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Thursday, 28 March 2019

Old Master Paintings

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Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.
Detailabbildung: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio 1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.

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Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio
1571 Milano – 1610 Porto Ercole, Spanien, zug.

DER UNGLÄUBIGE THOMASÖl auf Leinwand.
84 x 100.

Catalogue price€ 25.000 - 30.000 Catalogue price € 25.000 - 30.000  $ 28,249 - 33,900
£ 21,250 - 25,500
元 189,500 - 227,400
₽ 1,813,500 - 2,176,200

 

Gezeigt ist die im Neuen Testament beschriebene Szene, wonach Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern begegnet, der Apostel Thomas jedoch an der Person Jesu zweifelt, bis dieser ihm die Seitenwunde zeigt. In der für Caravaggio drastischen Manier ist hier zu sehen, wie Thomas den Finger in die Wunde legt, während zwei weitere Apostel im Hintergrund dem Geschehen beiwohnen. Die Darstellung ist bekannt durch das etwas größerformatige Gemälde desselben Themas, das sich im Museum Potsdam befindet (107 x 146 cm., Bildergalerie, Inv. 5438), so dass wir es hier mit einem Ausschnitt der Gesamtdarstellung zu tun haben. Allerdings unterscheiden sich die beiden Gemälde in der Farbgebung der Gewänder: während das Potsdamer Bild das Kleid des Thomas in kräftigem Rot zeigt, auch den Schulterkragen der dahinter stehenden Apostelfigur, so ist Thomas hier in beigebraunem Kleid wiedergegeben, die Figur dahinter ebenfalls in nur leicht ins Rot ziehendem Braun. Einheitlich sind dagegen die figürliche Wiedergabe, sowie der Lichteinfall von links oben, was den Figuren die typische Helldunkelmanier Caravaggios verleiht.
Bereits 1606 wird das Potsdamer Bild von Vincenzo Giustiniani erwähnt. Jedoch notierte dessen Sekretär Bernardo Bizoni in seinem Tagebuch von 1606, im Hause des Orazio del Negro befände sich eine Kopie des Bildes (Banti, 1981, S. 141). Im Nachlassinventar Giustinianis wird ferner eine weitere Fassung von Caravaggio genannt, auch von den Malern Sandrart, Bellori und Silos als solche gesehen. Ferner wird eine Fassung erwähnt, die für Ciriaco Mattei geschaffen wurde. Wie auch immer, das Potsdamer Bild blieb bis 1812 im Besitz der Giustiniani, bevor es vom König von Preußen erworben wurde. Über die weiteren Fassungen geben diese Quellen noch keine befriedigende Auskunft.

Literatur:
Vgl.: Baglione, 1642.
Vgl.: Scanelli, 1657.
Vgl.: Cinotti 1983, S. 489 ff.
Vgl.: Danesi Squarzina, in: Rom/ Berlin, 2001, S. 278-281 Nr. D2; sowie 2003, S. 397 ff.
Vgl.: Spike, 2001, S. 154 ff. Nr. 33. (1182311)

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