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Gemälde Alte Meister - Teil II
Donnerstag, 30. Juni 2022

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Johann Franz Meskens

429
Johann Franz Meskens

Aktiv in Antwerpen und Bruchsal zwischen 1720 und 1735SATYR, EINE NYMPHE ENTHÜLLEND Öl auf Eichenholz.
31 x 30,5 cm.
Auf der Vase links der Nymphe signiert „MESKENS Fec. 1721“.
In ebonisiertem und vergoldetem gekehltem Rahmen.

Katalogpreis€ 7.000 - 9.000 Katalogpreis € 7.000 - 9.000  $ 7,280 - 9,360
£ 6,300 - 8,100
元 48,930 - 62,910
₽ 380,100 - 488,700

 

Meskens wurde 1731 Hofmaler unter Damian Hugo Philipp Reichsgraf Schönborn-Buchheim in Bruchsal, nachdem er zwischen dem 18. September 1725 und dem 18. September 1726 Meister der St. Lukas-Gilde in Antwerpen geworden war. Das vor uns liegende Werk ist äußerst detailliert und feinmalerisch, sodass sich das Auge hier gern in Details verliert. Damian Hugo Philipp von Schönborn (1676-1743) wurde 1713 zum Kardinal und 1719 zum Fürstbischof von Speyer, einem der kleinsten Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches, ernannt. Er residierte in Bruchsal (einer Kleinstadt im heutigen Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg), wo er sich ab 1722 von Balthasar Neumann (1687-1753) ein großes Barockschloss errichten ließ. Der Einfluss von Adrian van der Werff (1659-1722) und den Feinmalern der Leidener Schule – insbesondere Willem van Mieris (1662-1747) – ist in diesem Gemälde von Meskens sehr deutlich zu erkennen, und zwar insbesondere in der akribischen Beschreibung von Stoffen und Draperien. Es ist jedoch auch interessant, diese beiden Tafeln mit einigen mythologischen Werken von Herman van der Mijn (1684-1741) zu vergleichen, von dem ein ebenfalls auf einer monoxylen Eichenholzplatte gemaltes Meisterwerk derzeit in einer Münchener Galerie zu finden ist. (1320045) (13)

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