Auction 16th - 18th Century Paintings

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Francesco Guardi, 1712 – 1793 Venedig
Detailabbildung: Francesco Guardi, 1712 – 1793 Venedig

421
Francesco Guardi,
1712 – 1793 Venedig

ANSICHT VON VENEDIG, BLICK AUF DEN CANAL GRANDE MIT DER RIALTOBRÜCKE UND DEM PALAZZO DEI CAMERLENGHI
Öl auf Leinwand.
23,8 x 32 cm.
Verso auf der Leinwand alter, brauner, seitlich angerissener Klebezettel mit englischer Aufschrift ".to of Venice. / Guardi".

Catalogue price € 35.000 - 40.000 Catalogue price€ 35.000 - 40.000  $ 42,000 - 48,000
£ 31,500 - 36,000
元 264,600 - 302,400
₽ 2,980,950 - 3,406,800

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Der Blick des Betrachters wird auf einen erhöhten Standpunkt oberhalb des Kanalwassers geführt, mit Blick auf die Rialto-Bogenbrücke, die zwischen den linken Häuserfassaden und dem rechten Palazzo eingebunden ist. Vom linken Bildrand ziehen die Fassaden mit den unten liegenden Arkaden perspektivisch ins Bild, rechts die im Schatten stehenden Gebäude hinter der Piazza. Auf den Uferstraßen zahlreiche Figurenstaffage. Rechts am Kanalufer dicht bei der Brücke mehrere weiter rechts vereinzelte anliegende Segelschiffe, dazwischen eine Gondel. Drei weitere Gondeln ziehen im Vordergrund auf dem ruhigen Wasser nach rechts. Der Gebäudeprospekt überhöht von einem blauen, ins Grau ziehenden Wolkenhimmel mit helleren und dunkleren Wolken, die eine rocailleförmige Figuration hervorstellen. Die Lichtstimmung insgesamt von Schatten und gewitterartig beleuchteten Partien der Architektur beherrscht, was einen nahezu mystischen Stimmungseffekt erzeugt. Diese Lichtwirkung wird dadurch verstärkt, dass etwa die Rialtobrücke wie von unten beleuchtet erscheint, während die Brückenwandung im Gegenlichtschatten steht. Die Belichtung von rechts oben lässt auch die rechte Fassadenfront des Palazzos aufleuchten, während die linke Seite völlig in den Schatten gestellt ist. Auf dem dunklen Kanalwasser im Vordergrund leuchten einige Elemente der Gondeln oder auch der Kleidung der Gondoliere auf. Solche nahezu gespenstisch anmutende Farb- und Lichtwirkungen dürfen als ein markantes Merkmal im Schaffen Guardis zu sehen sein.

Expertise:
Die beigegebene Expertise von Dario Succi bezeichnet das vorliegende Gemälde als ein interessantes Dokument der künstlerischen Tätigkeit Guardis in der Frühphase seiner Vedutenmalerei. Ferner führt das Gutachten Vergleichsbeispiele an, wie etwa den Kupferstich aus der Serie von 38 venezianischen Veduten, die erstmals 1742 bei Pasquali ediert wurden, die wiederum auf Werke von Canaletto zurückgehen. Das Gutachten reiht das Werk um das Jahr 1754 ein. (881472)

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