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Detailabbildung: Bedeutende Berliner/Potsdamer Kommode um 1770

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Bedeutende Berliner/Potsdamer Kommode um 1770

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Bedeutende Berliner/Potsdamer Kommode um 1770

Palisander, Rosenholz, Amaranth, Mooreiche, gefärbter Ahorn auf Eiche furniert. Markettiert mit reichen Blumenarrangements. Kurze geschwungene Beine mit durchbrochen gearbeiteten großen Sabots. Die äußeren Kanten mit großen Bronzebeschlägen von
C-Voluten, Rocaillen und Blattmotiven belegt. Der allseitig bombierte Korpus mit vier Schüben, zwei breiten Schubladen übereinander angeordnet sowie die darüber liegende Etage mit zwei Schüben gearbeitet. Große Bronzebeschläge sowie zwei separate Schließungen der oberen Schubladen. Das gesamte Möbel “Sans-Travers“ gearbeitet. Die Vorderseite reich dekoriert mit einem Blumenkorb aus Würfelmarketerie.
Im unteren Schubladenbereich gefüllt mit Blüten,
aus dem Blütenstengel mit eingefärbten Hölzern hervorquillen und sich über die gesamte Kommode verteilen. Mäanderbandintarsien schließen das Dekor zum Möbelrand ab. Die Schürze des Möbels belegt
mit einem symmetrisch durchbrochen gearbeiteten Bronzebeschlag. Die Platte ähnlich dekoriert wie die Front des Möbels mit einer Blumenschale, Würfelmarketerie mit verschieden eingefärbten Hölzern mit Blüten, aus denen Blütenzweige hervorwachsen. Die Seitenflächen in einem gebogten Ausschnitt ähnlich dekoriert. Schlösser vorhanden.

Katalogpreis € 120.000 - 140.000 Katalogpreis€ 120.000 - 140.000  $ 126,000 - 147,000
£ 108,000 - 126,000
元 879,600 - 1,026,200
₽ 7,926,000 - 9,247,000

Höhe: 91,5 cm. Breite: 130 cm. Tiefe: 65 cm.
Berlin, Potsdam, 18. Jahrhundert um 1770.

Anmerkung:
Die Kommode ist charakteristisch für das späte preußische Rokoko, wie es vor allem in Potsdam, Sanssouci zu finden ist. Stilbildend tätig waren hier die Brüder Hockenhaupt und Johann Friedrich Nahl für die Innenraumgestaltung der Schlösser des Königs Friedrich II. Die umfangreichen Aufträge für das neue Palais und die neuen Kammern zog eine Schar von ausgezeichneten deutschen Kunstschreinern nach Potsdam, unter ihnen die aus Bayreuth stammenden Brüder Johann Heinrich und Friedrich Wilhelm Spindler, die später eine eigene Werkstatt in Berlin betrieben. Motive wie der Flechtkorb mit Blumen und andere Blütenarrangements finden sich in Sanssouci in unterschiedlichster Ausführung. Die Kunst, Blüten naturgetreu darzustellen, beherrschten wohl die Brüder Spindler am besten. Sie hatten eine spezielle Technik, mit Hilfe von Brandschattierungen, farbigen Beizen und virtuoser Schneidetechnik den Marketerien
einen Eindruck von Plastizität zu verleihen.
(662475)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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