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Sculpture
Thursday, 24 June 2021

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Höchst seltene Amor-Figur als Memento mori-Objekt

654
Höchst seltene Amor-Figur als Memento mori-Objekt

Höhe: 20 cm.
Maximaler Durchmesser des Sockelgehäuses: 12 cm.
Bronze, feuervergoldet.
Wohl Augsburg, 17. Jahrhundert.

Catalogue price€ 20.000 - 40.000 Catalogue price € 20.000 - 40.000  $ 24,000 - 48,000
£ 18,000 - 36,000
元 154,200 - 308,400
₽ 1,805,800 - 3,611,600

 

In jeder Hinsicht der Details spricht das Kunstkammerobjekt den Gedanken der Vergänglichkeit an. Ein kräftiger Amorknabe mit umgehängten Tuch, das über die Lenden zieht, ist mit seinem gespannten Bogen dabei einen Pfeil abzuschießen. Seinen linken Fuß hat er auf eine Sanduhr gestellt, die wiederum auf überkreuzten Knochen steht. Daneben auf der mit Blüten und Blättern gravierten Bodenplatte eine Eidechse. Der Sockel in Form eines sechsseitigen Gehäuses einer Tischuhr. Die Seiten mit kassettenförmig gerahmten Gläsern besetzt, der Oberrand ebenfalls floral ziseliert, die Bodenrahmung - wie bei den entsprechenden Uhren - mit Scharnier und Verschlusshaken. Darunter sechs gestelzte Kugelfüße.

Es handelt sich hier nicht um eine Mariage aus Figur und ehemaliger Uhr, vielmehr um die bewusste Verwendung eines solchen Tischuhrengehäuses, das hier – wie die Sanduhr – gleichzeitig dem Gedanken der Vergänglichkeit gewidmet ist. Die Eidechse gilt seit der Antike als Symbol des Todesschlafes, weswegen sie in Marmor auf römischen Gräbern vorkommt. Der Memento mori-Gedanke bezieht sich also auch auf das Thema der Liebe.

Die Plastik könnte ein Werk jenes Augsburger Bildhauers sein, der in St. Ulrich und Afra die hölzernen Putten am Lettner schuf. Amorbogen, Sanduhr und Eidechse versilbert. Die Vergoldung insgesamt in guter Erhaltung, mit Alterspatina. A. R. (12718152) (11)


A very rare sculpture of Cupid as memento mori object
 
Height: 20 cm.
Max. diameter with base case: 12 cm.
Fire-gilt bronze.
Probably Augsburg, 17th century.

The details of this cabinet of curiosities object with memento mori references. A sturdy Cupid with a cloth draped over his loins is in the process of shotting an arrow from this taut bow. His left foot is placed on an hourglass, which is positioned on top of crossed bones.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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