog erwähnt auch eine äußerst seltene Druckgrafik der flämischen Schule von Hieronymus Cook, die mit folgendem Bild in Verbindung steht.

Literatur:
Vittorio Sgarbi "L´Annunciazione", Museo del Duomo Cagliari, S. 27 - 30, Abb. 76. (940751)


Agnolo di Cosimo Tori,
also known as "Il Bronzino",
1503 Moticelli/ Florence - 1572 Florence
Oil on panel.
120 x 130 cm.

Expert's report:
A report by the expert Federico Zeri (1921 - 1998) is enclosed.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.