Friday, 5 December 2008

Auction Furniture

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Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank

Lot 14 / Großer, imposanter Aufsatzschrank

Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank Detailabbildung: Großer, imposanter Aufsatzschrank

14
Großer, imposanter Aufsatzschrank

Höhe: 274 cm.
Breite: 155 cm.
Tiefe: ca. 64 cm.
18./19. Jahrhundert.

Catalogue price € 80.000 - 100.000

 


In reich bewegten barocken Formen zweiteilig aufgebaut: der Unterbau ein dreischübiger Kommodenteil mit darüber liegender Schrägklappe; das hohe Oberteil zweitürig, überhöht durch stark aufragenden Sprenggiebel mit Gebälkstücken an seitlichen Voluten. Die beiden Türen und das Feld im Auszug verspiegelt, die Spiegel figural beschliffen, von vergoldeten Rahmungen eingefasst. Aufbaukern des Möbels in Weichholz, das Furnier zeigt Nuss- und Nusswurzelholz. Die Seiten des Möbels nach hinten ausschwingend, vertikal gegliedert durch mehrfach verkröpfte Lisenen, die paarweise an den Seiten konkav einziehende Türen rahmen. Nach unten sich verjüngende, schräggestellte Pilaster flankieren die drei Schubfronten. Entsprechend darüber in gebogter Verkröpfung Antreppungen seitlich der Pultklappe, am unteren Ansatz in Voluten einziehend, die als Handgriffe für eine gebogte Schublade dienen, die herausgezogen werden kann. Aus dem insgesamt dunkleren Nussholzfurnier treten hellerfarbig die Nusswurzelpartien der Schubfelder sowie der Liseneninnenfelder hervor, die die Gesamtwirkung des Möbels beleben. Der Unterbau getragen von insgesamt sechs kurzen Stollenfüßen, auf denen ein mehrfach gekröpftes Hohlkehlenprofilgesims aufliegt. Die Spiegelrahmungen der Türen bekrönt durch weibliche, vollplastisch geschnitzte Köpfe mit kartuschenförmigem Stirnschmuck, geschnitzt und vergoldet. Entsprechend vergoldet auch die an den Möbelecken über Kämpfern stehenden, geschnitzten Rocaillen, die als Dachaufsätze das Möbel bekrönen. Dahinter konkave Volutenbögen, die die Möbelseiten überziehen. Der Spiegelschliff zeigt im oberen Feld die antike Götterfigur des Zeus mit Blitzbündel auf einer Wolke stehend, in den Türen jeweils eine höfische Dame und ein Herr in der Kleidung des 18. Jahrhunderts. Im geöffneten Zustand zeigen sich die Türinnenseiten schlicht geglättet, die Einbauten jedoch in aufwändig gestalteter Aufteilung: im Zentrum konkave Rundbogentüre über drei treppenartig zurückgestaffelten Zügen, überhöht von einem weiteren Schub und einer Einstellnische. Seitlich entsprechend weitere Einstellnischen, abwechselnd dazwischen kleine seitliche Schübe. In den beiden Ecken des Einbaus schräggestellte Geheimtüren, in Art von Lisenen, am Unterrand des Aufsatzes zwei ausziehbare Tabletts. Das geöffnete Pult zeigt einen Einbau mit zentraler Türe und seitlichen, geschweiften Schüben mit darüberliegenden Einstellnischen. Die Pultplatte sowie die Schreibplatte innen entsprechend furniert, mit rückschiebbarer Abdeckung eines Geheimfaches. Insgesamt zeigt sich das imposante Möbel ganz im Stil des venezianischen Rokoko, wenngleich unter Verwendung späterer Teile. Beschläge in Messing. Scharniere zum Teil in Schmiedeeisen. (720197)

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