Donnerstag, 7. Dezember 2017

Auktion Gemälde 15. - 18. Jahrhundert

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Barthélémy Chasse, 1659 Neapel – 1720 Marseille
Detailabbildung: Barthélémy Chasse, 1659 Neapel – 1720 Marseille
Detailabbildung: Barthélémy Chasse, 1659 Neapel – 1720 Marseille
Detailabbildung: Barthélémy Chasse, 1659 Neapel – 1720 Marseille
Detailabbildung: Barthélémy Chasse, 1659 Neapel – 1720 Marseille

424
Barthélémy Chasse,
1659 Neapel – 1720 Marseille

BÜSSENDE MAGDALENA Öl auf Leinwand. Randdoubliert.
86 x 112 cm.
Links unten signiert.

Katalogpreis € 25.000 - 30.000 Katalogpreis€ 25.000 - 30.000  $ 27,750 - 33,300
£ 21,000 - 25,200
元 195,250 - 234,300
₽ 1,767,250 - 2,120,700

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Beigegeben ein Schreiben von Mina Gregori.

Das querformatig angelegte, große Gemälde zeigt die in der Einöde büßende Magdalena. Mit tränenüberströmtem Gesicht kniet sie vor einem Kreuz, Kopf und Blick flehend nach rechts oben gewendet. Links an die Felswand gelehnt, bzw. vor dieser stehend, ist das stark verschattete Kreuz über einem aufgeschlagenen Buch zu sehen, dahinter ein rotes Salbgefäß. Die Komposition dominiert jedoch die große, dicht an den Betrachter gerückte Figur der Heiligen. Sie ist in ein rauhes Gewand aus Stroh gekleidet, über das ein kräftig blauer Mantel gelegt ist. Wie feine Perlen zieren ihre Tränen dieses Übergewand. In einer Hand hält die Heilige einen Schädel.
Barthélémy Chasse stammte ursprünglich aus Neapel, was seine Heiratsurkunde aus dem Jahr 1689 bezeugt, siedelte aber um 1689/1690 nach Marseille über, wo er gelegentlich mit Michel Serre (1658-1733) zusammen arbeitete. Er wurde "peintre attiré" für den Bischof Henri Francois Xavier de Belsunce de Castelmoron (1671-1755), für den er zahlreiche Aufträge für seine private Sammlung ausführte. Zudem befinden sich heute noch Werke von der Hand des Künstlers in der Kirche Notre-Dame-du-Mont in Marseille.
Obwohl mit seiner Übersiedelung fest in Marseille verwurzelt, sind in dem Werk des italo-französischen Malers doch stets die Einflüsse seiner Heimat zu bemerken. Im vorliegenden Gemälde macht sich der Einfluss Giuseppe de Riberas (1588/91-1652) vor allem in dem Schädel und der in einen Mantel gehüllten Heiligen bemerkbar. Besonders hervorzuheben ist außerdem die Verwendung der Farbe: so frischt Chasse die Palette des vor allem in grünlichen und bräunlichen Tönen gehaltenen Gemäldes durch das kräftige Blau des Mantels und das Ocker des Strohs auf und setzt damit auch farblich den Fokus auf die Bildmitte, die von Magdalena dominiert wird. (11203715) (12)


Barthélémy Chasse,
1659 Naples - 1720 Marseille

THE PENITENT MAGDALENE

Oil on canvas. Edges relined.
86 x 112 cm.
Signed lower left.

Accompanied by a letter by Mina Gregori.

The large, horizontal format painting shows the penitent Magdalene in a desert.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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