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Thursday, 5 December 2019

Old Master Paintings Part I

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Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.
Detailabbildung: Theodor Rombouts, 1597 – 1637, zug.

340
Theodor Rombouts,
1597 – 1637, zug.

ALLEGORIE DER FÜNF SINNE Öl auf Leinwand.
188 x 288 cm.

Catalogue price € 250.000 - 350.000 Catalogue price€ 250.000 - 350.000  $ 280,000 - 392,000
£ 225,000 - 315,000
元 1,990,000 - 2,786,000
₽ 19,905,000 - 27,867,000

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Further information on this artwork

Beigegeben ein Bestätigungsschreiben in Zusammenhang mit der unten genannten Ausstellung von 1986, Christopher Wright MA - FRSA, London vom 16. September 1991. In diesem Schreiben wird auch vermerkt, dass dem Autor, Konservator der Ausstellung, nur sehr wenige Wiederholungen des Themas in Privatsammlungen bekannt geworden sind, weitere in den Niederlanden, jedoch ohne Mitteilung der jeweiligen Größe der Gemälde.

Das Bildthema ist bewusst großformatig angelegt, nicht zuletzt, um der allegorischen Personifizierung der fünf Sinne genügend Raum zu geben. Im Gegensatz zu der sonst üblichen Figurenwahl der fünf Sinne-Darstellungen verzichtet der Maler hier auf die Wiedergabe weiblicher Figuren und setzt stattdessen männliche Gestalten unterschiedlichen Alters ein, um eine tiefergehende Charakterisierung zu gewährleisten. Die fünf Männer im Freien vor einem Palastgebäude mit kannelierter Säule sowie einem Baum platziert, wobei die Anordnung der Figuren eine lebendige Rythmisierung erkennen lässt. Unabhängig von Bildaufbau und Farbkomposition hat der Maler die allegorischen Gestalten der fünf Sinne – Gesicht, Gehör, Tastsinn, Geschmacks- und Geruchssinn – ganz bewusst jeweils in einem dieser Sinne entsprechenden Lebensalter wiedergegeben: Ganz links im Bild ein bärtiger Greis in braunem Philosophenmantel über entblößter Schulter und mit einer dem Philosophenstand entsprechenden Haube. Er ist als kurzsichtig wiedergegeben, indem er mit zusammengekniffenen Augen auf den Palast im Hintergrund blickt, während er mit der rechten Hand einen gerahmten Spiegel hält, in dem sich die am Boden liegenden Musikinstrumente wiederspiegeln. Gleich rechts daneben ein Mann mittleren Alters, der durch sein Lautenspiel den Gehörsinn verkörpert, rechts im Hintergrund gefolgt von einem blinden alten Mann, der mit seinen Fingern behutsam die Oberfläche von Marmorfiguren zu ertasten sucht, demgemäß allegorische Figur des Tastsinnes. In bewusst jugendlicher Fröhlichkeit wird der Geschmackssinn durch einen Jüngling charakterisiert, der ein Weinglas sowie einen Krug in Händen hält, sein rechter Fuß auf einen Weinkühler gestützt, unter ihm am Boden weitere Attribute des Geschmacksinnes, wie Brotstück oder Melone. Dem bacchantischen Thema entsprechend, der Jüngling, locker und schulterfrei gekleidet gezeigt, trägt ein um die Hüften gelegtes Pantherfell, attributives Symbol des Weingottes Bacchus. Einzig dieser Jüngling nimmt Blickkontakt mit dem Betrachter auf, mit lachendem, nahezu einladendem Gesichtsausdruck. Zuletzt erscheint am rechten Bildrand ein zur Gruppe hinzutretender Jüngling mit Meerschaumpfeife in der rechten- sowie einem Bündel Knoblauchzwiebeln in der linken Hand. Der Wiedergabe der Figuren ist nach eingehender Betrachtung eine Reihe weiterer symbolischer Aussagen zu entnehmen. So stellt der Maler z.B. auch die philosophische Frage der „Wahrheit des Sehens“ in den Raum, indem er ausgerechnet den Gesichtssinn durch einen kurzsichtigen Philosophen darstellt, der zudem das „Wahre Bild“ des Musikinstrumentenstilllebens am Boden in Seitenverkehrung wiedergibt. Auch hat der Maler bei der nachfolgenden Figur des Gehörsinnes den Blick nach oben gerichtet, um den sphärischen Charakter der Töne zu kennzeichnen. Bemerkenswert ist auch, dass der Jüngling rechts im Bild, der den „Geruch“ verkörpert, mit zurückgewandtem Blick wiedergegeben ist, wobei seine Attribute, wie Knoblauch und Pfeifenrauch, hier wohl ganz bewusst im Gegensatz zu der in der Malerei der Zeit sonst üblichen Wiedergabe von Blumen oder Blüten steht.
Das Gemälde ist in hoher Qualität ausgeführt, jedoch unsigniert. Die originale Erstausführung des Malers, vom Künstler signiert, befindet sich im Museum für schöne Künste in Gent (Inventarnummer S-76). Wie auch die beigegebene Stellungnahme von Christopher Wright, London, anmerkt, weist das vorliegende Gemälde in einigen Details Unterschiede auf, wie etwa in der Draperie und in den Accessoiredetails, aber auch in der etwas lichteren Farbgebung. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass die partielle Reinigung an einigen Stellen ebenfalls ein etwas lichteres Kolorit zutage gebracht hat. Zweifellos handelt es sich bei dieser Bilderfindung um ein bedeutendes Hauptwerk des Malers, von dem uns außer dem uns vorliegenden Bild keine weiteren Wiederholungen in dieser Größe bekannt geworden sind.
Das Gemälde repräsentiert bereits den reifen Spätstil des Künstlers, entstanden 1632, also fünf Jahre vor dessen Tod. Die Hell-Dunkel-Charakteristik des Caravaggismus ist hier bereits überwunden. Anders als etwa die ab 1616 in Italien und Rom entstandenen Werke, zeigt sich auch die Komposition offener und klarer, wobei sich auch die Wiederbesinnung auf die flämische Kunst, vor allem auch in der Vorliebe der Stillleben zeigt. Auch sind hier vermehrt wieder die Einflüsse eines Abraham Janssens (1575-1632), Gerrit van Honthorst (1590-1656) und Peter Paul Rubens (1577-1640) zu erkennen. Die Würdigung der Stilllebenmalerei, wie hier im Bild, erinnert auch daran, dass Rombouts gelegentlich mit dem Stilllebenmaler Adriaen van Utrecht (1599-1652) zusammengearbeitet hat, so etwa in „Die Heilige Familie“, das sich im Royal Museum von Antwerpen befindet. Die hier im Bild so unverkennbar prominente Einfügung des Musikers mit großer Laute ist auch im Zusammenhang mit mehreren weiteren Gemälden des Künstlers zu sehen, wie etwa in seinem Gemälde „Die Kartenspieler“ (Royal Museum of Fine Arts Antwerpen) oder sein „Lautenspieler“ von 1620.
Einige restaurative Reinigungsproben. A.R.

Ausstellungen:
Das vorliegende Gemälde war 1986 ausgestellt in der Chaucher Fine Arts and Galleria Gasparrini, London und Rom, Old Master Paintings, Nr. 6, im Katalog abgebildet. (1210391) (11)


Theodor Rombouts,
1597 Antwerp – 1637, attributed
ALLEGORY OF THE FIVE SENSESOil on canvas.
188 x 288 cm.

A confirmation letter by the curator of the below mentioned exhibition from 1986, Christopher Wright MA - FRSA, London dated 16 September 1991 is enclosed. The letter notes that the author is only aware of few versions of this subject held in private collections, others in the Netherlands, however, without mention of their respective dimensions.

The subject of the image is deliberately executed on a large scale, not least in order to give the allegorical personification of the five senses enough space. In contrast to the usual choice of figures of depictions of the Five Senses, the painter here refrains from depicting female figures and depicts male figures of different ages instead, in order to achieve a more in-depth characterization. The painting is of high painterly quality but unsigned. The original first signed version by Rombouts is held at the Museum of Fine Arts in Ghent (inv. no. S-76). As Mr Wright notes in his enclosed letter, the painting on offer for sale in this lot shows some differences in details, such as the drapery and details of the accessories but also in the slightly lighter colour scheme. It should be noted that the partial cleaning of several areas of the painting has also brought to light the brighter colouring. This is undoubtedly an important major work by the painter and apart from the painting on offer for sale in this lot we are not aware of any other versions of this size. The painting already represents the more mature late phase of the artist, created in 1632, five years before his death. With some restorative areas of cleaning tests.

Exhibitions:
The present painting was exhibited 1986 at Chaucher Fine Arts and Galleria Gasparrini, London and Rome, “Old Master Paintings”, no. 6, and is illustrated in the catalogue.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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