Friday, 17 September 2010

Auction Art Auction Part III

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Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind
Detailabbildung: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind
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Detail images:  Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind

Lot 2500 / Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind

Detail images: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind Detail images: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind Detail images: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind Detail images: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind Detail images: Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind

2500
Bedeutende Marmorfigur einer Madonna mit Kind

Gesamthöhe: 89 cm.
Lothringen, um 1400.

Catalogue price € 33.000 - 36.000 Catalogue price€ 33.000 - 36.000  $ 37,290 - 40,679
£ 28,050 - 30,600
元 250,140 - 272,880
₽ 2,393,820 - 2,611,440

 

Stehende Gewandfigur einer Madonna. Die Körperhaltung S-bogig aufgebaut, nach dem Stilprinzip der „Schönen Madonna". Die Gewandfalten zum Boden geführt, mit Schüsselfalten über dem Knie des rechten Spielbeins. Die Madonna hält das Jesuskind in beiden Armen, wobei ihre linke Hand den Körper, ihre rechte den Ellbogen des Kindes hält. Der Oberkörper des Kindes unbekleidet, das Tuch über die Beine herabgeführt. Das Gesicht der Madonna jugendlich wiedergegeben, mit geöffneten, mandelförmigen Augen und lächelndem Ausdruck, leicht nach vorne unten gerichtet, gerahmt von seitlich herabgeführtem Tuch, darüber eine Krone mit muschelartig geschweiften Zacken. Das Kind nach oben blickend. Weißer Marmor, altersgemäß mit alabastergelber Patina, der achtkantige Sockel in Feldstein.

Anmerkung:
Die qualitätvolle Figur ist einer Gruppe von ähnlichen Plastiken zuzuordnen, die wir in Ostfrankreich und am Unterrhein wiederfinden. Die früheren Beispiele datieren bereits in das erste Viertel des 14. Jahrhunderts. Die vorliegende Figur ist die Arbeit eines Lothringer Bildhauers, der von Pariser Prototypen wie Vorbildern Lothringens beeinflusst war und dies in seinem eigenen Stil weiterentwickelt hat. Der Kunsthistoriker J. Schmoll, gen. Eisenwerth, hat in seiner Arbeit (s.u.) die charakteristischen Merkmale erkannt und beschrieben, denen auch die Wirkung der Fernansicht und die Stoffdraperie gehört. Besonders hervorzuheben ist hier die Herausarbeitung der feinen Gesichtszüge von Mutter und Kind mit jeweils individualistisch wiedergegebenem Lächeln oder zeitlos gültigem Ausdruck.
Ein frühes Beispiel dieses Madonnentyps, datiert um 1315, befindet sich im Smith College Museum of Art, in der die Stilvoraussetzungen bereits für die vorliegende Figur gefunden waren. Frühere Beispiele finden sich im Pariser Louvre, eine weitere Version, um 1360 zu datieren, ist in der Sammlung des Med-Art-Building, Amherst College. Der Typus des nackten Oberkörpers des Kindes findet sich bei einer Lothringer Madonna lactans, abgebildet bei Boccador, um 1400 datiert. (7910912)


Outstanding marble figure of a Madonna with Child
Total height: 89 cm.
Lorraine, about 1400.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.