Thursday, 22 September 2016

Auction Two collections of ivory objects

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Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts
Detailabbildung: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts
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Detailabbildung: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts
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Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Lot 267 / Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts Detail images: Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts

267
Bildschnitzer des ausgehenden 19. Jahrhunderts

ELFENBEINFIGURENGRUPPE MIT DARSTELLUNG
DER KÖLNER DOMBAU-SAGE
Gesamthöhe: 62 cm.
Sockelbreite: 69 cm.
Sockeltiefe: 32 cm.
Höhe der größten Figur: 52 cm.
Spätes 19. Jahrhundert.

Catalogue price € 35.000 - 45.000 Catalogue price€ 35.000 - 45.000  $ 39,549 - 50,849
£ 29,750 - 38,250
元 265,300 - 341,100
₽ 2,538,900 - 3,264,300

 

Aufbau in Form separat geschnitzter Hauptfiguren: Der Dombaumeister Gerhard von Rile, der 1248 mit dem Bau des Kölner Domes begonnen hatte, ganzfigurig rechts vor einem Pult mit Architektenwerkzeug und -plan stehend. Vor ihm in überragender Größe leicht geneigt der Satan, mit dem er der Sage nach eine Wette abgeschlossen hatte. Links daneben das Modell des zweitürmigen Kölner Domes und links vorne eine fantasievolle Hundefigur, die die Pfote auf einen Totenschädel legt. Die Gruppe bereichert durch ein Flammenbündel und einen maurischen Hocker. Elfenbeingruppe auf einem geschnitzten und floral dekorierten achtseitigen Stufensockel in braun gebeiztem Eichenholz, die Flächen in quadratische Rosetten gegliedert, am Sockelrand Blattwerk und applizierte Rosetten in Elfenbein.

Anmerkung:
Der Sinn der Figurengruppe versteht sich aus der Kölner Dombausage. Nach dieser hatte Meister
Gerhard mit einem unbekannten Mann eine Wette darüber abgeschlossen, dass sein Dom eher fertig würde, als dass der Unbekannte einen Kanal von Trier nach Köln fertigstellen könne. Meister Gerhard verlor die Wette, nicht wissend, dass es sich bei seinem Gegenüber um den Satan handelte. Die Sage erzählt weiter, dass sich Meister Gerhard daraufhin vom Turm stürzte, hintennach der Hund des Teufels, der seine Seele holen sollte. Meister Gerhards Fluch, der besagt, dass der Dom bis ans Ende der Welt nicht fertig gestellt werden würde („wenn ich es nicht schaffe, soll es kein anderer“), hat sich bis heute erfüllt. Das vorliegende Schnitzwerk, eine spanische Arbeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ist zudem im Zusammenhang mit der Geschichte des spanischen Singspiels (Zarzuela) zu sehen. Der Librettoautor José Velazquez y Sanchez und der Komponist Manuel Nieto verfassten die Zarzuela „La catedrale de Colonia“, die am 26. 01. 1875 im Teatro Romea, Madrid uraufgeführt wurde.

Literatur:
Das Schnitzwerk ist abgebildet und thematisch besprochen in: Michael Breidenbach, Die Kölner Dombaumeistersage in einer spanischen „Zarzuela“, in: Kölner Domblatt, Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln, Hrsg. Barbara Schock-Werner und Rolf Lauer, 65. Folge, Verlag Kölner Dom, 2000, S. 183 ff. Abb. S. 199. (10702463) (10)


Sculptor of the 19th century

FIGURAL IVORY GROUP DEPICTING THE LEGEND OF THE BUILDING OF THE CATHEDRAL OF COLOGNE

Total height: 62 cm.
Width of base: 69 cm.
Depth of base: 32 cm.
Height of tallest figure: 52 cm.
Late 19th century.

Literature:
For a study of the offered lot see Michael Breidenbach, ‘Die Kölner Dombaumeistersage in einer spanischen “Zarzuela“‘, in B.Schock-Werner and R.Lauer (eds.), Kölner Domblatt, Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins, Folge, Verlag Kölner Dom, 2000, no. 65. pp. 183-200, illustrated p. 199.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.