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September-Auktion Teil II.
Freitag, 23. September 2005

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Detailabbildung: Carl Spitzweg 1808-1885 München.

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Carl Spitzweg 1808-1885 München.

568
Carl Spitzweg
1808-1885 München.

ANKUNFT DES RADDAMPFERS
IN SEESHAUPT AM STARNBERGER SEE

Katalogpreis € 230.000 - 280.000 Katalogpreis€ 230.000 - 280.000  $ 253,000 - 308,000
£ 207,000 - 252,000
元 1,630,700 - 1,985,200
₽ 21,436,000 - 26,096,000

66 x 47 cm. Öl/Papier/Karton.
Parkettiert. Gemalt um 1860-70.
Gerahmt. Größe mit Rahmen: 89 x 69 cm.

Ein Raddampfer mit rauchenden Schornsteinen an
der Schiffsanlegestelle in Seeshaupt am Starnberger See. Über ein Brett wird auf einer Schubkarre Gepäck
ans Ufer gebracht, während Ausflügler auf dem
Landungssteg auf das Betreten des Schiffs warten. Reisende haben schon den Dampfer verlassen und gehen mit Gepäck einen sich durch einen Wiesenhang schlängelnden Pfad zum Gasthof hinauf. Links vor dem Gehöft ein Heuwagen. Vor dem Gasthof warten Reisekutschen auf Fahrgäste, um sie ins
Land zu fahren. Hinter dem Wegkreuz am Ende des Pfades, auf der Höhe des Berghanges, schaut man auf das Panorama der Alpen. Rechts vom Pfad beschließen kleine Gehöfte und ein Obstgarten
den rechten Bildrand.

Anmerkung:
Das vorliegende Gemälde “Ankunft in Seeshaupt“
ist die erste Fassung dieser Darstellung. Vgl. Hierzu Wichmann, S.: Katalog der Münchener Ausstellung von 1986, S. 488. Das Bild fängt die Stimmung an
der Anlegestelle ein. Spitzweg wendet hier die Maltechnik der Schule von Barbizon an, von der er nach seiner Reise 1851 nach Frankreich stark beeinflusst wurde. Das Gemälde ist frühimpressionistisch gemalt und wirkt im Gegensatz zur späteren zweiten Fassung (Sammlung Dr. G. Schäfer, Schweinfurt) leichter und spannungsgeladener.
Die großformatige, lebendige Darstellung der “Ankunft in Seeshaupt“ geht zurück auf Reisen Spitzwegs, unter anderem im Jahre 1858 nach Seeshaupt. Das Gemälde fällt in die reife Zeit des Künstlers, der in den Jahren zwischen der Pariser Reise 1851 und der großen Münchener Kunstausstellung von 1869 seine wichtigsten Werke schuf.
Spitzweg malte das Motiv vom Schiffsanleger aus. Dieser Schiffsanleger existiert noch heute. Links die Gastätte “Zur Alten Post“, die auch heute noch besteht, bzw. der Großteil des Komplexes nennt sich “Sommerresidenz Alte Post“

Provenienz:
Galerie Arnold, Dresden, Deutsche
Maler im 19. Jhdt., 1918, Katalognr. 228. Galerie Heinemann, München, Carl Spitzweg, 1933, Nr. 30.

Literatur:
Boehn, M. v.: Carl Spitzweg. Bielefeld und Leipzig, Vellhagen & Klasing, 1924, Abb. S. 119. Vgl. Elsen, A.: Carl Spitzweg. Schroll, Wien 1948, S. 121 bzw. Abb. 44 (2. Fassung). Vgl. Roennefahrt, G.: Carl Spitzweg, Werkverzeichnis der Gemälde. Bruckmann, München 1960, Nr. 18 mit. Abb. Vgl. Uhde-Bernays, H.: Carl Spitzweg. München, Piper, 1935, Abb. 123. Vgl. Wichmann, S.: Carl Spitzweg. Ausstellungskatalog Haus der Kunst. München 1986, Nr. 621 mit Farbabbildung S. 338. Vgl. Wichmann, S.: Verzeichnis der Gemälde. Stuttgart 2002, Nr. 1173. Wichmann, S.: Eine Dokumentation über das Bild in Buchform ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich Ende 2005 in drei Exemplaren gedruckt.

Ausstellungen:
Kunstverein München, Gedächtnisausstellung 1908, Nr. 211. Haus der Kunst, München 1985, Carl Spitzweg und die französischen Zeichnungen, Nr. 621. Carl Spitzweg / Reisen und Wandern in Europa / und der Glückliche Winkel. Seedamm Kulturzentrum, Pfeffikon/Zürichsee, September 2002 - Januar 2003. Katalog-Nr. 116 mit ganzseitiger Farbabbildung. Carl Spitzweg / Reisen und Wandern in Europa / und der Glückliche Winkel. Haus der Kunst, München Frühjahr 2003. (590961)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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Carl Spitzweg,  1808 München – 1885 ebenda

959 / Carl Spitzweg,
1808 München – 1885 ebenda

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