Auktion Dezember-Auktion Teil II.

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Detailabbildung: Theodor Baierl 1881 - 1932 München

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Theodor Baierl 1881 - 1932 München

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Theodor Baierl 1881 - 1932 München

DIE JAGD NACH DEM GLÜCK

Katalogpreis € 18.000 - 22.000 Katalogpreis€ 18.000 - 22.000  $ 18,720 - 22,880
£ 16,200 - 19,800
元 125,820 - 153,780
₽ 977,400 - 1,194,600

Rechts unten sign.
Öl/Holz. 68 x 95 cm.
Originaler Aedikula-Rahmen.

Anmerkung:
Theodor Baierl studierte an der Münchener Akademie unter Marr, Haberman und Stuck, dem er in der Bevorzugung allegorischer und symbolistischer Themen folgte. Er verband eine altmeisterliche Technik, die er dem Studium der alten Italiener und Niederländer verdankte mit einem sensiblen, unverwechselbaren Kolorismus von hoher Kultur. Neben Fresken in Augsburger und Münchener Kirchen wurde er vornehmlich durch Bildnisse und allegorische Figurenkompositionen bekannt. Aus meist dunkeltonigen Landschaftshintergründen treten die hell beleuchteten, vorzüglich gezeichneten und modellierten Figuren akzentuiert hervor und verleihen seinen Bildern eine magische Anziehungskraft. Die Menschen, die auf der Jagd nach dem Glück buchstäblich über Leichen gehen, werden seiner niemals teilhaftig. Der Topos ist uralt und hunderte Male dargestellt worden. Schon Dürer verband die Figur der römischen Glücksgöttin Fortuna mit Nemesis, der obersten Schicksalsgöttin der Griechen. Hier fand Baierl auch das Motiv der aus der Vogelperspektive gesehenen mittelalterlichen Stadt am Fluss vor Bergkulisse, das in seiner besonnten Ordnung einen Aspekt menschlichen Glücks symbolisiert. Auf dem Bild Rudolph Hennebergs in der Alten Nationalgalerie ist aus der goldenen Kugel, dem Sinnbild der Unbeständigkeit, auf der die launische Göttin entschwebt, eine Seifenblase geworden. In unserer Darstellung findet auf dem Gewitter umwölbten Hochplateau ein erbitterter Kampf jedes gegen jeden statt, der das ganze Menschenknäul in den Abgrund reißen wird, während Fortuna noch lächelt und lockt.

Literatur:
Vgl. Richard Braungart: Theodor Baierl. In Westermanns Monatshefte, 73, Band 145 I, S. 21 ff., 1928/29. (601223)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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