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Impressionisten & Moderne Kunst
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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Carl Schuch, 1846 – 1903

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Carl Schuch,
1846 – 1903

Bedeutender Maler der Münchner Schule.Stillleben mit Gefässen, Äpfeln und LauchzwiebelnÖl auf Leinwand. Doubliert.
46,5 x 62 cm.
Links unten Signatur entsprechend der genannten Bildbeispiele. Verso auf dem Keilrahmen alter handschriftlicher, angerissener Aufkleber mit alter Adresse. Ferner Auktionsetikett „im Kinsky“.
Ungerahmt.

Katalogpreis€ 20.000 - 30.000 Katalogpreis € 20.000 - 30.000  $ 19,800 - 29,700
£ 18,000 - 27,000
元 140,400 - 210,600
₽ 1,214,000 - 1,821,000

 

Beigegeben eine Expertise von Dr. Alexander Rauch, München, August 2022.

Schuch gilt als bedeutender Vertreter der Malerei der „Wiener Moderne“ als auch des Münchner Künstlerkreises. Neben anderen Motiven entwickelte er die Stilllebenmalerei zu höchster Perfektion. Dem Studium an der Wiener Akademie folgten Italienreisen. Die Freundschaft mit bedeutenden Vertretern der Münchner Schule, etwa Wilhelm Trübner oder Wilhelm Leibl, war prägend. Zusammen mit Karl Hagemeister in Frankreich setzte sich Schuch mit der Malerei Courbets und Manets auseinander. Einflüsse, die er in seinen Werken zu neuem unverwechselbarem Stil entwickelt hatte. Das Gemälde ist als typisches Beispiel seines Werkes zu sehen.
Auf einer faltigen Tischdecke sind drei Gefäße angeordnet: ein tönerner Henkeltopf, eine weiße Schale und ein Teller mit leuchtend roten Äpfeln belegt. Dazwischen Lauchzwiebeln, ein Motiv, das sich auch in weiteren seiner Stillleben findet. Auffallend ist die hier gewählte Farbkomposition mit den vorherrschenden Komplementärfarben Rot und Grün sowie dem Blau im Hintergrund. Der pastose Duktus, Merkmal von Schuchs Technik, zeigt sich auch hier im Bild. Die Detailmotive finden sich auch in weiteren Gemälden (Belvedere Museum Wien). In vielen Vergleichsbeispielen hat Schuch Spargelbündel oder Lauchzwiebeln in seine Stillleben eingefügt, wie etwa das in der Lenbachgalerie München befindliche Bild von 1886/89 zeigt. Werke seiner Hand finden sich in zahlreichen bedeutenden öffentlichen wie privaten Sammlungen. Vergleichbare Werke siehe Dorn (siehe Literatur), Abbildungen ab Nr. 84, 87, 101ff. A.R.

Provenienz:
Ehemals Auktion „im Kinsky“ (Exp. 95707, A-Sparte 141/1, Abb. Doppelseite).

Literatur Auswahl:
Vgl. Gottfried Boehm, Roland Dorn, Franz A. Morat (Hrsg.), Carl Schuch. 1846-1903, Ausstellungskatalog, Sta¨dtische Kunsthalle Mannheim, 8. März.-19. Mai 1986, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 11. Juni-11. August 1986, Mannheim 1986.
Vgl. Eberhard Ruhmer, Der Leibl-Kreis und die Reine Malerei, Rosenheim 1986.
Vgl. Frank Schmieder, Carl Schuch. Maler und Werk, Dresden 1988.
Vgl. Christiane Schmieger, „Selbst sehen und selbst finden“. Carl Schuch und die Diskussion über künstlerische Wahrnehmung im 19. Jahrhundert, Diss., Köln 1993.
Vgl. Brigitte Buberl (Hrsg.), Cézanne, Manet, Schuch. Drei Wege zur autonomen Kunst, München 2000.
Vgl. Angelika Burger, Schuch, Carl Eduard, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 23, Berlin 2007. (1340141) (11)



Carl Schuch,
1846 – 1903
Important painter of the Munich School.

STILL LIFE WITH VESSELS, APPLES AND ONIONS
Oil on canvas. Relined.
46.5 x 62 cm.
Signed lower left.

Accompanied by an expert’s report by Dr Alexander Rauch, Munich, August 2022.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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