Wednesday, 7 December 2016

Auction 16th - 18th century paintings

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Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.
Detailabbildung: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.
Detailabbildung: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.
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Detailabbildung: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.
Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.

Lot 1242 / Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.

Detail images: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug. Detail images: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug. Detail images: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug. Detail images: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug. Detail images: Bernardino Licinio, um 1489 Venedig - 1565, zug.

1242
Bernardino Licinio,
um 1489 Venedig - 1565, zug.

DAME MIT BUCH Öl auf Leinwand. Doubliert.
107 x 90 cm.

Catalogue price € 80.000 - 120.000 Catalogue price€ 80.000 - 120.000  $ 90,399 - 135,600
£ 68,000 - 102,000
元 606,400 - 909,600
₽ 5,803,200 - 8,704,800

 

Dieses Portrait einer jungen, prächtig gekleideten Dame stammt eindeutig von Bernardino Licinio, dessen beste Werke oftmals venezianische Damen darstellen. Licinio war zwischen der dritten und der fünften Dekade des 16. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Maler der Lagunenstadt und ein vielfältiger Künstler. Besonders interessant und an ihren Besonderheiten eindeutig zu erkennen sind jedoch seine Portraits, ein Genre, in dem auch Giorgione, Tiziano, Lotto und Palma il Vecchio brillierten und in dem Licinio Meisterschaft errang. Typisch für seinen Malstil sind besonders eine gewisse Duftigkeit und Gelassenheit, sowie ein hoher Grad an Realismus. So gelang es ihm, den Geschmack der aufstrebenden Mittel- und Oberschicht einzufangen, die zwar nach einem moderneren Malstil verlangte, experimentelles und zu neuartiges jedoch ablehnte.
Das vorliegende Gemälde zeigt vollends Licinios ausgereifte Malkunst mit allen ihren Charakteristiken; so gehört die runde Frauengestalt ganz eindeutig zu seinem Repertoire gelungener Damenportraits, ebenso wie ihre elegante Kleidung, der quadratische, detailliert gemalte Ausschnitt, der gut sichtbare Schmuck, die aufwändige Frisur und das Buch in ihrer linken Hand. Der neutral graue Hintergrund bringt sowohl den golddurchwirkten Stoff, als auch den hellen, ebenmäßigen Teint der ernst und konzentriert blickenden Dame zur Geltung, die so ganz uneitel und der Mode abgekehrt erscheint und den Betrachter streng und aufmerksam betrachtet. Unser Gemälde ähnelt vielen anderen Frauenportraits von Licinio, die dieser zwischen 1530 und 1540 malte, erwähnt seien hier jedoch nur einige Werke, wie zum Beispiel „Damenportrait” in der Accademia Carrara in Bergamo, „Damenportrait” in der Gemäldegalerie in Dresden (datiert 1533), „Junge mit Buch” im Museo del Prado in Madrid, „Portrait der Duchessa di Valmerode” (vormals Herzogliches Museum, Gotha; datiert 1536) oder „Dame im roten Kleid mit Buch” in der Pinacoteca Civica in Pavia (datiert 1540). (1080071) (21)


Bernardino Licinio,
ca. 1489 Venice - 1565, attributed

LADY HOLDING A BOOK

Oil on canvas. Relined.
107 x 90 cm.

This portrait of a young, magnificently dressed lady is clearly a work by Bernardino Licinio, whose works often depict ladies from Venetian society. The versatile Licinio was one of the most important artists of the lagoon city between the 1530s and 1560s. The present painting shows all the characteristics of Licinio's mature art: the rounded figure is typical of the artist's repertoire of successful female portraits. Our painting is similar to many other portraits of ladies executed by Licinio between 1530 and 1540 however the most closely comparable examples are the Portrait of a Lady at the Accademia Carrara in Bergamo; Portrait of a Woman at the Gemäldegalerie in Dresden (dated 1533); Portrait of a Woman at the Museo del Prado in Madrid; Portrait of Duchessa di Valmerode (formerly Ducal Museum, Gotha; dated 1536) or Lady in a red Dress Holding a Book at the Pinacoteca Civica in Pavia, dated 1540.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.