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Detailabbildung: Bedeutende Augsburger Prunkuhr von Jacob Maijr um 1675 in prächtigem aufgebautem Kabinettkastengehäuse

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Bedeutende Augsburger Prunkuhr von Jacob Maijr um 1675 in prächtigem aufgebautem Kabinettkastengehäuse

1966
Bedeutende Augsburger Prunkuhr von Jacob Maijr um 1675 in prächtigem aufgebautem Kabinettkastengehäuse

Jacob Maijr, 1648 geboren, wurde 1672 Uhrmachermeister und wirkte seither in Augsburg. Er starb 1714. Viele seiner Arbeiten sind weltweit bekannt und befinden sich in öffentlichen und privaten Museen wie etwas in der bekannten Ilbert-Collection. Der Kabinettkasten ist in Eichenholz gefertigt, die in der Sicht rahmenden Teile in ebonisiertem und poliertem Birnbaum. Die Schübe, Sockel und Aufsatzfronten mit Schildpatt belegt und mit silbernen durchbrochen bearbeiteten Beschlägen besetzt. Aufbau dreiteilig, nach vorne wie gleichermaßen nach unten getreppter Sockel mit einer aufsteigenden fünffach vertikal getreppten Sockelfront mit Kassetten in der genannten Art belegt ist. Darüber ein Aufbau mit zentral eingesetztem Uhrenkasten. Seitlich flankiert von je fünf kleinen Schüben, deren Fronten mit ebonisierten Profilleisten eingefasst und mit Schildpattflächen belegt sind. Der bekrönende Dachaufsatz über einem Attikafries mit einem mittigen Segmentbogen und einem darüber, zwischen Sprenggiebeln hochziehenden Aufsatzkasten mit Fronttüre und segmentbogigem Abschluss. Als Bekrönung eine vollplastisch gegossene weibliche allegorische Figur in Silberguss. Sämtliche dekorative Beschlagelemente, Zugknäufe, Rosetten und die auf dem Gesims sitzenden Engelsfigürchen sowie die unteren, den Sockel flankierenden reliefierten Putti in Silberarbeit. Die Front des Aufsatzkabinetts wird seitlich von geohrten Lisenen eingefasst. Hinter der Fronttüre des oberen Aufsatzkästchens drei Schübe mit Doppelkassetten, ebonisiert und mit Bein-Zugknöpfen bestückt. Am Sockel ein frontal herausziehbares Tablett. An der Oberseite in Palisander, hellem Nussholz sowie Band- und Fadeneinlagen intarsiert mit großem Sternmotiv, die Platte läßt sich herausgezogen nach oben schwenken und zeigt an der Unterseite einen (original erhaltenen leicht erblindeten) Spiegel, gerahmt von Schildpatteinfassung. Uhrwerk mit Kette und Schnecke und Spindelhemmung. Das Pendel befindet sich vor dem Zifferblatt. Die rückseitige Platine ist signiert ´Jacob Maijr Augspurg´. Stunden- und Viertelstundenschlag auf zwei ovale Glocken. Ein Schlossscheiben-Schlagwerk für die Stunden. Schlossscheibe und Spindelbrücke sind verziert. Im Sockel befindet sich ein Musikspielwerk mit Holzwalze und zwölf Hämmern in Messing auf Xylophon. Angetrieben wird es durch ein Eisenwerk mit Schnecke aus Holz und Darmsaite. Die Auslösung erfolgt durch das Uhrwerk und manuell. Rep. Gesch.
H.: 120 cm. B.: 82 cm. T.: 49 cm.
17. Jhdt. (441534)

Katalogpreis € 98.000 - 120.000 Katalogpreis€ 98.000 - 120.000  $ 105,840 - 129,600
£ 88,200 - 108,000
元 755,580 - 925,200
₽ 9,718,660 - 11,900,400

Literatur:
J. Abeler, Meister der Uhrmacherkunst, Seite 420.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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