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Old Master Paintings - Part I
Thursday, 9 December 2021

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Hendrik Frans van Lint, 1684 Antwerpen – 1763 Rom

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Hendrik Frans van Lint,
1684 Antwerpen – 1763 Rom

ANSICHT VON VENEDIG MIT DEM MARKUSBECKEN UND DEM BUCINTORO Öl auf Leinwand. Doubliert.
26,5 x 41,5 cm.
Rechts unten signiert „H Fran van Lint F 7“.
In dekorativem, vergoldetem Rahmen.

Catalogue price€ 40.000 - 50.000 Catalogue price € 40.000 - 50.000  $ 48,000 - 60,000
£ 36,000 - 45,000
元 302,400 - 378,000
₽ 3,406,800 - 4,258,500

 

Beigegeben eine Expertise von Ralph Toledano vom 1. Oktober 2020.

Venedig, Blick über das Markusbecken auf die Piazetta mit den Säulen des Hl. Theodor und dem Markuslöwen, seitlich davon links die Bibliotheca Nazionale Marciana und rechts der Dogenpalast. Im Hintergrund der Markusdom, der hohe Campanile und der Uhrturm. Sehr ungewöhnlich ist diese Frontalansicht des Markusbeckens, das von den meisten Venezianern in Anlehnung an die theatralische Kultur der Lagunenstadt aus der Ferne oder aus der Nähe dargestellt wird. Diese Frontalität, so Toledano, kennzeichnet van Lints Bestreben, die Realität von Orten wiederzugeben ohne sie inszenieren zu müssen.
Auf dem Wasser sind mehrere besetzte Gondeln zu sehen sowie am Ufer rechts ankernd der teils abgedeckte, prachtvolle Bucintoro, das offizielle Staatsschiff des Dogen.

Von der ehemaligen Datierung auf dem Gemälde ist nur noch die „7“ zu erkennen. Es ist anzunehmen, dass dieses Gemälde während einer der Reisen entstanden ist, die van Lint zusammen mit Gaspar van Wittel, genannt „Il Vanvitelli“ (1653-1736) in die Lagune unternahm. Die Art und Weise, wie das Wasser gemalt wird, ist grundlegend Il Vanvitelli zu verdanken: Es bewegt sich und wirbelt mit der für den Künstler typischen Flüssigkeit.
Die genaue Beschreibung der Sehenswürdigkeiten, die Aufmerksamkeit des Miniaturisten für die kleinsten Details entsprechen den akribischen Bemühungen van Lints. Diese topografische Treue verbindet sich mit der Atmosphäre, mit der die Helligkeit des Himmels und das warme Licht dargestellt werden. Zusammen bringen sie van Lints besondere Genialität auf einen Nenner.

Anmerkung.
Hendrik Frans van Lint wird in Antwerpen als Sohn des Historienmalers Pieter van Lint (1629-1719) und dessen zweiter Frau Anna Moeren geboren. Da sein Vater starb als er erst 6 Jahre alt war, wurde van Lint 1696 Lehrling bei Peeter van Bredael, einem Maler von italianisierenden Landschaften. Van Lint blieb nicht, um seine Lehre zu beenden, sondern ging zwischen 1697 und 1700 nach Rom. 1697 trat van Lint den Bentvueghels bei, einer Vereinigung von hauptsächlich niederländischen und flämischen Künstlern, die in Rom arbeiteten. Bei den Bentvueghels war es üblich, sich einen ansprechenden Spitznamen zuzulegen. Van Lints Name war „Lo Studio“. Dieser Spitzname mag ihm wegen seiner akribischen Technik gegeben worden sein. Van Lint scheint sich zudem im Kreis des holländischen Vedutenmalers Gaspar van Wittel bewegt zu haben, der in Rom als „Il Vanvitelli“ bekannt war. Van Wittel hatte sich 1675 in Rom niedergelassen, wo er mit seinen topografischen Ansichten zu einem der meistgefragten Künstler seiner Generation geworden war. Van Lint blieb für den Rest seines Lebens überwiegend in Rom.

Literatur:
Vgl. Andrea Busiri Vici, Peter, Hendrik e Giacomo van Lint, Rom 1987. (1260732) (2) (18)


Hendrik Frans van Lint,
1684 Antwerp – 1763 Rome
VIEW OF VENICE WITH SAINT MARK’S BASIN AND BUCiNToro Oil on canvas. Relined.
26.5 x 41.5 cm.
Signed “H Fran van Lint F 7” lower right.
In decorative, gilt frame.

Accompanied by an expert’s report by Ralph Toledano, dated 1 October 2020.

Depiction of Venice with the Saint Mark’s Basin towards the Piazetta di San Marco with the two columns of Saint Theodore and the Lion of Saint Mark, the Bibliotheka Nazionale Marciano to the left and the Doge’s Palace to the right.
The painting was formerly dated but only the number “7” is still visible. It can be assumed that the painting was created during van Lint’s travels to Venice that he undertook with his colleague Vanvitelli .

Literature:
cf. Andrea Busiri Vici, Hendrik e Giacomo van Lint, Rome 1987.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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