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Paar vergoldete Bronzebüsten einer berühmten Serie
Detailabbildung: Paar vergoldete Bronzebüsten einer berühmten Serie
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Paar vergoldete Bronzebüsten einer berühmten Serie

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Paar vergoldete Bronzebüsten einer berühmten Serie

ALBERT VON HABSBURG (1559 – 1621)
sowie
ÌÑIGO MELCHOR FERNANDEZ DE VELASCO,
DUC DE FRIAS (um 1635 – 1696)
Höhe ohne Sockel: 31 cm. bzw. 29,5 cm.
Flandern, Ende 17. Jahrhundert.

Prix de catalogue € 80.000 - 120.000 Prix de catalogue€ 80.000 - 120.000  $ 96,000 - 144,000
£ 72,000 - 108,000
元 604,800 - 907,200
₽ 6,813,600 - 10,220,400

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Bronze, vergoldet, je auf schwarz-braun-geädertem Marmorsockel montiert.

Die beiden hochrangigen, musealen Büsten aufgrund der Dekoration erkennbar zusammengehörig. Die erstgenannte Büste zeigt auf der Innenseite eine eingravierte Nummerierung „I I“ (wohl für 11) die zweitgenannte die Nummer „2“. Beide Büsten altmontiert, mit kräftigen Verankerungen oder Befestigungsschraube.

Albert von Habsburg, Erzherzog von Österreich (1595-1621) war von 1595 bis 1598 Gouverneur der Spanischen Niederlande. Am 13. November 1559 in Wiener Neustadt geboren, war der fünfte Sohn von Kaiser Maximilian II und dessen Gattin Maria von Spanien. Erzogen wurde er am spanischen Hof Philipps II. Wie häufig bei nachgeborenen Söhnen wurde er mit einem religiösen Stand versehen, 1580 des Kardinaldiakons, 1594 kurzzeitig Titularerzbischof von Philippe und Koadjutor von Toledo. Die Weihen jedoch empfing er nie. 1583-95 war er Vizekönig von Portugal, danach Generalgouverneur der Südlichen Niederlande. Nach Verlassen des geistlichen Standes ehelichte er die Infantin Isabella Clara Eugenia. 1599 hatte er den Titel eines Herzogs von Burgund inne. Nach Ende des von ihm ausgehandelten 12-jährigen Waffenstillstands mit Moritz von Oranien starb er 1621 in Brüssel. Besonders erwähnenswert ist, dass er als Mäzen der Kunst des „Goldenen Zeitalters“ der Niederlande fungierte. So war er Förderer von Peter Paul Rubens (1577-1640) und zahlreicher Literaten und Musikern, wie etwa des Komponisten Giovanni Paolo Foscarini (vor 1600-nach 1649). Die Büste zeigt ihn mit Halskrause, einem geschulterten Tuch und seinem typischen spitz zulaufenden Kinnbart. Seine Hofmaler, wie Frans Pourbus d.J., aber auch Rubens haben ihn in dieser Erscheinung verewigt (1609, National Gallery London).

Ínigo Melchor Fernández de Velasco, der in der zweiten Büste dargestellt ist, stand unter Karl II von Spanien als Heerführer und Staatsmann in dessen Diensten. Als Sohn von Isabel Maria de Guzmán und Bernardino Fernández des Velasco y Tovar erhielt er die Titel des Herzogs von Frias, Graf von Haro, Marquis de Berlanga und hatte den Oberbefehl über die Truppen in Kastilien. Beim Guerra dels Segadors, dem sogenannten Aufstand der Schnitter, stand er als General auf der Seite Kastiliens. 1668 bis 1669 war auch er Statthalter der spanischen Niederlande. Im Pariser Louvre findet sich sein von Esteban Murillo 1658 geschaffenes Ganzbildnis. Die Büste weicht von der erstgenannten des Albrecht von Habsburg insofern etwas ab, als hier der Kopf etwas kleiner gestaltet ist, möglicherweise um in Fernansicht durch das breiter herabfließende Haar eine Wirkungseinheit zu schaffen. Weit mehr jedoch ist durch die detailreiche Wiedergabe des Harnisch, mit zentralem Maskaron, Schulterplatten und den großen Löwenmasken an den Schultern, die militärische Bedeutung herausgestellt. Beide Büsten jedoch weisen einen identischen Sockel auf. Auf einer quadratischen Basis erhebt sich das Vierkantpodest mit Antreppung, bestückt mit kräftigen Lorbeerblatt-Festons, von einem Maskaron herabziehend. Die Frontansicht der Sockel wiederholt sich auch auf der Rückseite.

Der Zyklus:
Die beiden Büsten gehören, wie Vergleichsobjekte zeigen, einem Zyklus von Gouverneuren der Spanischen Niederlande an. Jeder der Büsten mit dem identischen Festonsockel.
Davon sind die folgenden Exemplare bekannt geworden: Vier Büsten dieser Reihe finden sich im Museum für angewandte Kunst im Liebighaus Frankfurt/M., datiert in das Ende des 17. Jahrhunderts. Sie zeigen Erzherzog Ernst von Österreich (1553-1595) Gouverneur 1594-1595.
Ferdinand von Österreich, Infant von Spanien (1609-1641), Gouverneur 1609-1644.
Luis de Benavides Carillo de Toledo, Marquis de Caracena (1608-1668). Gouverneur in den Jahren 1659-1664.
Francisco de Moura, III Marquis de Castello Rodrigo, Gouverneur 1664-1668.
Diese genannten Büsten entstammen der berühmten Sammlung August de Ridder (1837 Antwerpen-1911 Paris).
Im Victoria and Albert Museum in London wurde 1976 bis 1995 eine weitere Büste der Serie ausgestellt:
Leopold-Wilhelm von Habsburg, Erzherzog von Österreich (1614-1656). Gouverneur 1647-1656. Diese Büste trägt auf der Rückseite die gravierte Nummerierung „12“. Sie entstammt der Sammlung Arturo Lopez-Willshaw, wurde bei Sotheby’s, Monte Carlo, Lot 32, am 23. Juni 1976 verauktioniert.
So sind von den über 21 Gouverneuren die hier genannten als Büsten bekannt geworden. Wieviele in der Serie ehemals gefertigt wurden, ist uns bislang nicht bekannt geworden.
Die Büsten sind in hoher bildhauerischer Qualität geschaffen, wohl nicht von einer Hand. Der Stil lässt vermuten, dass wir hier eine Gemeinschaftsarbeit flämischer Künstler vor uns haben. Wohl einer gemeinsamen Werkstatt, wofür sowohl die Gestaltung der Sockeldekoration als auch die Nachbehandlung, Feinausarbeitung und Ziselierung der Büsten sprechen. A. R. (1271811) (11)


A pair of gilt bronze busts of a famous series
ALBERT VON HABSBURG (1559 – 1621)
and
ÍÑIGO MELCHOR FERNANDEZ DE VELASCO, DUKE OF FRÍAS (ca. 1635 – 1696)
Height excl. base: 31 cm and 29.5 cm.
Flanders, end of the 17th century.

Bronze; gilt, each mounted on black and brown veined marble base. As the similar décor suggests, these two high-quality busts of museum-quality were designed as a matching pair.

As examples of comparison show, both busts are part of a series of portrait busts of the Governors of the Spanish Netherlands. Four busts of this group are held in Frankfurt, at the Liebieghaus and the Museum für Angewandte Kunst. They are dated to the end of the 17th century and are thought to represent Archduke Ernest of Austria (1553-1595), governor 1594-1595; Cardinal-Infante Ferdinand of Austria (1609-1641), governor 1609-1644; Luis de Benavides Carrillo de Toledo, Marquis de Caracena (1608-1668), governor 1659-1664 and Francisco de Moura, 3rd Marquis de Castelo Rodrigo, governor 1664-1668. These four busts were formerly part of the famous collection of the Antwerp businessman August de Ridder (1837 Antwerp-1911 Paris). Another bust from this series, Archduke Leopold Wilhelm of Austria (1614-1656), governor 1647-1656, was on display at the Victoria and Albert Museum in London between 1976 and 1995. This bust is incised with number “12” on the back and was formerly part of the collection of Arturo Lopez-Willshaw, and sold at Sotheby’s Monte Carlo, lot 32 on 23 June 1976. The busts are of high sculptural quality.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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