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Gemälde 16. - 18. Jahrhundert
Mittwoch, 5. Juli 2017

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Detailabbildung: Heinrich Aldegrever, 1502 Paderborn – um 1555 Soest

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Heinrich Aldegrever, 1502 Paderborn – um 1555 Soest
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Detailabbildung: Heinrich Aldegrever, 1502 Paderborn – um 1555 Soest
Detailabbildung: Heinrich Aldegrever, 1502 Paderborn – um 1555 Soest

404
Heinrich Aldegrever,
1502 Paderborn – um 1555 Soest

BILDNIS DES HEILIGEN JOSEF Öl auf Lindenholz.
54 x 35 cm.
Rechts oben monogrammiert, rückseitig Aufschrift, rückseitig am linken Seitenrand weitere alte Provenienzangabe „Eigenthum der Schwester von Lietzh, geboren 30. Mai 1825 + 2. November 1920“.
Ungerahmt.

Katalogpreis € 10.000 - 20.000 Katalogpreis€ 10.000 - 20.000  $ 11,000 - 22,000
£ 9,000 - 18,000
元 70,900 - 141,800
₽ 932,000 - 1,864,000

Beigegeben ausführliches Gutachten und Dokumentation von Dr. Rainer Stüwe, Wilhelmsfeld, 6. Mai 2014. Ferner Materialanalysen und Gutachten durch Claudio Falcucci vom 16. April 2013, Rom. Das Monogramm wurde von Prof. Schreiner untersucht und mündlich als mit dem Gemälde entstanden bestätigt.

Heinrich Aldegrever gehört neben und nach Albrecht Dürer (1471-1528) zu den bedeutendsten Künstlern seiner Zeit. Da er überwiegend als Kupferstecher gewirkt hat, wodurch er weithin bekannt wurde, blieben seine malerischen Werke in der Minderzahl. Umso bedeutender darf hier die Auffindung eines hochrangigen Gemäldes gewürdigt werden, das in mehrfacher Hinsicht Achtung verdient: Die rückseitige frühe Aufschrift aus dem Jahre 1674 weist die ehemalige Provenienz aus dem Münsteraner Klarissenkloster aus. Zudem ist die stilistische Verwandtschaft zu Werken Dürers unverkennbar.
Dargestellt ist die bärtige Heiligenfigur im Halbbildnis nach links vor schwarzem Hintergrund. Das geknöpfte Kleid in kardinalrotem bis rosanem Farbton, der Kopf mit faltiger Stirn und nachdenklichem Blick, leicht nach links unten geneigt, das Barthaar in unterem Bereich nach rechts ziehend. Hier und im Seitenhaar unter dem kahlen Kopf feinste Lichthöhungen einzelner Haarsträhnen. Ebenso fein gezogen der Nimbusreif um das Haupt vor schwarzem Hintergrund. Der linke Arm angewinkelt, die geschlossene Hand mit noch ausgestrecktem Zeigefinger auf die Brust gelegt. Der zarte Nimbusreif in Muschelgold, wie ebenso das rechts oben befindliche Monogramm „AG“, das auch auf sämtlichen grafischen Werken Aldegrevers zu finden ist, dieses wiederum angelehnt an das Dürermonogramm.
Die ikonografische Identifizierung als Heiliger Josef ist zunächst aus dem Bildnis nicht sofort erkennbar, leitet sich jedoch aus dem rückwärtigen Text aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts her, wird aber zudem auch erklärbar durch die Übereinstimmung einer Josefsgestalt im Altarflügel des 1503/04 entstandenen Dreikönigsaltares von Dürer in der Münchner Alten Pinakothek. Die beigegebene Gutachterdokumentation führt zudem den Kopftypus einer Josefsfigur auf, die sich in Dürers Paumgartner Altar aus dem Jahr 1503 befindet.
Das Gemälde zeichnet sich insgesamt durch äußerst hohe Qualität aus, ungeachtet der Seltenheit des Werkes aus dem Oeuvre Aldegrevers. Die weitergehende stilistische Untersuchung, wie sie in der beigegebenen Gutachterdokumentation vorgelegt wird, verweist auf die typischen Merkmale der Ölmalerei Aldegrevers im Vergleich mit seinen wenigen in Öl gemalten Werken, wie etwa dem „Portrait des Grafen Philipp von Waldeck“ 1535, und dem 1527 entstandenen Marienaltar in der Sooster Wiesenkirche. Im Gutachten wird das seltene Werk in die Jahre zwischen 1530 und 1540 eingeordnet.
Von zusätzlich besonderem Reiz ist auch die in Versform verfasste rückseitige Aufschrift, aus der die Provenienz hervorgeht „Dies Bild gehöret mein/ geerbt hab ich allein/ durch Berta van Gees ich geboren bin/ bin jetz in Gloster der Clariserin/ mein Leben da sich Got geweid/ zum sterben bin ich schon bereit/ Lob Got in aler ewigkeit/ gelobt sei Jesus Christus, anno 1674/ Maria Elisa v. Gees“. Darüber von gleicher Hand „H.l. Josef/ von Aldegrever/ AG/ das Monogram ist von Heinrich Aldegref/ welcher im Jahre Christi gelebt/ anno 1546“.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sich bei vorliegendem Gemälde um ein hochrangiges seltenes und museales Werk des genannten Meisters handelt.

Literatur:
Anton Fahne, Geschichte der kölnischen, jülischen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappensiegeln und Urkunden. Erster Teil, Bonn 1853, S. 113.
Zum Vergleichsgemälde „Philipp von Waldeck“ aus dem Jahr 1535 siehe: Ausstellungskatalog Westfälisches Landesmuseum Münster. Heinrich Aldegrever und die Bildnisse der Wiedertäufer, 1985, Katalognr. 7, Tafel 3.

Anmerkung:
Die Verfasserin des obigen besitzanzeigenenden Verses, Maria Elisabeth van Gies und deren Mutter Berta van Gies, sind Mitglieder der seit 1377 nachweisbar geldrischen Adelsfamilie Giesen, die in den 1430er-Jahren mehrfach Gesandte des Herzogs von Jülich stellte.
(1110697) (11)


Heinrich Aldegrever,
1502 Paderborn - ca. 1555 Soest

PORTRAIT OF SAINT JOSEPH

Oil on limewood.
54 x 35 cm.
Monogrammed top right, inscribed and old provenance reference “Eigenthum der Schwester von Lietzh, geboren 30. Mai 1825 + 2. November 1920” [property of the sister of Lietzh, born 30 May 1825, deceased 2 November 1920] on the reverse.
Unframed.

Accompanied by a detailed report and documentation by Dr Rainer Stüwe, Wilhelmsfeld, 6 May 2014. Furthermore, material analysis and expert's report by Claudio Falcucci dated 16 April 2013, Rome. The monogram was examined by Prof. Schreiner, Vienna, who confirmed orally, the correspondance of the origin of the monogram with the painting.

The enclosed expert's report analyses the painting's style and points out that it shows typical features of Aldegrever's oil-painting style when compared with his few other oil paintings such as Portrait of Count Philipp of Waldeck, 1535, and the Altar of the Virgin Mary created in 1527 for the Wiesenkirche [Saint Mary's of the Meadow] in Soest. The report dates this rare work between 1530 and 1540. Furthermore, an inscription in verse dating to 1674 on the reverse is particularly attractive as it also reveals the painting's provenance. Above this inscription is another in the same handwriting: “H.l. Josef/ von Aldegrever/ AG/ das Monogram ist von Heinrich Aldegref/ welcher im Jahre Christi gelebt/ anno 1546” [Saint Joseph / by Aldegrever / AG / the monogram is by Heinrich Aldegref / who lived in the year of our Lord / 1546].
In summary, the painting presented in this lot is a rare, high-ranking work by Aldegrever of museum quality.

Literature:
A. Fahne, Geschichte der Kölnischen, Jülischen und Bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Part 1, Bonn 1853, p. 113.
For a comparable painting with the title “Philipp von Waldeck” from 1535, please see: J. Luckhardt and A. Lorenz, Heinrich Aldegrever und die Bildnisse der Wiedertäufer , exhibition catalogue, Landesmuseum Münster, 1985, cat. no. 7, plate 3.

Notes:
The author of the above mentioned old inscription of ownership, Maria Elisabeth van Gies and her mother Berta van Gies, were members of the old aristocratic Giesen family from Geldern, who can be traced back to 1377. During the 1430s several members of this family were posted as envoys to the.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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