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Detailabbildung: Große, in Lindenholz geschnitzte Figur einer weiblichen Heiligen aus dem Nürnberger Kreis um 1530

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Große, in Lindenholz geschnitzte Figur einer weiblichen Heiligen aus dem Nürnberger Kreis um 1530

490
Große, in Lindenholz geschnitzte Figur einer weiblichen Heiligen aus dem Nürnberger Kreis um 1530

Die sowohl im Gesichtsausdruck sowie in der elegant-weiblichen Körperhaltung äußerst lebendig wiedergegebene Figur in Lindenholz geschnitzt, ist stehend dargestellt auf einem angeschnitztem, kalottenförmigem Sockel, auf dem Kleid und Mantel in bewegten Falten aufliegen. Das rechte Bein angezogen, mit leicht vorgestelltem Knie unter hochgezogenem Mantelbausch, der mit eleganter Handhaltung zusammengerafft wird. Der Oberkörper mit mädchenhafter Taille wiedergegeben, in nur ganz leichter Wendung zeigt sich in jugendlicher Anmut. Die Brustpartie mit Miederschnürung geschickt betont durch die seitlich gleichmäßig herabfallenden, glatten Säume des Mantels, dessen glatter Verlauf wiederum durch die seitlich herabgeführten, in Wellen gearbeiteten Haarlocken konturiert wird. Von besonderem Reiz das äußerst fein geschnittene, jugendliche Mädchengesicht mit leicht träumerisch geöffneten Augen und zartem Lächeln. Die der Modetracht der Zeit entsprechende Haarnetzhaube läßt in geschickter Weise die Stirn frei und erhöht somit die Wirkung des wachen Mädchengesichtes. Die Dargestellte hält die linke Hand nach vorne, mit der Handinnenfläche nach oben, ehemals einen Attributgegenstand haltend.

Katalogpreis € 30.000 - 36.000 Katalogpreis€ 30.000 - 36.000  $ 32,100 - 38,520
£ 24,000 - 28,800
元 232,800 - 279,360
₽ 2,804,700 - 3,365,640

H.: 154 cm (ohne die beigegebenen Sockel). Anmerkung: Ungefasst und braun gewachst. Das Fehlen des Attributs hat in der wissenschaftlichen Diskussion um dieses Bildwerk zu verschiedenen Deutungen geführt: als Salome wäre hier ein Teller zu denken, als Barbara ein Turm etc. Die von Prof. R. Kahsnitz geäußerte Meinung, es handele sich um eine Magdalena, ist aufgrund des Bezuges zu einer Magdalenen Figur des Lübecker Meisters Claus Berg, Teilstück vom Allerheiligen Altars in Odense, St. Knuts Kirche, um 1530. Die Figur als Magadalene ist aufgrund der modischen Kleidung durchaus auch als zutreffend anzunehemn. Die wissenschaftliche Diskussion hat mehrer Stilabhängigkeiten festgestellt: Friedrich Back (1908) und August Feigel (1913) stuften die Figur als fränkische, an Veit Stoss erinnernde Arbeit um 1510 ein. Das jüngere Gutachten von Mehringer (Februar 2001) stellt das Werk einem Münchener Meister um 1500 zu, ebenfalls von der Schule Feitstoß abgeleitet und bringt zum Vergleich eine Madonna in dem kleinen Altarschrein aus der Hauskapelle des Hauses “Zum Goldenen Schild“, heute im Germanischen Nationalmuseum. Ferner wird die Büste einer Hl. Magdalena in der Pfarrkirche in Eibelstadt oder die Magdalena aus einer Riemenschneiderschen Beweinungsgruppe in Hessental angeführt. Provenienz: erworben 1905 bei Herrman Lussmann, Neckargerach. Literatur: MK Darmstadt, 1909 (Back), S. 43 f. Feigel 1913, S. 10 Abb. 10 ist Abbildung des vorliegenden Stückes. Katalog des Hessischen Landesmuseums Darmstadt Nr. 19 (Woelk) Bildwerke vom 9. bis zum 16. Jhdt. in Stein, Holz und Ton im Hessischen Landesmuseum Damstadt, Berlin 1999 erschienen. Der Figur ist ein Gutachten von Adolf Mehringer, Salzburg, München, Februar 2001 beigegeben, einer Abschrift eines Schreibens von Prof. R. Kahsnitz. (5015013)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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