Thursday, 27 June 2019

Auction Old Master Paintings Part I

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Henri Gascar, auch „Gascard“, 1635 Paris – 1701 Rom
Detailabbildung: Henri Gascar, auch „Gascard“, 1635 Paris – 1701 Rom
Detailabbildung: Henri Gascar, auch „Gascard“, 1635 Paris – 1701 Rom
Detailabbildung: Henri Gascar, auch „Gascard“, 1635 Paris – 1701 Rom
Detailabbildung: Henri Gascar, auch „Gascard“, 1635 Paris – 1701 Rom

749
Henri Gascar,
auch „Gascard“,
1635 Paris – 1701 Rom

BARBARA PALMER, GEB. VILLIER, DUCHESS OF CLEVELAND (1640 - 1709) Öl auf Leinwand. Doubliert.
99,5 x 123 cm im Oval.
In vergoldetem plastischem ovalem Blattwerkrahmen.

Catalogue price € 28.000 - 30.000 Catalogue price€ 28.000 - 30.000  $ 31,919 - 34,200
£ 24,920 - 26,700
元 218,680 - 234,300
₽ 2,005,080 - 2,148,300

 

Höchst attraktives Portrait, vor allem auch wegen der ungewöhnlich querovalen Komposition, in der sich die Dargestellte, leicht nach rechts versetzt, in sitzender Haltung dem Betrachter mit kritisch freundlichem Blick entgegenwendet. Das Haupt hoheitsvoll erhoben, Ohrringe und im Dekolleté eine große Perlenkette, das lockige Haar nur leicht gepudert. Über dem spitzenbesetzten weißen Kleid ein blaues goldbesticktes Manteltuch. Das Rot in herrschaftlichen Textilien ist hier dem Rang der Dargestellten zwar nicht gegeben, fand aber in geschickter Weise im roten Kissen Eingang ins Bild. Kopf und Schultern heller beleuchtet, treten umso wirkungsvoller vor dem dunklen Velumhintergrund hervor. Links Ausblick in eine Parklandschaft mit Balustrade und aufstehenden Marmorfiguren, daneben flanierende und am Bassinrand sitzende Figuren sowie ein herrschaftliches Parkgebäude im Hintergrund links oben. Rest.

Sohn des Malers Pierre Gascar, kam 1674 nach England auf Einladung der Louise de Keroualle, Duchess of Portsmouth, der Favoritin König Charles II. Am englischen Hof schuf er mehrere Portraits, von denen etliche durch Peter Vanderbank in Kupfer gestochen wurden.

Anmerkung 1:
Barbara Palmer, geb. Villiers, war neben Nell Gwynn seit 1660 die berühmteste der zahlreichen Mätreässen von König Charles II (1630 - 1685), nachdem sie 1659 den Diplomaten und Mathematikgelehrten Roger Palmer geheiratet hatte. 1670 wurde Palmer vom englischen König zur Baroness Nonsuch, Countess of Southampton und Duches of Cleveland ernannt. Zahlreiche überlieferte Kupferstiche, welche etwa nach Portraits von Sir Peter Lely gestochen wurden, belegen unsere Identifizierung.

Anmerkung 2:
Möglicherweise ist vorliegendes Portrait als Teil einer Folge königlicher Mätressen zu interpretieren, etwa im Sinne einer privaten Schönheitengalerie des Königs. (1190161) (13)


Henri Gascar,
(also known as “Gascard”)
1635 Paris – 1701 Rome

BARBARA PALMER, born VILLIER, DUCHESS OF CLEVELAND (1640-1709)

Oil on canvas. Relined.
99.5 x 123 cm in oval.
In gilt frame with three-dimensional oval foliage frame.

Very attractive portrait, especially due to its unusual horizontal oval composition, in which the seated depicted figure is shown slightly off-centre to the right and is turned towards the viewer with a critical but friendly gaze. Restored.

Notes:
Barbara Palmer, born Villiers, was alongside Nell Gwynn one of the most famous of the numerous mistresses of King Charles II (1630 – 1685) since 1660.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.