jeudi, 7 décembre 2017

Vente Tableaux du XVe - XVIIIe siècle

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Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.
Detailabbildung: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.
Detailabbildung: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.
Detailabbildung: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.
Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.

Lot 356 / Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.

Detail images: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug. Detail images: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug. Detail images: Giacomo Raibolini Francia, ca. 1486 Bologna – 1557, zug.

356
Giacomo Raibolini Francia,
ca. 1486 Bologna – 1557, zug.

MARIA MIT DEM KIND UND DER HEILIGEN MARGARETA
VON ANTIOCHIA
Öl/ Tempera auf Nussholz, verso zwei original alte eingearbeitete Befestigungsleisten.
58,5 x 45 cm.
In vergoldetem Ädikularahmen im Frührenaissance-Stil.

Verso runder Brandstempel, mit Kreuz bekrönt, darin schwer identifizierbare Buchstaben. Daneben rotes Lacksiegel mit Wappen und gekreuzten Schlüsseln sowie der Aufschrift "dogana di terra" (das päpstliche Zollamt, Rom).

Prix de catalogue € 35.000 - 45.000 Prix de catalogue€ 35.000 - 45.000  $ 39,900 - 51,299
£ 31,150 - 40,050
元 271,950 - 349,650
₽ 2,648,450 - 3,405,150

 

Giacomo Francia war der Sohn des berühmteren Francesco Francia (1450 - 1517) und arbeitete und lernte wohl in dessen Werkstatt. Später wirkte er zusammen mit seinem Bruder Giulio (1487 - 1540), wobei von ihm überwiegend Altarbilder italienischer Kirchen bekannt geworden sind. Das Hauptmotiv in Giacomos Werk ist die Darstellung von Maria mit dem Kind.
Das vorliegende Gemälde, wohl ehemals für einen Hausaltar bestimmt, zeigt die Mariendarstellung im klassischen Kompositionsschema einer Halbfigur vor einem Ausblick in Landschaft im Hintergrund. Maria hier jugendlich dargestellt, in rotem Kleid mit Goldborte, mit mittelgescheiteltem braunen Haar und darüberliegendem innen blauen und außen türkis-dunkelgrünen Mantel. Sie hält das Kind mit beiden Händen, das nach rechts sitzt und mit dem linken Händchen nach dem Tuch der Mutter greift. Das Gesicht Mariens in zarter Anmut wiedergegeben, ebenso das Kind, beide mit nachdenklichem in sich gekehrten Blick. Dagegen nimmt die am rechten Bildrand erscheinende Heilige Margareta Blickkontakt mit dem Betrachter auf, gleichsam als Vermittlerfigur. In der leicht erhobenen linken Hand hält sie ein Kreuz als Attribut.
Traditionsgemäß dürfte auch hier die zusätzliche Heiligenfigur als Namenspatronin gesehen werden, die im Zusammenhang mit dem Gemäldeauftrag steht. Über die Häupter der Figuren hinweg ein grünes Velum, dahinter eine hügelige Landschaft mit Gebäuden links im Bild, darunter ein kleines Kapellengebäude im Stil der italienischen Renaissance. Sowohl der landschaftliche Hintergrund als auch die am unteren Bildrand sichtbare Marmorbank finden sich in weiteren Gemälden des Malers immer wieder. Stilistisch geht die Figurenauffassung selbstverständlich auf Werke des Vaters Francesco zurück, in dessen Werkstatt bekanntlich zahlreiche Schüler gewirkt hatten, die, wie der Sohn hier, den Stil in die nächste Generation weitergetragen haben, wohingegen hier die Farben wärmer und die Konturen dem jüngeren Stil gemäß weicher gestaltet erscheinen. (1130741) (11)

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