Auktion Gemälde Alte Meister - Teil I

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Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig
Detailabbildung: Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig
Detailabbildung: Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig
Detailabbildung: Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig
Detailabbildung: Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig
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Michele Giovanni Marieschi, 1696/1710 – 1743 Venedig

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Michele Giovanni Marieschi,
1696/1710 – 1743 Venedig

DIE RIALTOBRÜCKE IN VENEDIG Öl auf Leinwand.
61,3 x 101,2 cm.

Katalogpreis € 70.000 - 90.000 Katalogpreis€ 70.000 - 90.000  $ 77,000 - 99,000
£ 63,000 - 81,000
元 501,900 - 645,300
₽ 5,831,000 - 7,497,000

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Beigegeben eine Expertise von Prof. Egidio Martini.

Der Blick auf die Brücke, über das Wasser des Canal Grande, ist von Süden gerichtet. Brücke und rechte Häuserzeile stehen in vollem Sonnenlicht, der Kanal belebt von zahlreichen Gondeln, Lasten- und Segelschiffen. Die linken Häuserfronten liegen im Schatten. Reiche Figurenstaffage – auf den Schiffen wie an den Uferstraßen – dokumentieren das rege Treiben der Lagunenstadt. So etwa sind Arbeiter an großen Weinfässern auf einem Lastkahn beschäftigt. Die Fässer tragen Buchstabenbezeichnungen. Die Figuren vor den Gebäuden oft in Gruppen dargestellt, die miteinander kommunizieren. Blaue Markisen an einem Palazzo rechts, beleben die bräunlich-gelben Fassaden.
Die Biographie des Malers gibt wenig Aufschluss über seine Lehrjahre, allerdings war bereits sein Vater Antonio als Architekturmaler und „intagliatore“ genannt. In den Jahren um 1725 oder nach 1731 arbeitete er als Theatermaler in Deutschland und kehrte aber 1735 wieder in die Lagunenstadt zurück. Hier wurde er Mitglied der Malergilde „Fraglia dei Pittori“. Bekannt ist, dass Marieschi von dem Kupferstecher und Maler Gaspare Diziani (1689-1767), aber auch durch den Sammler Freiherr von der Schulenburg, Generalfeldmarschall im Dienst der Republik Venedig, gefördert wurde, der zwei seiner Werke zu hohen Preisen erwarb. Vermutlich haben auch Bühnenbild-Entwürfe des Malerkollegen Marco Ricci (1676/79- 1729/30) Einfluss auf manche seiner Bilder gehabt. 1741 entstand sein Stichwerk mit 21 Radierungen von Venedigveduten.
Zahlreiche seiner Gemälde, vor allem Venedigansichten, aber auch fantasiereiche Architekturvisionen, befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen und Museen. So etwa besitzen die Städte Prag, Warschau oder das Niedersächsische Landesmuseum Werke seiner Hand. A. R.

Anmerkung:
Michele Marieschi war nur eine kurze Lebens- und Schaffenszeit gegönnt. Es wird angenommen, dass er seine Lehre in der Werkstatt seines Vaters, eines Architekturmalers und Holzstechers erhielt. Vermutlich war er in Deutschland Ende der 1720er-Jahre oder nach 1731 als Theatermaler tätig, um 1735 nach Venedig zurückzukehren, wo er zwischen 1735 und 1741 Mitglied der Malergilde Fraglia de‘Pittori wurde. Unterstützt wurde er durch Gaspare Diziani (1689-1767). Bekannt ist, dass der Kunstliebhaber Freiherr von der Schulenburg, Generalfeldmarschall im Dienste der Republik Venedig vom Künstler 1738 zwei Veduten erwarb. 1741 entstand eine Serie von 21 Radierungen. Werke seiner Hand finden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, wie in Prag, Warschau, Stockholm, Mailand oder Hannover.

Literatur:
Michael Levey, Painting in Eighteenth-Century Venice, Oxford 1980.
Vgl. Fabio Mauroner, Michele Marieschi with Catalogue of the Etchings, in: The Print Collector‘s Quarterly, April 1940, 27 (2), S. 179. (1291461) (11)


Michele Giovanni Marieschi,
1696/1710 – 1743 Venice
THE RIALTO BRIDGE IN VENICE Oil on canvas.
61.3 x 101.2 cm.

Accompanied by an expert‘s report by Professor Egidio Martini.

The barrels are inscribed with letters. Many of his paintings, especially vedutas of Venice, but also imaginative architectural visions, are now held in important collections and museums. The cities of Prague, Warsaw or the Niedersächsische Landesmuseum, for example, hold works by his hand.

Literature:
Michael Levey, Painting in Eighteenth-Century Venice, Oxford 1980.
cf. Fabio Mauroner, Michele Marieschi with Catalogue of the Etchings, in: The Print Collector‘s Quarterly, April 1940, 27 (2), p. 179.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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