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Impressionists & Modern Art
Friday, 25 June 2021

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Eugène Boudin, 1824 Honfleur – 1898 Deauville

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Eugène Boudin,
1824 Honfleur – 1898 Deauville

FOIRE EN BRETAGNE, UM 1865 – 70 Öl auf Holz.
29,8 x 41 cm.
Rechts unten signiert „E. Boudin“.
In vergoldetem neobarocken Rahmen.

Catalogue price€ 100.000 - 150.000 Catalogue price € 100.000 - 150.000  $ 120,000 - 180,000
£ 90,000 - 135,000
元 771,000 - 1,156,500
₽ 9,029,000 - 13,543,500

 

Keilrahmen mit altem Etikett mit Nummer 36, den Künstler nennend in Tusche. Außerdem mit dem alten Etikett eines Pariser Restaurators. Ein Transportetikett die Galerie Schmit in Paris nennend, ein Sammlungsetikett mit Nummer 36, ohne weitere Nennung.

In diesem Gemälde ist alles gekonnt inszeniert undnach den Regeln der Zentralperspektive aufgebaut, bei der die Fluchtlinien, die Ausrichtung der Häuser auf der linken Seite, das Laub und der Schatten der Bäume auf der rechten Seite, zur zentralen Szene, namentlich einem Viehmarkt, hin konvergieren. Indem Eugène Boudin dem Motiv einen privilegierten Platz einräumt, stellt er es in einen Abstand zu unserem Blick und bietet ihm einen einleitenden Vordergrund. Rinder und Figuren sind in einem Fries konzentriert, der die Horizontlinie bildet und sinnbildlich die Natur rechts mit der Zivilisation links vermittels des Marktes zusammenführt. Auf der linken Seite sind die Kühe horizontal gestaffelt ausgerichtet, umgeben von Männern, die verhandeln, während sich auf der rechten Seite Gruppen von Frauen in einer kompakten Gruppe unterhalten. Ihre Anwesenheit ist an den weißen Flecken auf ihren Kopfbedeckungen zu erkennen, die überall zu sehen sind. Denn hier ist die Berührung des Malers wirbelnd, präzise aber leicht. So verblasst die Strenge der Konstruktion unter den Strichen eines Pinsels, der seine Farbtupfer verstreut. Dem Himmel wird, wie immer bei Boudin, ein meisterhafter Platz eingeräumt, dessen Wolken vor allem auf der rechten Seite zu finden sind, sodass hierdurch eine Beleuchtung von links bis unter die Bäume möglich und erklärbar ist. (†)

Provenienz:
François Jacques Fratin, Levallois-Perret.
Auktion: Me Escribe, Paris, 23. Mai 1873, Lot 3.
Sammlung Durant, Paris (bei obiger Auktion erworben).
Jules Strauss, Paris.
Dessen Nachlassauktion, Me Chevallier, Paris, 3. Mai 1902, Lot 5 (abgebildet).
Madame Adolphe Friedmann, Paris (bei obiger Auktion erworben).
Von dort im Erbgang an Vorbesitzer.
 
Biografie:
Eugène Boudin gilt als einer der bedeutenden Vorläufer des Impressionismus. Zehnjährig zog Boudin mit seiner Familie nach Le Havre, wo er später Maler wie Constant Troyon (1810-1865), Jean François Millet (1814-1875) und Eugène Isabey (1804-1886) kennenlernte. Sie ermutigten ihn, sich als Maler selbst zu verwirklichen, worauf er 22-jährig sein Ladengeschäft aufgab und sich ausschließlich als erfolgreicher Maler betätigte. 1851 studierte er in Paris, bevor er mehrere Studienreisen in Europa unternahm. Zu seinen Malerkollegen und Freunden gehörten Gustave Courbet (1819-1877) und Claude Monet (1840-1926).

Literatur:
Dieses Gemälde besprochen und abgebildet in: R. Schmit, Eugène Boudin, Paris 1973, Bd. I, S. 140, Nr. 383.

Ausstellungen:
Paris, Galerie Bernheim-Jeune & Fils, Exposition Eugène Boudin, November 1900, nr. 94 (dort betitelt: „Un marché en Bretagne“). (1271164) (13)


Eugène Boudin,
1824 Honfleur – 1898 Deauville
FOIRE EN BRETAGNE, CA. 1865 – 70 
Oil on panel.
29.8 x 41 cm.
Signed “E. Boudin” lower right. (†)

Provenance:
François Jacques Fratin, Levallois-Perret.
Auction: Me Escribe, Paris, 23 May 1873, lot 3.
Durant collection, Paris (acquired at the above auction).
Jules Strauss, Paris.
Its estate auction, Me Chevallier, Paris, 3 May 1902, lot 5 (ill.).
Madame Adolphe Friedmann, Paris (acquired at the above auction).
From there, bequeathed to the previous owner.

Literature:
This painting is reviewed and illustrated in: R. Schmit, Eugène Boudin, Paris 1973, vol. I, p. 140, no. 383.

Exhibitions:
Paris, Galerie Bernheim-Jeune & Fils, Exposition Eugène Boudin, November 1900, no. 94 (titled “Un marché en Bretagne”).

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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