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16th - 18th Century Paintings
Tuesday, 19 June 2012

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Detail images: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna

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Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna
Detailabbildung: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna
Detailabbildung: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna
Detailabbildung: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna
Detailabbildung: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna
Detailabbildung: Pier Francesco Cittadini, 1616 Milano - 1681 Bologna

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Pier Francesco Cittadini,
1616 Milano - 1681 Bologna

GROSSES VANITASSTILLEBEN MIT VIOLINE, NOTENBUCH, BLUMENVASE SOWIE AUF EINEM BUCH AUFLIEGENDER SCHÄDEL Öl auf Leinwand.
101 x 164 cm.

Catalogue price € 40.000 - 50.000 Catalogue price€ 40.000 - 50.000  $ 43,200 - 54,000
£ 36,000 - 45,000
元 312,800 - 391,000
₽ 3,979,600 - 4,974,500

Das Hauptaugenmerk hat der Maler auf das äußerst realistisch und wirkungsvoll gemalte Teppich-Arrangement gelegt, das als Decke über einen Tisch drapiert erscheint. Rechts daneben ein glänzender Harnisch unter einem roten Velum, das die obere Ecke des Bildes beherrscht. Als kompositioneller Gegenpart ein auf dem Tisch über der Teppichdecke aufgestelltes, geöffnetes Buch, dessen Titel zu lesen ist „les pazzie de/ salvi...“, davor ein Messingkerzenstock mit ausgelöschter Kerze. Der Gegensatz zwischen Leben und Tod, Schönheit, Harmonie und Morbidität drückt der Künstler in der Gegenüberstellung von Totenschädel und Violine aus. Das Instrument über einem Notenbuch liegend, dahinter eine kugelige Glasvase mit großem Blumenbukett, das leuchtend farbig vor dunklem Hintergrund zur Wirkung kommt. Bewusst hat der Maler die Farbigkeit von Blumen und Teppich dem gedämpften Caput Mortuum-Braun des Schädels sowie dem Braun der Geige gegenübergestellt. Ein weiterer versteckter Hinweis auf die Memento Mori-Allegorie ist das Schwert, dessen Knauf sichtbar, dessen Klinge jedoch unter Teppich und Buch verborgen ist, wohingegen die Schwertschärpe als prunkvolles Stickereiwerk herabhängt. Der Schädel über zwei weitere Bücher gelegt, eines geschlossen, das untere geöffnet, mit dem Titelvermerk „Astrologia“. In der rechten unteren Ecke eine ältere Künstlerbezeichnung mit Nennung des Malers „Jan van Kessel“, ein Verweis, der jedoch nicht auf die Autorschaft des Gemäldes zutrifft. Die Datierung des Bildes ergibt sich - unabhängig von der stilistischen Einordnung - auch aus dem Titel des aufgeschlagenen Buches, das in der Titelei fortfährt: „ovvero/ il libertazzio/ poema tragico-comico-di Bartolomeo Facchini..“. Möglicherweise ist hier eine - entsprechend der späteren Künstlerzuweisung rechts unten - Änderung vorgenommen worden, denn das besagte Buch erschien erstmals in Venedig, 1641, herausgegeben von Barolomeo Bocchini - nicht wie im Gemälde „Facchini“ genannt, die Zweitauflage erschien 1653 in Bologna. Damit ist der Zeitraum genannt ab bzw. in dem das Gemälde entstanden sein kann, wahrscheinlich ist, dass Cittadini die Bologneser Ausgabe von 1653 gekannt hat. Ursprünglich ausgebildet in der Werkstatt des Daniele Crespi ging er nach dessen Tod 1630 nach Bologna ins Atelier von Guido Reni. Die Mehrzahl seiner Hauptwerke sind Stilleben wie in der vorliegenden Art, wie sie sich in Museen, etwa im Museo Civico in Triest oder in der Bologneser Kirche Madonna di Galleria befinden, letzteres im Institut Giovanni XXIII in Bologna sowie weiteren Galeriestandorten. Auch die Galleria Estense in Modena beherbergt ein Stilleben, in dem in ähnlicher Weise Draperien und Stoffe vorgeführt werden. Das vorliegende Gemälde besticht durch seine dezente Farbigkeit ebenso wie durch die verblüffend realistisch wirkenden Stoffe und Teppichstrukturen, neben dem Caput Mortuum des Schädels und der beigefarbigen Zartheit von Büchern und Geige.

Anmerkung:
Dem Gemälde ist eine ausführliche gutachterliche Dokumentation von Prof. Giancarlo Sestieri, Rom, vom 2. März 2005 beigegeben, mit weiterer Nennung von Standorten vergleichbarer Werkes des Künstlers.
(8605213)


Pier Francesco Cittadini,
1616 Milan - 1681 Bologna
Oil on canvas.
101 x 164 cm.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

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