Friday, 4 December 2009

Auction 19th/20th Century Paintings

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Adolf Humborg, 1847 Oravicabanya/ Ungarn
Detailabbildung: Adolf Humborg, 1847 Oravicabanya/ Ungarn
Detailabbildung: Adolf Humborg, 1847 Oravicabanya/ Ungarn
Detailabbildung: Adolf Humborg, 1847 Oravicabanya/ Ungarn
Detailabbildung: Adolf Humborg, 1847 Oravicabanya/ Ungarn

463
Adolf Humborg,
1847 Oravicabanya/ Ungarn

Tätig in München in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1867 Schüler der Wiener Akademie, ab 1872 bei Alexander Wagner an der Münchner Akademie. Einige seiner humoristischen Klosterszenen wurden auch durch Reproduktionen weithin bekannt. Ab 1913 ständiger Aufenthalt in München, stellte von 1879 bis 1911 wiederholt im Münchner Glaspalast aus sowie auch in London, wo er 1893 die Silberne und 1894 die Bronzene Medaille erhielt.

Catalogue price € 5.000 - 7.000 Catalogue price€ 5.000 - 7.000  $ 5,699 - 7,979
£ 4,450 - 6,230
元 39,050 - 54,670
₽ 358,050 - 501,270

 

ANKUNFT DER BETTELMÖNCHE IM KLOSTER Öl auf Leinwand.
72 x 110 cm.
Links unten signiert, ortsbezeichnet “München” und datiert “(18)87.”

In sanfter Ironie vorgeführte Szenerie in einem Klosterhof in den Bergen. Im Zentrum des Bildes ein alter, auf einem Esel reitender sowie ein junger nachschreitender Mönch bei der Rückkehr von ihrer Betteltour, sie werden von einer Vielzahl von Mönchen freudig empfangen. Der reitende Mönch hält in sichtlich naiver Freude einen Fasan hoch, um ihn dem auf einer Empore stehenden Küchenmeister anzuempfehlen. Der jüngere, schlankere Mönch trägt auf dem Rücken einen Korb mit zwei Hühnern, ermüdet von der langen Wegstrapaze wischt er sich den Schweiß von der Stirn. Die an der Empore sitzenden und stehenden Mönche mit unterschiedlichster Physiognomie teils ironisch, teils erfreut dargestellt. Rechts im Bild auf einem Gehsteig erhöht ein Tisch, umgeben von Wein trinkenden Mönchen, in vorderster Reihe ein nicht mehr ganz schlanker Dorfpfarrer mit Zigarre, der sich über die Ankunft der Bettelmönche erheitert, neben ihm ein Gutsbesitzer und ein Dominikanermönch, dahinter ein Kellermeister. Der narrative Charakter des Gemäldes erlaubt bei längerer Betrachtung zahlreiche stimmungsmäßige und psychologisierende Details von hoher Bildqualität. Schöne, spätnachmittagliche südliche Lichtstimmung, in der die Braunfarbe der zahlreichen Mönchskutten in elegantem Farbenspiel eingebunden ist.

Literatur:
Thieme-Becker. Bötticher Malerwerke des 19. Jahrhunderts, dort ist ein Gemälde unter Nr. 4 “Ankunft der Bettelmönche im Klosterhofe” aufgeführt mit dem Vermerk “Hamburger Frühjahrsausstellung 1887”. (760681)

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