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Impressionisten & Moderne Kunst
Freitag, 25. Juni 2021

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Gustave de Smet, 1877 Gent – 1943 Deurle

787
Gustave de Smet,
1877 Gent – 1943 Deurle

MARONNIES EN FLEURS, 1917 Öl auf Holz.
73 x 59 cm.
Rechts unten signiert „Gustave ’De Smet“.
In dekorativem, vergoldetem Prunkrahmen.

Katalogpreis€ 20.000 - 25.000 Katalogpreis € 20.000 - 25.000  $ 24,000 - 30,000
£ 18,000 - 22,500
元 154,400 - 193,000
₽ 1,723,800 - 2,154,750

 

Ausdrucksstarkes Werk des flämischen Malers und eines der wichtigsten Vertreters der „Laethemer Schule“.

Im Zentrum ein großer grüner, blühender Kastanienbaum, darunter ein einfaches Haus und daneben eine Holzhütte, umgeben von weiterer Vegetation und einem kleinen Durchblick auf den dunkelblauen Himmel. Komposition mit pastosem Farbauftrag in lebendigem Pinselduktus, teils mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast, und eine kräftige Farbpalette, die die expressive Stimmung unterstützt.

Gustave de Smet kam durch seinen Vater und seinen ebenfalls als Maler tätigen Bruder Leon de Smet zur Malerei und war in den 1890er Jahren an den Dekorationen des Spitzner-Museums beteiligt. 1906 befreundete er sich mit den Künstlern Frits van den Berghe und Constant Permeke, mit denen de Smet lebenslang verbunden bleiben sollte. 1908 zog er in das Dorf Sint-Martens-Latem und bildete mit diesen und seinem Bruder Leon, die zweite Generation der so genannten „Laethemer Schule“. Zunächst stilistisch dem Spätimpressionismus nahe, führte seine Flucht in die Niederlande nach Amsterdam zu Anfang des Ersten Weltkrieges zur Begegnung mit dem französischen Kubismus und dem deutschen Expressionismus. Sein Werk konzentrierte sich fortan auf klare Strukturen und Farben, eine Tendenz die sich in den 1920er Jahren verstärkte. Die zweite Generation der „Laethemer Schule“ übte durch ihre neuen Impulse großen Einfluss auf die Entwicklung der späteren modernen Bewegung in Belgien aus. Thematisch fokussierte sich die Gruppe auf Darstellungen aus dem bäuerlichen Lebens. 1929/30 zog Gustave de Smet in seine eigene Villa nach Deurle, die er nach dem Bankrott der Galerie Le Centaure 1932, seinem Hauptverkaufsweg, gegen ein einfacheres Domizil, in dem das heutige Gustave de Smet Museum logiert, tauschen musste.

Provenienz:
J. van der Klip, Paris.
Anonymous sale, Campo, Antwerp, 30 March 1965, lot 32. Mrs. Jean Krebs, Brussels.
Anonymous sale, Sotheby’s, London, 12 November 1970, lot 87.
Anonymous sale, Campo, Antwerp, 27 October 1987, lot 111. Galerie Berri-Raspail, Paris.

Anmerkung:
Verso verschiedene alte Ausstellungsaufkleber mit Künstlername und Betitelung.

Ausstellungen:
Centraal Museum Utrecht, Belgische schilderkunst van 1890 tot heden, 26.3.– 5.6.1966 (in einer Ausstellungsansicht abgebildet auf der Website des Museums, Foto 13/22).Galerie Gmurzynska, Köln, „Ensor – Delvaux – Magritte“, 1.3.-30.4.1969, Nr. 43. 

Literatur:
E.Langui, P. van Hecke, Gustave De Smet: sa vie et son oeuvre, Brussels, 1945, no 195, p. 226 (illustrated).
Piet Boyens, Gust. De Smet, Antwerp, 1989, no.419, p.344 (illustrated, titled „De bloeiende kastanje“, dated 1917). (1270382) (18)


Gustave de Smet,
1877 Ghent – 1943 Deurle
MARONNIES EN FLEURS, 1917
Oil on panel.
73 x 59 cm.
Signed “Gustave ’De Smet” lower right.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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