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Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn
Detailabbildung: Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn
Detailabbildung: Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn
Detailabbildung: Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn
Detailabbildung: Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn
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Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn

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Panzerstatue eines Imperators oder Feldherrn

Provinzialr├Âmische Steinfigur als Ehrenstatue wohl aus dem Hispano-Gallischen Raum des 3. Jahrhunderts.┬á
H├Âhe: 180 cm.

Catalogue price ÔéČ 250.000 - 300.000 Catalogue priceÔéČ 250.000 - 300.000  $ 300,000 - 360,000
£ 225,000 - 270,000
元 1,890,000 - 2,268,000
₽ 21,292,500 - 25,551,000

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Die imposante, in Lebensgr├Â├če in grauem Marmor gemei├čelte Statue zeigt die Gestalt eines geharnischten Kriegers. Die Figur ist aus einem Steinblock gearbeitet, in Dreiviertel-Vollplastik, wobei die R├╝ckpartie noch in der R├╝ckplatte zu denken ist. Die Beinstellung in leichtem Kontrapost, der Panzer in markanter Steinmetzarbeit gemei├čelt, der Kopf leicht nach links gewandt, um den Hals zieht ein gefaltetes aus dem Harnisch vortretendes Hemd. Ein Schild wird unter dem linken angewinkelten Arm gehalten, der Griff des fragmentierten Kurzschwertes ├╝ber dem G├╝rtel neben dem rechten Oberarm, der Unterarm fehlt. Auffallend ist die v├Âllige Freistellung der Beine, was als eine j├╝ngere Behandlung der Figur zu erkennen ist.┬á
Der Stil der Bildhauerarbeit zeigt die Figur als Werk aus einer der Provinzen des r├Âmischen Imperiums, von einer lokalen Werkstatt geschaffen. Man wird nicht fehlgehen in der Annahme, dass auch aufgrund des Vorbesitzes hier die westr├Âmischen Provinzen Hispano-Galliens zu vermuten sind.┬á
Was die Datierung sowie die Kl├Ąrung der Darstellung betrifft, so fehlen Nachrichten ├╝ber den Fundort. Es k├Ânnen hier jedoch einige Beobachtungen genannt werden: Die Brust ist gepanzert, unterhalb des G├╝rtels Laschen in zweifacher Reihung, sowie Pteryges (Lederstreifen) am G├╝rtel. Dies ist nicht unerheblich f├╝r die Datierung, denn diese Ausstattung kam erst seit dem 2. Jahrhundert in Gebrauch (vgl. Trajans- und Hadriansstatuen in Perge, Museum Antalya). Demnach ist als fr├╝hester Zeitpunkt der Datierung das 2./3. Jahrhundert anzunehmen.┬á
Bei der Darstellung selbst stellt sich die Frage, ob es sich hierbei um einen Imperator, einen Centurio, Feldherrn oder das Sinnbild des Kriegsgottes Mars handelt. Denn f├╝r jede dieser Deutungen finden sich arch├Ąologische Fundbeispiele. Gegen eine Darstellung des Kriegsgottes spricht, dass die Figur weder das Schwert in der Hand h├Ąlt, noch Beinschienen aufweist. Dagegen wurden viele Beispiele in trajanischer Zeit als Kaiserstatuen gedeutet. In den n├Ârdlichen Grenzprovinzen des Imperiums lassen sich nicht wenige solcher Kaiserbildnisse in unterschiedlichen Gr├Â├čen und Ausf├╝hrungen nachweisen, die aus Kalk- oder Sandstein der Region von lokalen Bildhauern gearbeitet oder in Bronze gegossen worden sind. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob die Figur als Ehrenstatue eines Amtstr├Ągers oder Offiziers fungiert hat? Diese wurden nicht nur in Rom und im Mittelmeerraum, sondern auch im Norden des Imperiums mit Statuen geehrt.┬á
Auffallend f├╝r das vorliegende Objekt ist der gravierende Unterschied zwischen der provinziellen und daher ├╝blicherweise naiv-harten Gestaltung von K├Ârper, Panzerdetails und Kopf und der dagegen nahezu naturalistischen Behandlung der Beine. Diese Diskrepanz kl├Ąrt sich erst bei Seitenansicht der Gesamtfigur. Hier wird deutlich, dass sie aus einem fl├Ąchigen Hintergrund als ÔÇ×Dreiviertel-Vollplastische StatueÔÇť geschaffen wurde, die R├╝ckenpartie ist also noch in der R├╝ckwand zu denken. Eine auch durch die Verwitterungsmerkmale erkennbare Z├Ąsur zieht zwischen R├╝ckwandplatte und Figur etwa in Dreivierteltiefe des K├Ârpers senkrecht herab. Dies bedeutet, dass die untere Partie sowie die Beine zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt freigemeisselt worden sind. Dabei wurden die Beine entsprechend nachgearbeitet. ├ähnliches gilt wohl auch f├╝r die Gestaltung des Kopfes.┬á
F├╝r die Gesamtgestaltung lie├čen sich in der trajanischen Glyptik zahlreiche prominente Vorbilder nennen. Abgesehen von den ber├╝hmten Standfiguren der Imperatoren in Rom und zentralen St├Ątten der Macht fanden sich zahlreiche mehr oder weniger provinzielle Vergleichsbeispiele. So war Ausgangspunkt f├╝r eine Typenuntersuchung der lebensgro├če Torso einer ebenfalls lebensgro├čen K├Âlner Panzerstatue (Abb. 1 und 2, s. Lit.). Im Falle dieses K├Âlner Torsos wurde zun├Ąchst an die Ehrenstatue eines Centurio gedacht. Manche dieser Beispiele sind als Ehrenstatuen f├╝r einen praefectus classis zu deuten, der aus dem Centurionat zu hohem Posten aufgestiegen war.┬á
Neben dem genannten Exemplar in K├Âln sind hier stellvertretend weitere Funde zu nennen, so etwa in Osterburken, am Odenwald-Limes R├Âmermuseum, Statue des Mars (Abb. 3 rechts); ferner in Trier, Rheinisches Landesmuseum, Torso einer Statue des Mars mit Erg├Ąnzungen; in Budapest, Aquinicumi M├║zeum, Statue eines Amtstr├Ągers im Panzer, oder in M├╝nchen, Arch├Ąologische Staatssammlung, Statue des Mars aus Eining, Landkreis Kelheim.┬á
Fazit: Nach allen Gesichtspunkten der Er├Ârterung l├Ąsst sich die lebensgro├če Figur am ehesten als Huldigungsstatue f├╝r einen hochrangigen r├Âmischen Feldherrn in den westr├Âmischen Provinzen des 2./3. Jahrhunderts deuten, als ideelle Stellvertretung des zeitlich regierenden Imperators in der ├ära Trajans oder dessen Nachfolger.┬á

Literatur: 
P. Noelke, Kaiser, Mars oder Offizier? Eine K├Âlner Panzerstatue und die Gattung der Ehrenstatuen in den n├Ârdlichen Grenzprovinzen des Imperium Romanum. In: Jahrbuch des R├Âmisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz 59, 2012. Dort weitere ausf├╝hrliche Literaturnennungen. (1200676) (11)


Statue of an Emperor or Commander in armour

Stone figure from the Roman provinces, probably the Hispanic-Gallic region of the 3rd century. 
Height: 180 cm.

The impressive life-size statue is carved out of a single block of grey marble in the shape of an armour-clad warrior. It is carved in three-quarter relief and three-dimensionally, however, the back has to be imaged within a back panel. The style of the sculpture suggests that it was created by a local workshop in one of the provinces of the Roman Empire. It is likely to assume that the place of origin lies in the Western Roman provinces of Hispania or Gaul, not least due to its prior provenance. The chest is armour-clad, with double-layered strips or lappets worn below the belt and a leather strap (ÔÇťpterugesÔÇŁ) on the belt. This is significant for the sculptureÔÇśs dating, as this type of uniform only came into use from the 2nd century onwards (see statues by Trajan or Hadrian held at Perge, Museum Antalya). It can therefore be assumed that the earliest date of creation for the sculpture on offer for sale here is the 2nd/3rd century. Considering all aspects it is most likely that the sculpture is to be understood as a tribute to a high-ranking Roman commander of the Western Roman provinces of the 2nd/3rd centuries, an ideal representative of the reigning emperor of the era of Trajan or its successor.

Literature:
P. Noelke, ÔÇ×Kaiser, Mars oder Offizier? Eine K├Âlner Panzerstatue und die Gattung der Ehrenstatuen in den n├Ârdlichen Grenzprovinzen des Imperium RomanumÔÇť, in: Jahrbuch des R├Âmisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz 59, 2012. With detailed bibliographical references.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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