Thursday, 22 September 2016

Auction Two collections of ivory objects

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Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung
Detailabbildung: Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung

252
Großer imposanter Elfenbein-Deckelpokal mit Silbermontierung

Höhe: 67 cm.
Wohl Südfrankreich, um 1720.

Catalogue price € 18.000 - 20.000 Catalogue price€ 18.000 - 20.000  $ 19,620 - 21,800
£ 15,840 - 17,600
元 140,940 - 156,600
₽ 1,268,820 - 1,409,800

 

Die große Kuppa über einem aus drei Figuren vollplastisch geschnitzten Schaft auf runder leicht gewölbter Sockelplatte. Diese eingefasst von silbernem Sockelstand, in Kehle und Bauchung gewölbt und mehrfach gegliedert. Der Deckelrand gewölbt, im Unterteil entsprechend als Deckelbekrönung gestaltet, runder Elfenbeinsockel, darauf vollplastisch geschnitzter stehender Knabe, der in ein Muschelhorn stößt, das rechte Bein auf eine große Muschel gestellt. Dieser bekrönenden Figur entsprechend ist die gesamte dekorative Gestaltung und der Schaft dem Meeresthema gewidmet: Am Sockel ein fischschwänziger kräftiger herkulisch muskulöser und bärtiger Triton, der eine weitere Männergestalt mit beiden Armen umfängt, die wiederum mit beiden Händen eine fischschwänzige Nixe hochhält, die karyatidenartig die Kuppa trägt. Diese weit und hoch umlaufend vielfigürlich beschnitzt, im Halbrelief, das sich von der glatten Wandung abhebt. Im Zentrum ein Triumphbogen, dessen seitliche Pfeiler mit Schuppenmotiv dekoriert sind, der Bogen selbst gebildet aus Muscheln und Meeresschnecken, als Schlussstein großohrige Groteskenmaske. Oberhalb des Bogens zwei Frauen sitzend wiedergegeben mit einem Vogel bzw. Amorknäblein und einem Füllhorn. Im Bogen steht die Meeresgöttin Thetis aufrecht in einer Muschel, in der linken Hand hält sie eine Koralle. Die Figur gesockelt durch einen vasenförmigen Unterbau auf Volutenfüßen, mit Frontmaske, flankiert durch Delfine, deren geringelte Schwänze nach oben ziehen. In der Fortsetzung nach rechts werden geflügelte Putten mit Königskrone und Wappen sichtbar, darunter ein Hund, wohl ein Wappentier, Tritonen und Hippokampen. Im weiteren Verlauf drei kräftige Männer im Kampf mit herkulischen Gestalten bzw. Tritonen. Die Szene schließt an der linken Seite des Triumphbogens ab mit einem in ein Muschelhorn blasenden Triton auf einem Hippokamp, daneben eine Nereide, darüber eine Drachengestalt. Oberhalb der dahinterliegenden Kartusche zwei geflügelte Putten mit einem Wappen und Königskrone. Der Einsatz in Kupfer getrieben, innen vergoldet. Fuß- und Deckelmontierung in Silber, die Punzen nicht eindeutig identifizierbar, „L.“ in querliegender Raute flankiert von zwei Ovalpunzen mit der Ähnlichkeit von Pinienzapfen, darunter Tremolierstrich. An den Seiten zwei senkrechte lanzettförmige Silberspangen, eine durch Gravur beschriftet „Sans pain, sans vin; l'amour n'est rien“. Diese beiden Appliken wohl erst später angebracht, einer um einen Schwundriss in der Kuppa zu überdecken, der andere als Gegenstück. Die von geflügelten Putten gehaltenen Wappen mit Krone lassen links das legierte Monogramm „MW“ erkennen, rechts schwerer deutbar „NI“. Demnach wären die Figuren darunter, Drache und Wolf, als Wappentiere zu deuten, was den Pokal möglicherweise als ein Hochzeitsgeschenk fürstlicher oder königlicher Provenienz ausweisen würde.
Leicht schwundrissig, leichte Alterssp. (10702460) (10)


Large, impressive ivory tankard and cover with silver mounts
Height: 67 cm.
Probably Southern France, ca. 1720.

Ivory carved in high-relief. Wrought copper insert, gilt interior. Silver feet and cover mounts. Unidentified hallmarks: “L.” in transverse rhombus flanked by two oval hallmarks in the shape of pinecones and assay scrape underneath. Two vertical, lancet-shaped silver buckles on either side, one engraved: “Sans pain, sans vin; l’amour n’est rien“ [Without bread and wine, love is nothing]. These two buckles were probably applied later, one probably to cover a shrinkage crack in the tankard and the other as its counterpart. Winged putti hold two crowned coat of arms; on the left the monogram “MW“ is discernible, the mongram on the right is harder to decipher, possibly “NI“(?). The figures of a dragon and a wolf below can probably be interpreted as heraldic animals and the tankard could therefore possibly be a wedding gift of princely or royal provenance. With minor shrinkage cracks and minor signs of ageing.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.