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Thursday, 6 December 2018

14th - 18th century paintings

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Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577
Detailabbildung: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577
Detailabbildung: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577
Detailabbildung: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577
Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577

Lot 511 / Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577

Details: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577 Details: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577 Details: Michele Tosini, genannt Michele di Ridolfo Ghirlandaio , 1503 Florenz – 1577

511
Michele Tosini,
genannt "Michele di Ridolfo Ghirlandaio",
1503 Florenz – 1577

DIE HEILIGE PRAXEDIS (SANTA PRASSEDE MARTIRE) Öl auf Holz.
69,5 x 52 cm.
In einem Ädikularahmen im Frührenaissance-Stil.

Catalogue price€ 35.000 - 40.000 Catalogue price € 35.000 - 40.000

 

Zuweisung des Gemäldes an Tosini durch eine Expertise von Franco Moro vom 08. Juni 2018, Piacenza, mit zahlreichen Bildvergleichen und Verweisen auf weitere Werke wie etwa in der Villa Caserotta von 1540 oder das Bildnis der "Donna velata" in den Uffizien in Florenz etc.

Das Tafelbild zeigt die Heilige ganzfigurig in einer Landschaft stehend in grünem Kleid mit darüber gelegtem rotem Umhang. In den Händen hält sie ein Gefäß sowie einen Schwamm, den sie über dem Gefäß ausdrückt. Der Hintergrund zeigt eine hügelige Landschaft mit Bergrücken am Horizont, die in blauer Luftperspektive wiedergegeben sind. Links am Fuße eines Berges ein römischer Rundtempel , der sich auf Legende und Herkunft der Heiligen bezieht. Seitlich der im Kontrapost stehenden Figur junge schlanke Bäume mit fiedrigen Laubkronen. Blaues Firmament mit Wolken am oberen Bildrand und roter Abendlichtfärbung am Horizont. Das Rot des Mantels, wie selbst leuchtend, zeigt sich bereits in manieristischer Stilistik, insbesondere als Komplementärfarbe zum Grün des Kleides. Die Heilige, die ihrem Namen gemäß als die Wohltätige in die Märtyrergeschichte eingegangen ist, war der Legende nach die Tochter eines römischen Senators im 1./ 2. Jahrhundert.

Der Maler Tosini, Schüler von Lorenzo di Credi (1459-1537), arbeite mit Ridolfo Ghirlandaio (1483-1561) zusammen, wodurch er auch seinen Zunamen erhielt. Nach 1556 assistierte er Giorgio Vasari (1511-1574) im Palazzo Veccio in Florenz, womit der manieristische Farbcharakter in seiner Malerei erklärt wird. Werke seiner Hand in zahlreichen öffentlichen Sammlungen wie National Gallery London, McMullen Museum of Art des Boston College sowie Universität von Glasgow.

Literatur:
Laura Pagnotta, Per Michele di Ridolfo giovane, in: Bolletino d'Arte vol. 113, 2000, S. 97-106.
Elena Capretti, Michele Tosini detto Michele di Ridolfo del Ghirlandaio, in: Annamaria Bernacchioni (a cura di) Ghirlandaio. Una famiglia di pittori del Rinascimento tra Firenze e Scandicci (Ausstellungskatalog Castello dell'Acciaiolo, 2010/2011), Florenz 2010.
Roberta Roani Villani, Contributo a Michele di Ridolfo del Ghirlandaio, in: Antichità viva vol. 21, 1982, S. 19-22.
Weitere Literatur in der Expertise zitiert. (1171579) (11)

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