Wednesday, 5 July 2017

Auction 16th - 18th century paintings

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Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Detailabbildung: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Detailabbildung: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Detailabbildung: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Detailabbildung: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Detailabbildung: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681
Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681

Lot 425 / Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681

Detail images: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681 Detail images: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681 Detail images: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681 Detail images: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681 Detail images: Pietro Paolini, 1603 Lucca – 1681

425
Pietro Paolini,
1603 Lucca – 1681

DREIVIERTELBILDNIS EINES JUNGEN MANNES IN RÜSTUNG (HEILIGER GEORG) Öl auf Leinwand.
99 x 71,7 cm.

Catalogue price € 200.000 - 300.000 Catalogue price€ 200.000 - 300.000  $ 225,999 - 338,999
£ 170,000 - 255,000
元 1,516,000 - 2,274,000
₽ 14,508,000 - 21,762,000

 

Paolini wurde bereits sechzehnjährig nach Rom geschickt, um unter der Anleitung von Angelo Caroselli zu arbeiten und sich die verschiedensten Malerschulen der Bologneser und Florentiner zu eigen machen zu können. Dabei ist sein Stil stark vom Caravaggismus beeinflusst worden. 1628 in Venedig, kehrt er bereits 1631 in seine Heimatstadt Lucca zurück, wo er 1640 seine eigene Akademie zur Ausbildung lokaler Künstler gegründet hat. Von Giacomo Sardini (1751-1811) wurde er erstmals in großem Stile als einer der strahlensten Maler der Luccesischen Schule gewürdigt. Der Einfluss aus dem Kreis von Bartolomeo Manfredi ist unverkennbar.

Bekannt war Paolini vor allem auch für seine Bildthemen im Zusammenhang mit Musik, Geometrie, Astronomie und Philosophie. Auch das vorliegende Gemälde zeigt stark den caravaggesken Einfluss des Hell-Dunkel-Stils. Die Beleuchtung von rechts oben hebt die Gestalt vor dunklem Hintergrund hervor, wobei der Glanz auf dem Harnisch, sowie die Belichtung der nach vorne weisenden Hand besonders betont werden. Ein rotes Velum zieht über den Harnisch, der Kopf nach rechts oben gerichtet, die Blickrichtung auf das hereinfallende Licht. Im Hintergrund ist eine Lanze zu sehen, die, zusammen mit dem Kreuz auf dem Brustharnisch als Identifikation des Jünglings als gleichzeitiges Bildnis für den Heiligen Georg zu interpretieren ist.
In der Literatur wird das Gemälde in die 1630er/40er-Jahre datiert. Das Gemälde wurde erst 1972 publiziert durch die Zuweisung durch E. Borea. Die Haltung des Dargestellten folgt einem Schema, das auch in weiteren Gemälden des Künstlers auffällig ist, so etwa in dem Portrait eines Schauspielers, dass sich im Vatikan befindet. Die Bedeutung des Künstlers zeigt sich auch darin, dass zahlreiche namhafte Maler wie Girolamo Scaglia, Antonio Franchi oder Simone del Tintore und sein Bruder Francesco del Tintore aus seiner Schule hervorgingen. †

Provenienz:
Privatsammlung Pistoia.
Privatsammung eines Museumsdirektors über mehr als 50 Jahre, letzlich die Erben des Selben.

Literatur:
E. Borea, Considerazioni sulla Mostra 'Caravaggio and his Followers' at Cleveland, in: Bollettino d'Arte, Band LVII, III-IV, 1972, S. 161.
B. Nicolson, The International Caravaggesc Movement - Lists of Pictures by Caravaggio and his Followers thoughout Europe from 1590 to 1650, Oxford 1979, S. 77.
Patricia Gusti Maccari, Pietro Paolini pittore lucchese, Lucca 1987, S. 114 No. 31, hier abgebildet (als mit unbekanntem Standort). (1111352) (11)


Pietro Paolini,
1603 Lucca – 1681

THREE QUARTERS PORTRAIT OF AN ARMORED YOUNG MAN (SAINT GEORGE)

Oil in canvas.
99 x 71.7 cm.

Provenance:
Private collection Pistoia.
Private collection of a museums director over more than 50 years, his inherits afterwards.

Literature:
E. Borea, Considerazioni sulla Mostra ‚Caravaggio and his Followers‘ at Cleveland, in: Bollettino d‘Arte, Band LVII, III-IV, 1972, p. 161.
B. Nicolson, The International Caravaggesc Movement - Lists of Pictures by Caravaggio and his Followers thoughout Europe from 1590 to 1650, Oxford 1979, p. 77.
Patricia Gusti Maccari, Pietro Paolini pittore lucchese, Lucca 1987, p. 114 no. 31, here illustrated. †

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.