Auktion Dezember-Auktion Teil II.

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Hochbedeutendes Hochzeitsgeschenk der Königin Pauline von Württemberg.

1661
Hochbedeutendes Hochzeitsgeschenk der Königin Pauline von Württemberg.

Objekt-Kurzbeschreibung: Beidseitig gearbeiteter und verglaster Tischspiegel mit gerundetem Abschluss aus vergoldeter Bronze. Klassizistische, architektonische Gestaltung. Flankiert wird der Spiegel von den mythologischen Figuren "Flora" und "Zephyr" auf Postamenten. Bekrönt wird der Spiegel von dem Allianzwappen des Herzoglichen und des Königlichen Württembergischen Hauses. Seitlich zwei lagernde Frauengestalten sowie Sphingen auf den auskragenden Stützfüßen. Maße: Höhe gesamt: 100 cm. Breite gesamt: 79 cm. Goldschmied: Kaiserlicher Hoflieferant Martin-Guillaume Biennais, Paris, 1764-1843. Historie: Pauline Therese Luise war das dritte Kind des Herzogs Ludwig von Württemberg (1756-1817) und seiner Gemahlin Henriette, geb. Prinzessin von Nassau-Weilburg (1780-1817).Als Neunzehnjährige heiratete Königin Pauline von Württemberg am 15. April 1820 ihren Vetter, König Wilhelm I. von Württemberg. Wilhelm I. (1781-1864) wählte die Tochter seines verstorbenen Onkels zur dritten Gemahlin, nachdem seine zweite Frau, Großfürstin Katharina Pawlowa von Rußland (1788-1819), im Januar 1819 plötzlich verstorben war. Erst aus der Ehe mit Pauline sollte der Thronfolger Karl Friedrich Alexander (1823-1891) hervorgehen. Der Toilett-Spiegel aus dem Besitz der Königin blieb im Besitz des Hauses Württemberg. Als ihr Privateigentum vermachte Pauline den Spiegel ihrem Sohn, König Karl von Württemberg (1823-1891). Nach dessen Tod erbte den Spiegel der Neffe Wilhelm II. von Württemberg ( 1848-1921). Nach der Abdankung Wilhelms II. von Württemberg 1918 ging der Toilett-Tisch an den Staat über und wurde 1944 vor der Zerstörung Stuttgarts nach Ludwigsburg ausgelagert. In späterer Zeit wurde der Spiegel von der Industriellen-Familie Henschel in Kassel erworben und nach längerem Besitz verkauft. Die Kauf-Rechnung aus Paris: Am 10. April 1820 stellte der Gold-schmied Martin-Guillaume Biennais die erste Lieferung zur Toilett-Ausstattung für Prinzessin Pauline mit offenbar gleichzeitig gelieferten Teilen eines Tafelaufsatzes in Rechnung. Die erhaltene Rechnung enthält die ausführlichste überlieferte Beschreibung des Toilett-Spiegels und der zugehörigen Girandolen: Text der Rechnung: Fourni pour le Service de Sa Majesté le Roi de Wurtemberg par ordre de Son Excellence Monsieur Le Comte Gallatin. 1820 10. Avril Savoir. 1 Grand Miroir de Toilette ceintré de 38 p de hauteur sur 26 p de largeur, soutenu par Deux Figures en pied de 14 p de hauteur représentant "Flore" & "Zéphire", ciselé rond de bosse, avec Deux Chimères de Femme au piéd. Le couronnement avec Deux Femmes Drapées ciselées rond de bosse, supportant les armes; le dit miroir posé sur des galets avec des ornements ciselés en reliéf ayant une glace de chaque coté le tout en bronce doré au mat. Das Allianz-Wappen: Das den Spiegel bekrönende Allianzwappen, das mit dem 1817 eingeführten Staatswappen im Hochoval zweifach das Haus Württemberg repräsentiert, gibt Königin Pauline (1800-1873) von Württemberg als Besitzerin an. Die Wertschätzung für Königin Pauline und die Vererbung des Spiegels: Die Wertschätzung, die Königin Pauline der Toilette-Ausstattung ihres "Trousseau" als dem Geschenk ihres verstorbenen Gemahls beimaß, bringt ihre letzte Willenserklärung zum Ausdruck, in der sie dieses Ensemble und ein ganzfiguriges Gemälde König Wilhelm I. von Karl Josph Stieler ihrem Sohn Karl, dem regierenden König und Chef des Hauses Württemberg, vermachte: In § 3 des Testamentes heißt es: Von sonstigen Vermächtnissen bestimme ich meinem geliebten Sohn, König Karl, Majestaet das von Stieler gemalte Bild Seines verewigten Vaters, König Wilhelm Majestaet, ferner die goldene große Vermeille-Toilette samt Tisch. Im Zuge der Vererbung des Privateigentums König Karls wurde das Ensemble von bronzenem Spiegel und bronzenen Girandolen, Tisch und Vermeil-Toilette-Service getrennt. In seinem 1886 errichteten Testament bestimmt Karl, dass seine Gemahlin Königin Olga (1822-1892), Großfürstin von Rußland, als Universal-Erbin seine Juwelen, Pretiosen und Nippsachen, sein Gold-, Vermeil- und Silbergeschirr wie auch seine Bücher, Landkarten und Kupferstiche und weiterhin das zu seinem Privatvermögen gehörige Mobiliar in seinen und seiner Gemahlin Privatgemächern im Residenzschloß Stuttgart erben sollte. Seinem Neffen und Thronfolger, dem späteren Wilhelm II. von Württemberg, vermachte der König hingegen sein gesamtes privateigentümliches bewegliches Vermögen (Mobiliar, Gewehre, Waffen, Pferde, Wagen, Geschirre des Marstalls), darunter auch den Nachlass im Residenzschloss, soweit dieser nicht seiner Gemahlin Olga zufiel. So wurde am 15. Januar 1892 das bisher bei der Königlichen Schlossverwaltung verwahrte Toilette-Service aus dem "Trousseau" der Königin Pauline im bereits im November 1891 erstellten Erbschaftsinventar der Königin Olga nachgetragen. Da Toilette-Spiegel und Girandolen als Bronzeobjekte nicht zum Gold-und Silbergeschirr gehörten und sich auch nicht in den Privatgemächern des Königlichen Paares Olga und Karl befanden, fielen sie dem Thronfolger Wilhelm II. zu. In seinem Erbschaftsinventar sind der Spiegel und die Leuchter in den früheren Appartements der Königin Pauline zu finden, die in der Folge von Großfürstin von Wera, Nichte der Königin Olga, bewohnt worden waren. Offenbar war beides nach dem Tod Paulines aus dem Kronprinzlichen Palais wieder ins Schloss zurückverbracht worden. Anmerkung: Zu diesem Spiegel liegt eine historische und wissenschaftliche Ausarbei- tung vor, die die Historie, die Lebensweise am Hof, die Rechnungen und Zahlungsmodalitäten der einzelnen Käufe zur Hochzeit aufzeigt. Eine genaue Recherche aller damaligen Belege ist unternommen worden. Es wird auf Vergleichsstücke in verschiedenen Museen zurückgegriffen. Weiterhin auf Quellen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, auf WLM 1986 Oberfinanzdirektion Stuttgart, Staatliche Schlösser und Gärten. Auch das Badische Landesmuseum Karlsruhe diente mit Vergleichsabbildungen ebenso wie die Réunion des Musées Nationaux, Paris.(401894)

Katalogpreis € 500.000 - 600.000 Katalogpreis€ 500.000 - 600.000  $ 525,000 - 630,000
£ 450,000 - 540,000
元 3,665,000 - 4,398,000
₽ 33,025,000 - 39,630,000

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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