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Gemälde 19. / 20. Jahrhundert
Donnerstag, 24. September 2020

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Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré

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Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré
Detailabbildung: Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré
Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré

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Henri-Théodore Fantin-Latour,
1836 Grenoble – 1904 Buré

FLEURS Öl auf Leinwand.
45,8 x 38,5 cm.
Links oben signiert und datiert „Fantin 1862“.
In barockisierendem vergoldetem Rahmen.

Katalogpreis € 170.000 - 200.000 Katalogpreis€ 170.000 - 200.000  $ 168,300 - 198,000
£ 153,000 - 180,000
元 1,193,400 - 1,404,000
₽ 10,319,000 - 12,140,000

Dieses Gemälde wird laut Einlieferer von Brame & Lorenceau, Paris, in das in Vorbereitung befindliche Supplément des Werkverzeichnisses aufgenommen.

Vor schwarzem Grund zeichnet sich eine nur durch wenige Reflexe zu erkennende Glasvase ab, deren Wesen zurücktritt und nur als kausale Begründung gebraucht wird für den Zusammenhalt des in ihr befindlichen, vielfältigen und doch zarten Blumenstraußes. Besonders die zarten Rosatöne der Rose und das strahlende Weiß der weit aufgeblühten Lilie kontrastieren vor dem dunklen Hintergrund und vermögen so an Dreidimensionalität zu gewinnen. Besonders nach 1860 wandte sich der gebürtige Grenobler Maler der Stilllebenmalerei zu, welche in England, wo er sich häufig aufhielt, verbreitet war.

Henri-Théodore Fantin-Latour war ein französischer Maler, der von seinem Vater, einem Portraitisten, ausgebildet wurde. Er setzte seine Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Paris fort, besuchte regelmäßig den Louvre, wo er große Meister kopierte. Hier entwickelte er eine Begeisterung für die venezianische Malerei, vor allem für die von Tiziano Vecellio (1485/89-1576) und Paolo Veronese (1528-1588). Er schloss Freundschaft mit Édouard Manet (1832-1883), Berthe Morisot (1841-1895) und später mit James Abbot McNeill Whistler (1834-1903), der ihn mit nach England nahm und einer Klientel vorstellte, die sich für seine Stillleben, im speziellen die Blumenstillleben, begeisterten. Außerdem mit dem realistischen Maler Gustave Courbet (1819-187) und den Impressionisten befreundet, behielt er nichtsdestotrotz seinen eigenen Stil und orientierte seine Malerei hin zu Gruppenportraits, wovon die berühmtesten Exemplare im Musée d‘Orsay aufbewahrt sind. Später zog er sich in die Normandie nach Buré zurück und widmete sich dort fast ausschließlich seinen Blumensträußen, die er in seinem Garten pflückte. (†)

Provenienz:
J. Russell Buckler.
Sammlung Obach.
Sammlung Connall.
Sammlung P. Larsen.
Sammlung Jorge Anibal Mendaro Nogoya.
Sammlung Peter Hecht, Buenos Aires.
Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München.
Schweizer Privatsammlung, 1986 bei obiger Galerie erworben.

Ausstellung:
München 1986/87, Eine Galerie sammelt ... Werke des 19. und 20. Jh., Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, Nr. 1 (abgebildet auf dem Katalogumschlag).

Vergleiche:
Ein vergleichbares Gemälde aus seiner Hand: Foundation E.G. Bührle in Zürich (Rosen und Lilien in einer Vase, 1864. Öl auf Leinwand, 57 × 42,5 cm, Inv.-Nr. 43). (1241741) (13)


Henri-Théodore Fantin-Latour,
1836 Grenoble – 1904 Buré
FLEURS Oil on canvas.
45.8 x 38.5 cm
Signed “Fantin 1862” and dated top left.
In Baroque-style gilt frame.

According to information by the owner the painting will be included in the supplement of the catalogue raisonné by Brame & Lorenceau, Paris, which is currently being prepared. (†)

Provenance:
J. Russell Buckler.
Obach Collection.
Connall Collection.
P. Larsen Collection.
Jorge Anibal Mendaro Nogoya Collection.
Peter Hecht Collection, Buenos Aires.
Gallery Dr Hans-Peter Bühler, Munich.
Swiss private collection, purchased in 1986 at aforementioned gallery.
Auction Koller, Zurich, 19 June 2020, lot 3102.

Exhibition:
Munich 1986/87, Eine Galerie sammelt ... Werke des 19. und 20. Jh., Gallery Dr Hans-Peter Bühler, no. 1 (illustrated on catalogue cover).

Examples of comparison:
A similar painting by his hand: Foundation E.G. Bührle in Zürich (Roses and Lilies in a Vase, 1864. Oil on canvas, 57 × 42.5 cm, inv. no. 43).

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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