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Thursday, 24 September 2020

Old Master Paintings - Part I

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Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.
Detailabbildung: Francesco Trevisani, 1656 – 1746, zug.

202
Francesco Trevisani,
1656 – 1746, zug.

DIE HEILIGE FAMILIE MIT DEM JOHANNESKNABEN Öl auf Leinwand. Doubliert.
100 x 93 cm.

Catalogue price€ 15.000 - 18.000 Catalogue price € 15.000 - 18.000  $ 16,800 - 20,160
£ 13,500 - 16,200
元 119,400 - 143,280
₽ 1,338,900 - 1,606,680

 

Das größerformatige, wohl als Altarbild geschaffene Gemälde zeigt einen deutlichen kompositorischen Dreiecksaufbau. Dabei nimmt die Madonna mit dem Kind das Zentrum des Bildes ein, wobei eine deutliche, auch durch unterschiedliche Beleuchtung erkennbare Diagonale von links unten nach rechts oben, entlang der Schulter des Kindes, das dunklere Bildfeld links oben ausgrenzt. In diesem taucht, in bewusster Verschattung, der Heilige Josef auf, bärtig, den Blick auf das Kind gerichtet, die Hände umfassen ein Buch. In diagonaler Gegenbewegung tritt unten rechts der Oberkörper des Johannesknabens hervor, nur mit einem Fell bekleidet. Der Kreutzstab folgt wieder der Hauptdiagonale der Gesamtkomposition, mit herabhängendem schmalen Rotolus, mit der üblichen Aufschrift „Agnus Dei“. Die Beleuchtung ist ganz auf Mutter und Kind konzentriert, wobei die Mutter mit beiden Händen das Kind umfängt, das schlafend zurückgelehnt den Kopf auf die Schulter der Mutter gelegt hat, bedeckt vom Schleiertuch Mariens. Die ikonographischen Farben der Maria, Rot und Blau, sind hier stilgemäß abgemildert zu einem hellen Rosa sowie einem nur zart leuchtenden Taubenblau. Wie immer in den Bildern Trevisanis wird auch hier die Konturenführung weich gezeichnet durch Sfumatomalerei, die vor allem im Profil der Maria zur Geltung kommen sollte.

Der in der jenseitigen Adria-Uferstadt Campodistria geborene Maler war Sohn des Architekten Antonio Trevisani, von dem er den ersten Unterricht im Zeichnen erhielt. Die Malerei studierte er bei Antonio Zanchi (1631-1722) in Venedig, wonach er 1678 nach Rom ging. Ein Portraitbildnis des Kardinals Pietro Ottoboni begründete seinen Erfolg, der dazu führte, dass er auch von Kardinal Chigi an Papst Clemens XI empfohlen wurde. In Rom wirkten die Einflüsse des Guido Reni (1575-1642) und Carlo Maratti (1625-1713) auf die Malweise Trevisanis weiterführend ein. Als erfolgreicher Maler erhielt er zahlreiche Aufträge für mehrere Kirchen und Höfe europweit. 1712 wurde er Mitglied der Accademia dell‘ Arcadia. 1719 schuf er eines seiner Hauptwerke, die „Stigmatisation des Heiligen Franz“, ein bedeutendes Spätwerk ist das 1733 entstandene „Wunder des Heiligen Antonius“ in der venezianischen Kirche San Rocco.

Provenienz:
Das in hoher Qualität ausgeführte Gemälde wurde bereits vor etwa einem Jahrzehnt, als ein Werk des Francesco Trevisani, in einer Auktion in New York versteigert, damals mit dem Provenienzverweis auf Abbey Art Gallerys in Pittsburgh. Ein entsprechender Galerieaufkleber findet sich verso auf dem Keilrahmen. Darüber hinaus ist das Bildthema in ähnlicher Darstellung auch in einer Auktion bei Hampel aufgetaucht, dort variierte die weit kleinere Darstellung insofern, als dass sich das Köpfchen des Kindes der Mutter zuneigt. (1240474) (11)


Francesco Trevisani,
1656 – 1746, attributed
THE HOLY FAMILY WITH SAINT JOHN THE BAPTIST Oil on canvas. Relined.
100 x 93 cm.

The larger format painting, probably created as an altarpiece, features a marked triangular composition with the Virgin and Child positioned at centre.

Provenance:
The high quality painting was sold at auction in New York over a decade ago as “by Francesco Trevisani”, then with provenance reference to Abbey Art Galleries in Pittsburgh. Stretcher with corresponding gallery label. Furthermore a similar depiction of this subject was also offered for sale at Hampel, however, in a much smaller format and with the Christ Child’s head leaning towards his mother.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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