Saturday, 23 September 2006

Auction Fine Art Auction

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Museale, russische Thorakrone vom Goldschmied Alexej Fedotow Tukalow, tätig zwischen 1774 und 1801

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Museale, russische Thorakrone vom Goldschmied Alexej Fedotow Tukalow, tätig zwischen 1774 und 1801

Silber, silberfiligran geprägt, teilweise vergoldet und mit Granaten und Rubinen besetzt. Geschlossene Dreistufenkrone, hoher Reifen, im unteren Streifen in sechs Felder geteilt. In jedem dieser Felder emaillierte russische Doppeladler appliziert. Darüber sind vier Quadratfelder von Säulen unterteilt, im Zentrum eines jeden Feldes eine Rosette mit vier Säulenschnecken. In der Mitte dieser Schnecken befinden sich grüne Cabochons. Am Rand der Streifen sechs Medaillons mit hebräischen Inschriften in Niellotechnik. Es sind Fragmente aus jüdischen Gebeten: “Sei gelobt Ewige Schield Abrahams“, “Sei gelobt Du Ewiger König mit Hymnen“, “Du bist gesegnet Du Ewiger Heiliger Gott“, “Du bist gesegnet Du Ewiger Lieber Gott“, “Du bist gesegnet Du Ewiger die Thora verleihend“, “Du bist gesegnet Du Ewiger, die Zion mit Kindern tröstet“, “Gesegnet seist Du Ewiger, gesegnet für die Ewigkeit“. Auf dem Reifen sechs Löwen, mit Edelsteinen besetzten Augen und fein gravierten Mähnen, den oberen Kronenteil stützend. Der Kronenaufbau besteht aus sechs Silberfiligranbändern, im unteren Teil mit zwölf Medaillons versehen. Diese sind mit Zodiakuszeichen verziert. Jedes Zeichen begleiten Inskriptinen in hebräischer Schrift mit Monatsnamen und Namen der Sternzeichen. Zwischen den Filigranbändern befinden sich sechs Silberglöckchen (zwei fehlen). Kronenabschluss bildet eine Silberfiligrankuppel, mit einem plastischen Pfau versehen. Ausgestattet mit silberfiligranem Federschmuck. Die Krone ist in einem sehr guten Zustand und es handelt sich zudem um ein sehr seltenes Objekt jüdischen Kulturguts aus Zentralrussland. Es gibt kaum vergleichbare Objekte, da die meisten russischen Judaika aus den östlichen Gebieten, wie z.B. Ukraine stammen. Dekorelemente wie das filigrane Muster, Niello- und Emailtechnik sind typisch für die russischen Objekte. Tukalow war vermutlich kein Jude, da die hebräischen Inschriften kleine Schreibfehler aufweisen.
H.: ca. 58 cm.
Russland, Ende 18. Jhdt.
(631621)

Catalogue price € 22.000 - 26.000 Catalogue price€ 22.000 - 26.000  $ 23,980 - 28,340
£ 19,360 - 22,880
元 172,260 - 203,580
₽ 1,550,780 - 1,832,739

 

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.