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Wednesday, 20 June 2012

Auction Sculpture and Works of Art

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Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind
Detailabbildung: Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind

805
Bedeutende, museale Schnitzfigur einer thronenden Madonna mit dem Kind

Höhe: 89 cm.

Catalogue price € 140.000 - 160.000 Catalogue price€ 140.000 - 160.000  $ 155,400 - 177,600
£ 117,600 - 134,400
元 1,093,400 - 1,249,600
₽ 9,896,600 - 11,310,400

 

In Lindenholz geschnitzt, rückseitig gehöhlt. Die Maria aufrecht auf einer Thronbank sitzend wiedergegeben, der weite Mantel in reichen Falten über das geschnitzte Lederkissen der Sitzfläche verlaufend, bis zum mitgeschnitzten Plinthensockel herabgeführt, in zackigen Spitzfalten mehrfach verkröpft. Dabei zieht das Manteltuch über den rechten Oberarm und in gebrochener Schwingung nach links über beide Knie und dient als Sitzunterlage für das nach rechts sitzende Kind, das auf dem rechten Oberschenkel von der rechten Hand der Madonna gehalten wird. Das Haupt der Madonna leicht nach links geneigt, mit nachdenklichem Blick, das Gesicht gerahmt von fein geschniztem, lockigem Haar, das in langen Strähnen über die Schultern glockenförmig herabzieht. Über dem Kleid zeigt der an der Vorderseite geöffnete Mantel den betont geschnitzten Kragen des roten Kleides über weißem Hemd. Die Falten des Kleides vertikal geführt, die Falten des Mantels in der Armbeuge schräg bzw. horizontal entwickelt. In der linken Hand hält die Madonna eine Traube, wonach das Kind mit beiden nach vorne gerichteten Händen zu greifen sucht, mit leichtem Lächeln, der Kopf leicht schräg geneigt, womit das Ohr in Nähe der Schulter gebracht wird. Dsa Haar des Kindes in feinen, braun gefassten Locken wiedergegeben, die Augenbrauen aufmerksam hochgezogen. Ikonologisch ist die Darreichung der Trauben Symbol für das später von Jesus vergossene Blut, was den nachdenklichen Blick der Maria erklärt. Nach Abnahme späterer Fassungen sind wesentliche Teile der originalen, alten Fassung zu Tage getreten, farbig eingestimmt.

Gutachten:
Dem Schnitzwerk ist ein Gutachten von Dr. Albrecht Miller, Museumsdirektor i.R. vom 11.4.2011 beigegeben. Demgemäß wird das Werk stilistisch in die Gegend von Oberösterreich eingeordnet. Der Kopftypus sowie die gerillten Haare und die Eigenart des Faltenwerks weisen auf große Ähnlichkeit zu einer weiblichen Heiligenfigur aus dem ehemaligen Hochaltar der Pfarrkirche von Königswiesen im oberösterreichischen Landesmusem in Linz hin. Als Entstehungszeit sind die Jahre um 1470 anzunehmen. Eine genauere Lokalisierung ist beim derzeitigen Stand der Forschung nicht möglich.

Literatur:
Vgl. Lothar Schultes, Die Gotischen Flügelaltäre Oberösterreichs, Band I, Linz, 2002, S. 118, Abb. 162. (861241)

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