Thursday, 27 June 2013

Auction 16th - 18th Century Paintings

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Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug.

Lot 134 / Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug.

Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug. Detailabbildung: Matteo di Giovanni, Matteo da Siena, um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug.

134
Matteo di Giovanni, Matteo da Siena,
um 1435 Sansepolcro – 1495 Siena, zug.

MADONNA MIT DEM KIND, DEM HEILIGEN JOHANNES BAPTIST UND DEM HEILIGEN JOSEF SOWIE ZWEI ENGELN Tempera auf Holz mit Goldgrund.
65 x 45 cm.
Mit angesetztem, vergoldetem Profilrahmen.

Catalogue price € 150.000 - 180.000

 

Der thematische Bildtitel erweitert als "Maria als Braut Christi". Kleines Altar-Tafelbild, rundbogig. Maria in Dreiviertelfigur leicht nach links stehend wiedergegeben. Der Kopf nach links geneigt, mit Blick zum Betrachter. Sie hält in ihrer rechten Hand das nackte Jesuskind, das sich mit der linken Hand am hochgenommenen Füßchen fasst und mit dem rechten Händchen einen Ring an den kleinen Finger der Mutter steckt. Maria, traditionell mit rotem Kleid und Gürtel, der Halssaum des Kleides vergoldet und punziert, darüber ein anthrazitgrauer Mantel, dessen Bordüre in tiefem Schwarz erscheint, abgesetzt durch feine Goldstreifen. Das Gesicht der Maria von äußerster Eleganz, die leicht geschlossenen Lider signalisieren einen wissenden, nachdenklichen Blick. Die feinen Lippen geschlossen, die Wangen leicht gerötet. Das Kind hält den Kopf ebenfalls nach links, der Blick in die Ferne gerichtet. Die dahinter stehenden Assistenzfiguren etwas dunkler gehalten, links Johannes der Täufer in mittlerem Alter mit braunem Fellkleid und schlanken, knochigen Händen, die den Kreuzstab sowie einen Rotulus mit Aufschrift "Ecce Agnus Dei" halten. Bei der rechten Figur dürfte es sich um die Darstellung des Heiligen Josef handeln, ebenfalls in fortgeschrittenem Alter wiedergegeben, mit ergrautem Bart. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich bei den beiden Heiligengestalten um Portraitbildnisse der Auftraggeber handelt. Darüber zwischen den Köpfen der Hauptfiguren zwei schräggerichtete, jugendliche Engelsköpfe mit anliegenden Flügeln. Der Hintergrund als Goldgrund gearbeitet und - wie die Nimben - punziert. Indem das Kind der Mutter - als Zeichen der "Verlöbnis" - einen Goldring an den Finger steckt, ist das Gemälde auch dem Thema der Maria als Braut Christi anzusehen. In dieser Weise ist die thematische Darstellung äußerst selten vorzufinden. Das Motiv der "Mystischen Hochzeit" ist der jüdisch- christlichen Literatur, Theologie und Kunst entnommen. Im mystischen Sinne der Vereinigung zwischen Gott und Mensch stellte nach mittelalterlicher Vorstellung Maria auch die Kirche dar, die mit dem göttlichen Jesus verbunden ist. Das Gemälde von hoher künstlerischer, aber auch aussagekräftiger Qualität in altersentsprechend guter Erhaltung.

Expertise:
Dem Gemälde ist eine ausführliche Expertise von Marco Ciampolini beigegeben, ausgestellt Siena, 22. Mai 2013. Darin werden zahlreiche Querverweise auf Gemälde des Malers in den verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen genannt bzw. es wird auf Besprechungen und Abbildungen in namhafter kunsthistorischer Literatur verwiesen, wie etwa Bernard Berenson, Italian pictures of the Renaissance, a list of the principal artists an their works with an index of places, Oxford, 1932, Bd. III, the central italian painters, S. 351. Ferner wird auf ein Werk des Meisters hingewiesen, insbesondere auf die Malstruktur und die Darstellung der Personen, wie sie sich in dem in den Uffizien aufbewahrten Tafelbild, Inventarnummer "3949", befinden. Seit dem letzten Besitzwechsel 1991 wurde das Gemälde von verschiedentlichen Übermalungen befreit und so, teilt der Gutachter mit, hat das Gemälde wieder seine typische, meisterhafte, ehemalige Qualität zur Wirkung gebracht. (931751)


Matteo di Giovanni, also ‘Matteo da Siena‘,
circa 1435 Sansepolcro - 1495 Siena, attributed
MADONNA AND CHILD WITH THE INFANT SAINT JOHN THE BAPTIST, SAINT JOSEPH AND TWO ANGELS
Tempera on wood panel with gold ground.
65 x 45 cm.

The painting is highly expressive and of outstanding artistic quality. Age-appropriate good condition.

Expert’s report:
An extensive report by Marco Ciampolini, Siena, May 22 2013 is enclosed with the painting.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.