Auction Sculpture and Works of Art

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Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
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Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.
Detailabbildung: Nicholas Cordier, 1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.

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Nicholas Cordier,
1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rom, zug.

BEDEUTENDE, ├ťBERLEBENSGROSSE B├ťSTE DES R├ľMISCHEN KAISERS AULUS VITELLIUS IN FEUERVERGOLDETER BRONZE UND MARMOR

Catalogue price ÔéČ 80.000 - 100.000 Catalogue priceÔéČ 80.000 - 100.000  $ 96,000 - 120,000
£ 72,000 - 90,000
元 604,800 - 756,000
₽ 6,813,600 - 8,517,000

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Further information on this artwork

H├Âhe der B├╝ste inklusive Marmor- fu├č: 94 cm.
Breite: 76 cm.
Gesamth├Âhe mit sp├Ąterem Sockel: 205 cm.

Das ├╝berlebensgro├če Bildnis in zwei Teilen gefertigt, Kopf und Brustansatz in Bronze, feuervergoldet, mit lebensnah wiedergegebenem Ausdruck. Der Kopf leicht nach rechts gewandt, der kurze st├Ąmmige Hals geht breit in den Schulteransatz ├╝ber. An der Vorderseite durch eine Falte markiert. Die buschigen Augenbrauen nur leicht hochgezogen, von einer Stirnfalte ├╝berw├Âlbt. Kurzes, leicht lockiges Haar ├╝ber markant geformten Ohrmuscheln. Der Bronzekopf eingelassen in die drapierte Marmorb├╝ste mit Harnisch, zu dem zwei Spangen mit Schuppendekor ├╝ber die Schultern herabziehen. An der Brust ein grotesker Maskenkopf im Ohrmuschelstil, mit klappen- oder blattartigen Haare, wulstiger Stirn, kurzer Nase mit darunter h├Ąngendem Bart, der in Bl├Ątter einzieht. ├ťber den Harnisch in k├╝hnen Faltenw├╝rfen gelegter Mantel, der an der Front leicht linksseitig geknotet ist. An der linken Schulter tritt die Armkappe der R├╝stung hervor, die eine groteske Maske zeigt, zwischen deren Z├Ąhnen der Tuchmantel hochgezogen wird.

Anmerkung I:
Der Bildhauer Nicholas Cordier wirkte ├╝berwiegend in Rom und f├╝hrte Auftr├Ąge unter anderem f├╝r die P├Ąpste Clemens VIII. und Paul V. aus, ferner f├╝r eine Reihe weiterer W├╝rdentr├Ąger des Vatikans. Sein bildhauerischer Stil ist ganz der italienischen Kunst der Sp├Ątrenaissance verpflichtet. Zeitgem├Ą├č widmete er sich Bildwerken, in denen die Nachwirkung bzw. das Wiederaufgreifen der Antike thematisiert war. So ist auch die hier vorliegende B├╝ste ein hervorragendes Werk dieses zeitgen├Âssischen Stils. Dabei hat der Bildhauer sich offensichtlich mit der in den Schriften Suetons ├╝berlieferten Biografie des Kaisers besch├Ąftigt, der als herrschs├╝chtiger Trunkenbold beschrieben wurde. Kaiser Aulus Vitellius (12 bzw. 15 n. Chr. - 69 n. Chr.) war Sohn des Konsol Lucius Vitellius und wurde am 2. Januar 69 durch germanische Legionen nach dem Selbstmord Neros am 9. Juni 68 zum Kaiser ausgerufen. Er besiegte im sog. Vierkaiserjahr den in Rom herrschenden Otho und ├╝bernahm daraufhin die Macht, bevor er am 24. Oktober 69 von Vespasians Legionen besiegt und am 20. Dezember 69 zu Tode gefoltert wurde. Der durch den Biografen Sueton ├╝berlieferte Charakter dieses Herrschers hat der Bildhauer in feinnervig-k├╝nstlerischer Weise voll zum Ausdruck gebracht. Der Kaiser war bekannt f├╝r seine derben Reden, durch die er bei seinen Truppen gro├čes Ansehen genoss, sich aber politisch nicht durchsetzen konnte.

Anmerkung II:
Die B├╝ste ist auf einen vierseitigen, nach oben sich verj├╝ngenden Sockel gestellt, der wiederum auf einer Sockelstele aufliegt, sp├Ąter (wohl im 19. Jahrhundert) in Holz gefertigt und t├Ąuschend echt im Sinne des originalen Marmorsockels marmoriert, mit rechteckigem Grundriss und frontalem einziehendem Risalit. Der Sockel und die Sockelstele in stark farbig wechselnder, gr├╝n-beige-roter Marmorfarbigkeit. Die Front und Seiten in heller, beigefarbener Marmorierung, die zur Farbwirkung der B├╝stendraperie korrespondiert. Die Verwendung verschiedenartiger Materialien f├╝r B├╝sten hoher Rangpers├Ânlichkeiten ist bereits aus der Antike ├╝berliefert, hier im Sinne der Renaissance farblich elegant verfeinert. Der Bronzekopf aus der Marmorb├╝ste herausnehmbar.

Objektvergleich:
B├╝stenpaar des r├Âmischen Kaisers Caracalla und Tethis, um 1700 aus dem Besitz der Sammlung Prinz Hohenzollern-Sigmaringen, Schlosshotel Hertenstein/ Luzern, wohl von C. Friedrich Knoerr um 1875 erworben.
Ferner ebenfalls feuervergoldeter Bronzekopf von Robert Lorraine (1666 - 1743), um 1710 in der Sammlung Prinz von Liechtenstein.

Die vorliegende B├╝ste steht in enger stilistischer und k├╝nstlerischer Verwandtschaft zur sog. Pseudo-Vitellius-B├╝ste im Louvre, Paris, einem unbekannten K├╝nstler der ersten H├Ąlfte des 16. Jahrhunderts, Italien, zugewiesen, in grauem Marmor gefertigt, H├Âhe: 43 cm.

Literatur:
F. Haskell & N. Penny, Taste and the Antique, New Haven, 1981. (8100115)



Nicholas Cordier,
1567 Saint-Mihiel, Meuse - 1612 Rome, attributed to

IMPORTANT, LARGER THAN LIFE BUST OF THE ROMAN EMPEROR AULUS VITELLIUS IN FIRE-GILDED BRONZE AND MARBLE ON A HIGH MARBLE BASE

Height of the bust including marble base: 94 cm.
Width: 76 cm.
Total height with modern plinth: 205 cm.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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