Friday, 28 March 2014

Auction 16th - 18th Century Paintings

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† Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.
Detailabbildung: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.
Detailabbildung: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.
Detailabbildung: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.
Detailabbildung: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.
† Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.

Lot 1072 / † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.

Detail images: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug. Detail images: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug. Detail images: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug. Detail images: † Carlo Saraceni, um 1579 Venedig – 1620, zug.

1072
† Carlo Saraceni,
um 1579 Venedig – 1620, zug.

DIE BEKEHRUNG DER HEILIGEN MAGDALENA Öl auf Leinwand.
95 x 125 cm.
Um 1605 bis 1610.

Catalogue price € 80.000 - 120.000 Catalogue price€ 80.000 - 120.000  $ 90,399 - 135,600
£ 68,000 - 102,000
元 606,400 - 909,600
₽ 5,803,200 - 8,704,800

 

Szene aus dem Neuen Testament nach freier Bilderfindung, hier wird Magdalena zum Glauben an Jesus bekehrt. Im Zentrum die der Legende gemäß kostbar gekleidete Magdalena mit hochgebundenem und mit Schleifen und Edelsteinen besetztem Haar im Gespräch mit Martha links, deren Handgestus eindeutig dozierenden Charakter aufweist. Magdalena hält ein weißes Blümchen in der Hand. Mit ihrer linken Hand deutet sie auf ein Ölfläschchen, abgestellt auf einem hohen Steinsockel am rechten Bildrand, davor eine nahezu gleichförmige, ovale, durchsichtige, transluzide Glasflasche mit großem Blumentstrauß neben einer Bastflasche. Der malerischen Auffassung der Zeit gemäß sind diese genannten Gegenstände hier als stillebenhafte Zugaben zu religiösen Personen gemeint. Der Malstil mit scharfer Konturenbegrenzung und betonter Hell-Dunkel-Farbwirkung lässt den Einfluss Caravaggios deutlich erkennen, wie dies auch bei den weiteren Werken Saracenis zu beobachten ist. Möglicherweise hat ihr auch das Gemälde des gleichen Themas von Caravaggio (97,8 x 132,7 cm), das sich in Detroit im Institute of Arts befindet, vorgelegen. Auch im Gemälde Caravaggios ist Maria Magdalena mit dem weißem Blümchen rechts sitzend wiedergegeben, links etwas tiefergestellt die mit den Händen dozierende Martha. Gerade die Martha-Figur lässt sich mit Saracenis Gemälde der Heiligen Cecilie (Galleria Nazionale im Palzzo Corsini, Rom) vergleichen. Zu vorigem Gemälde noch zwei weitere Versionen desselben Themas, eine im Musée des beaux arts in Nantes (Inventarnummer "3065"). Das zweite, vergleichbare Gemälde, entstanden 1598/ 99, befindet sich in der Sammlung Rizzoli, Venedig. Guter Erhaltungszustand.

Anmerkung I:
Der Kunsthistoriker Luigi Salerno, dem das vorliegende Gemälde bekannt ist, hat in seinem Werk über Stilleben das entsprechende Detail aus dem Saraceni-Bild veröffentlicht. Das Gemälde dürfte innerhalb des Werkes von Saraceni in der Zeit etwas vor 1610 entstanden sein, sozusagen etwa gleichzeitig mit dem Gemälde "Die Heilige Cecilie" sowie "Jungfrau Maria mit dem Kind und der Heiligen Anna".

Anmerkung II:
Dieses Gemälde ist in schönerem Erhaltungszustand als das Gemälde aus Nantes, das momentan in der Ausstellung über Saraceni im Palazzo Venezia in Rom zu sehen ist.

Literatur:
Luigi Salerno, Nuovi studi sulla natura morta Italiana, Rom, Ugo Bozzi Editore,1989, S. 37, Abb. 29 und S. 39.
R. Longhe, Ultimi studi sul Caravaggio, 1943. (962031)


Carlo Saraceni,
circa 1579 Venice - 1620, attributed

THE CONVERSATION OF ST MARY MAGDALENE

Oil on canvas.
95 x 125 cm.
Circa 1605 to 1610.

Literature:
Luigi Salerno, Nuovi studi sulla Natura Morta Italiana, Rome, Ugo Bozzi, 1989, p. 37, ill. 29 and p. 39. R. Longhe, gli ultimi studi sull Caravaggio, 1943.

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